Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa Group, hat im dritten Quartal 2026 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) von 84 Millionen Euro erwirtschaftet.
Dies entspricht einem Zuwachs von 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und stellt das beste Quartalsergebnis in der Geschichte des Unternehmens dar. Das Ergebnis geht auf ein erhöhtes Angebot sowie gestiegene Fluggastzahlen im Sommerreiseverkehr zurück. Im Berichtszeitraum von Juli bis September 2026 beförderte der Carrier rund 2,9 Millionen Passagiere auf mehr als 20.000 Flügen, was einem Anstieg der Passagierzahlen um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Eine Stabilisierung des Flugbetriebs trug wesentlich zur Ertragsentwicklung bei. Durch geringere Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf sanken die Unregelmäßigkeitskosten pro Passagier um 14 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2025. Ergänzend erweiterte die Fluggesellschaft ihr Vertriebsnetz durch Kooperationen wie die Einbindung von Zugverbindungen der Deutschen Bahn ab Köln. Dennoch verlief das erste Halbjahr 2026 für Brussels Airlines aufgrund externer Faktoren defizitär. Steigende Kerosinpreise im Zuge geopolitischer Spannungen, operative Einschränkungen in Ostafrika sowie Streikaktionen von Drittanbietern in Belgien belasteten die Finanzkennzahlen der ersten sechs Monate.
Trotz der Erholung im Sommer verbleibt das Management um Finanzvorstand Nina Öwerdieck vorsichtig bei der Prognose für das vierte Quartal 2026. Zum Auftakt des Schlussquartals führten erneute Streiks externer Dienstleister zu Flugstreichungen und zusätzlichen Aufwendungen. Um dem anhaltenden Kostendruck durch hohe Kerosinpreise zu begegnen, setzt das Unternehmen Maßnahmen zur Kostenoptimierung fort. Parallel dazu plant der Mutterkonzern Investitionen in Kabinenerneuerungen, den Flotten-WLAN-Ausbau sowie die Überholung der Hauptlounge am Flughafen Brüssel.