Boeing 777-200 (Foto: Mark Harkin).
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British Airways: Außerplanmäßige Landung in London nach Druckabfall über der Irischen See

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Ein Langstreckenflug der britischen Fluggesellschaft British Airways von London Heathrow nach Chicago O’Hare musste am 5. Oktober 2026 aufgrund eines technischen Zwischenfalls umkehren. Während sich die Boeing 777-200ER im Steigflug beziehungsweise im Reiseflug über der Irischen See befand, kam es zu einem plötzlichen Verlust des Kabinendrucks.

Die Cockpitbesatzung leitete daraufhin ein standardisiertes Notabsinkverfahren ein, bei dem das Flugzeug innerhalb weniger Minuten um rund 27.000 Fuß abgesenkt wurde. Nach einer Wartezeit im Luftraum über Südwestengland zur Verringerung des Landegewichts kehrte die Maschine sicher zum Ausgangsflughafen zurück, wo die Passagiere das Flugzeug auf normalem Weg verließen.

Ablauf des Zwischenfalls im britischen Luftraum

Der Flug BA295 hob am Mittag des 5. Oktober 2026 mit Ziel Chicago in London Heathrow ab. Etwa eine Stunde nach dem Start, als sich das Flugzeug rund 40 Seemeilen südlich von Dublin in einer Reiseflughöhe von 36.000 Fuß befand, registrierten die Bordsysteme einen Abfall des Drucks in der Passagierkabine. Die Höhendruckhöhe in der Kabine stieg auf über 10.500 Fuß an, woraufhin sich die Sauerstoffmasken im gesamten Passagierbereich automatisch von der Decke lösten.

Die Piloten setzten über den Transponder den internationalen Notfallcode 7700 ab, um die Luftverkehrskontrolle über die Notlage zu informieren und Vorrang bei den Navigationsanweisungen zu erhalten. Unmittelbar danach leiteten die Flugzeugführer einen kontrollierten Steil- beziehungsweise Notabstieg ein. Die Maschine sank mit einer durchschnittlichen Sinkrate von rund 3.800 Fuß pro Minute und flachte den Flugpfad etwa sieben Minuten später in einer Höhe von rund 9.000 Fuß ab. In dieser Höhe ist die Umgebungsluft ausreichend dicht, um das Atmen ohne zusätzliche Sauerstoffzufuhr zu ermöglichen.

Flugmanöver und Rückkehr nach Heathrow

Aufgrund der geringen Flughöhe stieg der Treibstoffverbrauch der zweistrahligen Maschine erheblich an, weshalb eine Fortsetzung des Fluges über den Atlantik ausgeschlossen war. Da das Abfluggewicht für den Atlantikflug die maximale Landemasse der Boeing 777 deutlich überschritt, steuerten die Piloten den Ärmelkanal sowie den Bristolkanal an, um im Kreisflug Treibstoff zu verbrennen und das Landegewicht entsprechend zu reduzieren.

Nach Abschluss des Manövers setzte die Maschine am späten Nachmittag des 5. Oktober 2026 wieder auf der Landebahn des Flughafens London Heathrow auf. Rettungskräfte und Feuerwehr standen vorsorglich am Boden bereit, ein Eingreifen war jedoch nicht erforderlich. Das Unternehmen teilte mit, dass die Fluggäste die Kabine regulär über Treppen beziehungsweise Fluggastbrücken verlassen konnten und durch das Bodenpersonal betreut wurden.

Technische Einordnung und Branchenvergleich

Das bei dem Zwischenfall eingesetzte Flugzeug mit dem Kennzeichen G-VIIA gehört zu den älteren Maschinen im Bestand der Fluggesellschaft. Technische Experten untersuchen nun die Druckregelungssysteme der Maschine, darunter die Auslassventile (Outflow Valves), Türdichtungen sowie die Klimatisierungsaggregate (Pack Systems), um die genaue Ursache für den Druckverlust zu ermitteln.

In der Zivilluftfahrt gehören kontrollierte Notabstiege nach einem Kabinendruckverlust zu den regelmäßig im Simulator geschulten Standardverfahren. Ähnliche Ereignisse traten in der Vergangenheit auch bei anderen Fluggesellschaften auf. So musste im Januar 2023 eine Boeing 737 von Kenya Airways wegen eines Druckverlusts auf 10.000 Fuß sinken und in Mombasa landen. Im Februar 2024 kam es bei einem Airbus A320 von Indonesia AirAsia an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu Druckproblemen mit anschließenden Notabstiegen. Bei allen genannten Vorfällen kamen keine Personen zu Schaden.

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