Brussels Airlines setzt ab Januar 2026 auf eine Erweiterung des kulinarischen Angebots und integriert regional inspirierte Gerichte aus dem subsaharischen Afrika in den Bord-Service. Die Fluggesellschaft, die innerhalb der Lufthansa Group als spezialisierter Anbieter für den afrikanischen Kontinent fungiert, bedient derzeit 18 Destinationen in dieser Region.
Ziel der Maßnahme ist es, die Verbindung zum afrikanischen Markt durch authentische Geschmacksrichtungen und traditionelle Kochtechniken zu vertiefen. Die neuen Menüoptionen werden auf Langstreckenflügen von Afrika nach Brüssel angeboten und ergänzen die bestehende Auswahl an Bord.
Das Verpflegungskonzept sieht regelmäßig wechselnde Gerichte vor, die auf lokalen Zutaten basieren. In der Business Class wird zum Auftakt ein nach südafrikanischer Art geschmortes „Cape Malay Chicken“ mit Cashewnüssen, Mango und Koriander serviert. Passagiere der Economy Class erhalten unter anderem „Cod Mbongo“, ein traditionelles Fischgericht aus Kamerun. Laut Produktmanagement der Fluggesellschaft sollen diese Anpassungen dazu beitragen, den Aufenthalt an Bord individueller zu gestalten und Reisenden entweder einen letzten Geschmack ihrer Heimat oder eine kulinarische Einstimmung auf ihr Ziel zu bieten. Die Zubereitung der Speisen wurde dabei speziell auf die Bedingungen in der Kabine und die logistischen Anforderungen des Flugbetriebs abgestimmt.
Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Brussels Airlines mit dieser Strategie ihre Marktanteile auf den profitablen Afrika-Routen gegen Mitbewerber wie Air France und Ethiopian Airlines verteidigen will. Das Unternehmen investiert derzeit massiv in die Modernisierung des Kabinenprodukts und der Bodeninfrastruktur. Neben der Erneuerung des Geschirrs und optimierten Serviceabläufen ist für den Sommer 2026 die Eröffnung einer neuen Flughafen-Lounge in Brüssel geplant. Während auf Flügen ab Belgien weiterhin belgische Sterneküche im Fokus steht, bildet das neue afrikanische Menüangebot das Gegenstück für die Rückflüge aus den Zielgebieten südlich der Sahara.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Afrika-Netzwerks für Brussels Airlines ist erheblich, da ein großer Teil des Passagieraufkommens aus Transferreisenden besteht, die über das Drehkreuz Brüssel in die USA oder nach Europa weiterfliegen. Durch die stärkere regionale Ausrichtung des Bordprodukts versucht die Airline, die Kundenbindung in den Wachstumsmärkten West- und Zentralafrikas zu erhöhen. Technisch wird die Umsetzung durch Kooperationen mit lokalen Catering-Partnern an den jeweiligen afrikanischen Standorten sichergestellt, um die Frische der Zutaten und die Authentizität der Rezepturen zu gewährleisten.