Beinahe-Kollision über Mumbai – Fluglotse suspendiert

Wolke (Foto: René Steuer).
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Beinahe-Kollision über Mumbai – Fluglotse suspendiert

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Ein bedrohliches Szenario spielte sich am 8. Juni 2024 auf dem internationalen Flughafen Chhatrapati Shivaji Maharaj (BOM) in Mumbai ab, als zwei Flugzeuge nur knapp einer katastrophalen Kollision entgingen. Ein IndiGo-Flugzeug landete auf der Landebahn, während gleichzeitig eine Air India-Maschine zum Abflug bereit war. Dieser beängstigende Vorfall wurde durch einen Videoclip dokumentiert und auf sozialen Medienplattformen wie X (ehemals Twitter) verbreitet, was die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Sicherheitspraktiken am Flughafen lenkte.

Der besagte Videoclip zeigt deutlich, wie die Air India-Maschine, die unterwegs zum internationalen Flughafen Thiruvananthapuram (TRV) mit Flug AI657 war, gerade abhob, als das IndiGo-Flugzeug, das mit Flug 6E5053 aus dem Flughafen Devi Ahilya Bai Holkar (IDR) einflog, auf der Landebahn aufsetzte. Die beiden Flugzeuge waren an ihrem engsten Punkt seitlich nur 509 Meter voneinander entfernt und befanden sich 511 Meter auseinander, als die Air India-Maschine abhob. Es bedurfte nur weniger Sekunden, um eine potenziell verheerende Situation zu verhindern, da das IndiGo-Flugzeug nur drei Sekunden nach dem Start aufsetzte.

Nach Informationen von Flightradar24 erhielt das IndiGo-Flugzeug vom Fluglotsen die Erlaubnis zur Landung. Ein Sprecher von IndiGo betonte, dass der verantwortliche Pilot die Anweisungen der Flugsicherung befolgte und den Landeanflug fortsetzte. Auf der anderen Seite erklärte Air India, dass ihre Maschine die Freigabe zum Betreten der Landebahn und anschließend zum Start erhalten hatte. Trotz dieser Erklärungen bleibt die Frage nach der genauen Abfolge der Ereignisse und möglichen Kommunikationsfehlern bestehen.

Berichte des Deccan Herald enthüllen, dass der beteiligte Fluglotse von der indischen Generaldirektion für Zivilluftfahrt „entlassen“ wurde und eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet wurde. Diese Maßnahmen unterstreichen die Ernsthaftigkeit des Vorfalls und die Notwendigkeit einer gründlichen Überprüfung, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Flughafensicherheitsexperten mahnen zu einer sorgfältigen Analyse der Kommunikationsprotokolle und der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, um das Vertrauen der Passagiere in die Luftfahrtbranche zu erhalten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Flugsicherung und Fluggesellschaften ist entscheidend, um die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten und potenzielle Risiken zu minimieren.

In Anbetracht der wachsenden Bedeutung des Luftverkehrs und der steigenden Zahl von Flugbewegungen weltweit ist eine konsequente Überwachung und Verbesserung der Sicherheitsstandards unerlässlich, um die Integrität des globalen Luftverkehrsnetzes zu gewährleisten.

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Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.
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