Ein Flug der Tui Airways von Cardiff, Wales, nach Lanzarote löste am Donnerstag, dem 19. Juni, eine internationale Notfallreaktion aus, nachdem an Bord des Flugzeugs vom Typ Boeing 737-800 (Registrierung G-TAWJ) eine handgeschriebene Notiz mit einer Bombenwarnung entdeckt wurde. Der Vorfall führte zur Aktivierung von Sicherheitskräften mehrerer Nationen und unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der solche Bedrohungen im Luftverkehr behandelt werden.
Als das Flugzeug den portugiesischen Luftraum überflog, wurden umgehend zwei F-16-Kampfflugzeuge der portugiesischen Luftstreitkräfte entsandt, um die Maschine zu eskortiren. Obwohl zunächst eine Umleitung zum Flughafen Faro in Erwägung gezogen wurde, setzte der Flug seinen ursprünglichen Kurs zum César Manrique-Lanzarote Airport fort. Nach dem Eintritt in den spanischen Luftraum übernahmen die dortigen Behörden die weitere Begleitung und Koordination der Maßnahmen.
Gegen 10:55 Uhr landete das Flugzeug sicher auf Lanzarote und wurde unverzüglich zu einem abgesicherten Bereich des Flughafens geleitet. Alle Passagiere konnten das Flugzeug gefahrlos verlassen. Spanische Notfallteams, darunter Experten des Bombenräumkommandos der Guardia Civil (TEDAX) sowie weitere Sicherheitseinheiten, durchsuchten das Luftfahrzeug und das umliegende Gelände gründlich. Der Flughafen aktivirte seinen Notfallplan, blieb jedoch während des gesamten Vorfalls in Betrieb.
Nach umfassenden Kontrollen konnten keine Sprengstoffe gefunden werden, womit sich die Drohung als Fehlalarm erwies. Die Ermittlungen zur Identifizierung der für diesen böswilligen Streich verantwortlichen Personen sind im Gange. Solche Vorfälle belasten nicht nur die Sicherheitsbehörden und Luftstreitkräfte, sondern verursachen auch erhebliche Kosten und Ängste bei den Reisenden, weshalb deren Verursachung mit Nachdruck verfolgt wird.