Im ersten Quartal 2026 sind auf Österreichs Straßen laut vorläufigen Daten des Bundesministeriums für Inneres (BMI) 64 Menschen tödlich verunglückt. Dies stellt eine Zunahme von zwei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres dar.
Trotz dieses leichten Anstiegs ordnet der ÖAMTC die Zahl historisch ein: Es handelt sich um den viertniedrigsten Wert seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen. Während in Wien und im Burgenland in den ersten drei Monaten des Jahres kein einziger tödlicher Verkehrsunfall registriert wurde, entfiel der Großteil der Opfer auf Pkw-Insassen im Freiland.
Besonders auffällig ist die Unfallstatistik bei Klein-Lkw. Mit acht Todesfällen machen Insassen dieser Fahrzeugklasse rund 13 Prozent der Gesamtzahl aus – ein Wert, der dreimal so hoch liegt wie im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Mehrheit dieser Unfälle ereignete sich als Alleinunfall durch den Aufprall an Objekten wie Bäumen. Bei den Pkw-Insassen, die mit 34 Opfern die größte Gruppe darstellen, war die Hälfte der tödlichen Vorfälle auf Frontalkollisionen zurückzuführen. Als mutmaßliche Hauptursachen für das Unfallgeschehen gelten weiterhin Unachtsamkeit und Ablenkung, gefolgt von einer nicht an die jeweiligen Straßenverhältnisse angepassten Geschwindigkeit.
Mit Blick auf das bevorstehende Osterwochenende warnen Experten vor einem erhöhten Unfallrisiko. Historische Daten belegen, dass das Verkehrsaufkommen zwischen Karfreitag und Ostermontag regelmäßig zu kritischen Situationen führt; in den letzten zwei Jahrzehnten verloren in diesem Zeitraum insgesamt 92 Menschen ihr Leben. Da mit dem Frühling auch der Anteil an Motorrad- und Radfahrern im Straßenverkehr massiv zunimmt, mahnen Verkehrstechniker zu besonderer Vorsicht. Zweiradfahrer starteten oft nach einer langen Winterpause mit weniger Routine in die Saison, während Autofahrer ihre Aufmerksamkeit erst wieder auf die verstärkte Präsenz ungeschützter Verkehrsteilnehmer einstellen müssten.
Zusätzliche Erhebungen zeigen, dass die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum 14-Jahres-Schnitt stabil geblieben ist oder sich sogar leicht verbessert hat. Dennoch bleibt die Gefahr im Freiland am höchsten: 31 der 34 getöteten Pkw-Insassen verunglückten außerhalb des Ortsgebietes. Die Behörden und der Mobilitätsclub appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere bei Ausflugsfahrten über die Feiertage eine defensive Fahrweise an den Tag zu legen, um die Zahlen im weiteren Jahresverlauf wieder zu senken.