Airbus A319 (Foto: Beond).
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Beond rüstet vier Airbus A321 mit Lie-Flat-Sitzen aus

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Die auf das gehobene Preissegment spezialisierte Fluggesellschaft Beond investiert 20 Millionen US-Dollar (rund 18 Millionen Euro) in die Innenraumgestaltung von vier neu zur Flotte stoßenden Verkehrsflugzeugen des Typs Airbus A321.

Wie das Unternehmen bekannt gab, umfasst der Auftrag die Anschaffung von insgesamt 256 maßgefertigten Lie-Flat-Sitzen. Die Hardware wird in Zusammenarbeit mit dem italienischen Spezialhersteller Optimares gefertigt und soll auf das All-Premium-Kabinenkonzept der Fluggesellschaft abgestimmt werden, bei dem ausschließlich Sitze der gehobenen Reiseklasse verbaut sind.

Mit dieser Investition treibt Beond die technische Ausstattung ihrer Mittelstreckenflotte voran. Das Kabinenkonzept sieht vor, dass in jedem der vier Airbus A321 genau 64 Sitzplätze installiert werden, die sich in flache Betten verwandeln lassen. Verglichen mit einer Standardbestuhlung für diese Flugzeuggröße, die gewöhnlich bis zu 220 Passagieren Platz bietet, reduziert sich die Passagierkapazität pro Flug deutlich. Die Auslieferung und der schrittweise Einbau der neuen Sitze sind an die geplante Flotterweiterung gekoppelt, mit der die Fluggesellschaft weitere Verbindungen von Europa und dem Nahen Osten zu Ferienzielorten im Indischen Ozean bedienen möchte.

Die Entscheidung für eine reine Business-Class-Konfiguration erfordert erhebliche Investitionen pro Sitzplatz und stellt ein spezielles Geschäftsmodell im Nischenmarkt der gehobenen Privatreisen dar. Durch die geringere Sitzplatzanzahl muss die Fluggesellschaft pro Passagier deutlich höhere Erlöse erzielen als klassische Linienfluggesellschaften oder Charteranbieter, um die Betriebskosten der Flüge zu decken. Die Partnerschaft mit Optimares soll durch die Anpassung der Sitze an die Ergonomie und den Platzbedarf der Flugzeuge eine möglichst effiziente Raumnutzung innerhalb der Kabine gewährleisten.

Branchenbeobachter bewerten die Kapazitätserweiterung im All-Premium-Segment jedoch zurückhaltend. Das Konzept, Mittelstreckenjets mit einer reinen Luxusbestuhlung auf Langstrecken einzusetzen, unterliegt starken wirtschaftlichen Schwankungen. In der Vergangenheit verfehlten ähnliche Geschäftsmodelle anderer Markteinsteiger häufig die notwendigen Auslastungszahlen außerhalb der touristischen Hauptsaison. Ob Beond die hohen Ticketpreise, die zur Amortisation der 20-Millionen-Dollar-Investition erforderlich sind, dauerhaft am Markt durchsetzen kann, hängt von der langfristigen Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe ab.

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