Heckflosse United Airlines (Foto: David Syphers/Unsplash).
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Beinahe-Zusammenstoß zweier Flugzeuge über Phoenix: FAA untersucht Vorfall

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Am 11. Januar 2025 kam es über Phoenix, Arizona, zu einem ernsten Zwischenfall im Luftverkehr. Zwei Verkehrsflugzeuge, ein Airbus A330-300 der Delta Air Lines und eine Boeing 737-900ER der United Airlines, gerieten auf Kollisionskurs. Der Vorfall ereignete sich im Luftraum nahe Estrella Village, einem Stadtteil von Phoenix, als die Maschinen auf ihren Anflug auf den Sky Harbor International Airport vorbereitet wurden. Beide Flugzeuge landeten sicher, jedoch wirft der Zwischenfall Fragen zur Einhaltung der vorgeschriebenen Staffelung und der Effizienz der Luftverkehrskontrolle auf.

Nach Angaben der Federal Aviation Administration (FAA) ereignete sich der Vorfall gegen 11 Uhr Ortszeit. Die vorgeschriebene Staffelung zwischen den beiden Maschinen, die den sicheren Abstand in der Luft gewährleisten soll, ging verloren. Dank moderner Kollisionsvermeidungssysteme wie dem Traffic Alert and Collision Avoidance System (TCAS) erhielten die Besatzungen rechtzeitig Warnungen und Anweisungen zur Korrektur ihres Kurses. Daraufhin brachen beide Maschinen ihren Anflug ab und drehten in unterschiedliche Warteschleifen ein, bevor sie schließlich sicher landeten.

Details zu den betroffenen Flügen

Die involvierten Flugzeuge waren der Airbus A330-300 mit der Registrierung N820NW der Delta Air Lines, unterwegs auf Flug DL1070 von Detroit, und die Boeing 737-900ER mit der Kennung N68891 der United Airlines, auf Flug UA1724 von San Francisco. Beide Maschinen waren mit Passagieren und Crewmitgliedern an Bord auf regulären Linienflügen unterwegs. Laut Flightradar24-Aufzeichnungen befanden sich die Flugzeuge um 11:58 Uhr noch auf ihren üblichen Flugrouten, bevor sie auf Kollisionskurs gerieten.

Nach der kurzfristigen Kursänderung landete der Airbus A330 der Delta Air Lines um 12:08 Uhr sicher auf der Landebahn 08/26 des Flughafens, während die Boeing 737 der United Airlines um 12:06 Uhr auf Landebahn 07R/25L aufsetzte. Beide Flugzeuge setzten ihren geplanten Betrieb am selben Tag fort. Der A330 kehrte nach Detroit zurück und überquerte später den Atlantik in Richtung Amsterdam, während die Boeing 737 ihren letzten Flug nach Chicago absolvierte.

Kollisionsvermeidungssysteme im Fokus

Der Vorfall verdeutlicht die Bedeutung moderner Technik in der Luftfahrt. Systeme wie TCAS II und die neuere Variante ACAS Xa/Xo sind entscheidend für die Vermeidung von Zusammenstößen. Diese Technologien analysieren Flugrouten in Echtzeit, identifizieren potenzielle Gefahren und geben der Besatzung klare Anweisungen zur Vermeidung von Kollisionen. Laut FAA sind seit März 2022 neue Standards wie ACAS Xa verpflichtend für Flugzeuge, um die Sicherheitsmargen weiter zu erhöhen.

Die FAA hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursachen des Vorfalls zu ermitteln. Dabei wird geprüft, ob menschliches Versagen, technisches Versagen oder ein Koordinationsproblem in der Luftverkehrskontrolle zu dem Verlust der Staffelung geführt haben könnte. Solche Vorfälle sind zwar selten, zeigen jedoch die Herausforderungen der Luftverkehrsüberwachung in hoch frequentierten Lufträumen wie dem über Phoenix.

Der Beinahe-Zusammenstoß wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung zuverlässiger Technologien und strenger Standards im Luftverkehr. Während die betroffenen Airlines und die FAA Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention ergreifen, wird der Vorfall vermutlich als Anlass dienen, bestehende Sicherheitsprotokolle zu überprüfen und weiter zu verbessern.

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