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Barig kritisiert Bundesregierung wegen Beibehaltung der Luftverkehrssteuer

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Der internationale Airline-Verband Board of Airline Representatives in Germany (Barig) hat mit Unverständnis auf den Kabinettsbeschluß zum Bundeshaushalt 2026 reagiert. Entgegen der im Koalitionsvertrag der regierenden Parteien vereinbarten Absenkung der Luftverkehrssteuer soll diese nun doch nicht gesenkt werden. Barig-Vorsitzender Michael Hoppe bezeichnete die Entscheidung als „nicht nachvollziehbar und schädlich für die deutsche Wirtschaft“, da sie die Luftfahrtbranche im internationalen Wettbewerb einseitig belaste.

Hoppe bemängelte, daß der Luftverkehr in Deutschland im europäischen Vergleich viel zu teuer sei, wozu die Luftverkehrssteuer und andere überhöhte Standortkosten maßgeblich beitrügen. Die Folgen seien bereits deutlich spürbar: Das deutsche Verkehrsaufkommen liege weiterhin unter dem Niveau von 2019, während es in den meisten anderen europäischen Ländern boome. Dies führe dazu, daß die internationale Anbindung Deutschlands weiter unter Druck gerate.

Die hohen Standortkosten in Deutschland haben auch Auswirkungen auf die Luftfracht. Mit jedem reduzierten Passagierflug leiden die Frachtkapazitäten, und der Warenaustausch wird erschwert. Unternehmen sehen sich gezwungen, ihren Warenverkehr über ausländische Flughäfen umzuleiten und die Güter aufwendig per Lastwagen nach Deutschland zu transportieren. Die Absenkung der Luftverkehrssteuer wird von der Branche als wesentlicher Schritt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Deutschland angesehen.

Das Bundesfinanzministerium hatte seinen Haushaltsentwurf 2026 als einen „Meilenstein für mehr Wachstum“ bezeichnet. Barig hält jedoch die Beibehaltung der Luftverkehrssteuer für einen Widerspruch zu diesem Ziel. Hoppe forderte die Politik auf, die wirtschaftlichen Zusammenhänge stärker zu berücksichtigen und Anreize für Wachstum zu schaffen. Er kündigte an, sich weiterhin mit Nachdruck für eine Korrektur dieser Entscheidung einzusetzen, um Unternehmen, Arbeitnehmer und die Mobilität in Deutschland zu stärken.

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