Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing und der Instandhaltungsbetrieb Lufthansa Technik haben im Rahmen der Fachmesse MRO Europe die Verlängerung ihrer bestehenden Tailored-Parts-Package-Vereinbarung um drei Jahre bekannt gegeben.
Der Vertrag regelt die Belieferung mit mehr als 6.500 spezifischen Teilenummern für sämtliche zivilen Boeing-Muster im Portfolio des Hamburger Instandhaltungsunternehmens. Die Regelung zielt darauf ab, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen im täglichen Flugbetrieb abzusichern und die Materialbeschaffung für internationale Fluggesellschaften planbarer zu gestalten.
Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt die Sparte Boeing Global Services die operative Steuerung und Logistik der im Vertrag definierten Bauteile und Komponenten. Lufthansa Technik bindet diese Kapazitäten direkt in die globale Komponentenversorgung für ihre Airline-Kunden ein. William Ampofo, Vizepräsident bei Boeing Global Services, sowie Thomas Böttger, Einkaufsleiter bei Lufthansa Technik, betonen, dass die direkte Anbindung an die Lieferkette des Herstellers die Beschaffungswege verkürzen und Engpässen bei kritischen Flugzeugkomponenten vorbeugen soll.
Die Verlängerung erfolgt in einem branchenweit angespannten Marktumfeld, das seit Jahren durch globale Materialengpässe, Verzögerungen bei Zulieferern und steigende Logistikkosten geprägt ist. Durch die vertraglich zugesicherte Bevorratung durch den Flugzeughersteller versucht Lufthansa Technik, ungeplante Ausfallzeiten bei Kundenflotten zu reduzieren. Betreiber von Boeing-Flugzeugen erhalten damit über den Wartungsbetrieb Zugriff auf ein standardisiertes Beschaffungsnetzwerk.