Qantas-Flugzeuge (Foto: Josh Withers/Unsplash).
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Bettwanzenbefall zwingt Qantas zur Außerdienststellung einer Boeing 787 in Rom

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Ein mutmaßlicher Befall mit Bettwanzen hat bei der australischen Fluggesellschaft Qantas am 10. Oktober 2026 zur Annullierung eines Langstreckenfluges von Rom nach Perth geführt.

Während des rund 17-stündigen Fluges QF5 von der westaustralischen Metropole in die italienische Hauptstadt klagten mehrere Passagiere im vorderen Bereich der Economy-Klasse über Insektenstiche und Hautreizungen. Das Kabinenpersonal verabreichte Betroffenen Antihistaminika zur Symptomlinderung, wobei der Bordvorrat des Medikaments im Flugverlauf erschöpft war.

Nach der Landung auf dem Flughafen Rom-Fiumicino veranlasste die Fluggesellschaft die vorübergehende Stilllegung der betroffenen Boeing 787-9 Dreamliner mit dem Kennzeichen VH-ZNI. Der geplante Rückflug QF6 nach Perth wurde gestrichen, um den Spezialteams der Wartung und Schädlingsbekämpfung eine umfassende Inspektion sowie eine thermische und chemische Sonderreinigung der Kabinenstrukturen zu ermöglichen. Qantas bestätigte den Vorfall im Bereich einzelner Sitze, entschuldigte sich bei den Fluggästen und brachte die betroffenen Passagiere in Hotels unter, bevor diese innerhalb von 48 Stunden auf Ausweichverbindungen umgebucht wurden.

Insektenbefälle im Luftverkehr stellen für Fluggesellschaften eine operative und logistische Herausforderung dar, da Parasiten häufig unbemerkt über das Handgepäck oder die Kleidung von Passagieren in die Flugzeugkabine gelangen. Standardmäßige Reinigungszyklus-Desinfektionen, die bei Qantas präventiv alle 50 Tage durchgeführt werden, reichen bei einem akuten Befall in Polstern und Verkleidungsspalten meist nicht aus. Um die Schädlinge vollständig zu beseitigen, müssen betroffene Flugzeuge zeitweise aus dem regulären Flugplan genommen werden, was bei Umläufen im Langstreckennetz zu Folgeverpätungen und zusätzlichen Betreuungsaufwänden führt.

Der Vorfall unterstreicht die Sensibilität der Kabinenhygiene im internationalen Langstreckenverkehr. Aufgrund der flächendeckenden Anwendung von Fluggastrechte-Regelungen wie der EU-Verordnung 261/2004 drohen Fluggesellschaften bei ungeplanten Flottenausfällen durch Schädlingsbefall im europäischen Luftraum neben den Instandhaltungskosten auch Ausgleichszahlungen an die betroffenen Fluggäste.

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