Die bulgarische Nationalfluggesellschaft Bulgaria Air verstärkt für den Zeitraum des Eurovision Song Contest 2027 ihre Kapazitäten auf der Inlandsstrecke zwischen Sofia und Burgas. Vom 2. bis zum 19. Mai 2027 wird die Frequenz auf bis zu zwei tägliche Verbindungen aufgestockt.
Neben den regulären Abendflügen bietet die Fluggesellschaft im Vorfeld der Veranstaltung zusätzliche Nachmittagsverbindungen von der Hauptstadt an die Schwarzmeerküste an. Nach dem Abschluss der Veranstaltung stehen verstärkt frühe Morgenflüge von Burgas zurück nach Sofia im Flugplan.
Der angepasste Flugplan zielt darauf ab, die Anbindung an internationale Flugverbindungen über das Drehkreuz am Flughafen Sofia sicherzustellen. Fluggäste aus europäischen Quellmärkten erhalten dadurch zeitnahe Umsteigemöglichkeiten zum Austragungsort an der Schwarzmeerküste. Auf den Flügen kommen moderne Mittelstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A220-100 und A220-300 zum Einsatz, die sowohl mit einer Economy- als auch mit einer Business-Klasse ausgestattet sind. Die Zusatzflüge sind seit dem 25. August 2026 im Reservierungssystem der Airline freigeschaltet.
Die vorübergehende Ausweitung des Flugangebots unterstreicht die logistische Bedeutung der Luftverkehrsinfrastruktur bei Großveranstaltungen im Südosten Europas. Burgas verfügt zwar über einen internationalen Flughafen, der im Sommerhalbjahr stark vom internationalen Charter- und Touristikverkehr geprägt ist, außerhalb der Hauptsaison jedoch geringere Linienkapazitäten aufweist. Durch die enge Taktung der Flüge mit dem Knotenpunkt Sofia versucht Bulgaria Air, den kurzzeitig stark ansteigenden Bedarf von Delegationen, Medienvertretern und Zuschauern im Inlandsverkehr abzudecken.
Branchenbeobachter verweisen jedoch auf die operativen Herausforderungen kurzfristiger Kapazitätsverschiebungen. Der Einsatz der Airbus A220-Flotte auf der kurzen Inlandsstrecke bindet Fluggeräte, die in diesem Zeitraum auf internationalen Routen fehlen könnten. Zudem hängt die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Zusatzflüge maßgeblich davon ab, wie gleichmäßig die Passagierströme im Vorfeld und im Nachgang des Events verteilt sind, um Leerflüge bei den Hin- und Rückleistungen der Maschinen zu vermeiden.