Das Österreichische Bundesheer hat in den Sommermonaten des Jahres 2025 seine Kinderbetreuungsangebote für Bedienstete ausgebaut und gleichzeitig wichtige Infrastrukturprojekte zur Ausbildung seiner Spezialkräfte sowie zur Modernisierung der Theresianischen Militärakademie abgeschlossen. Diese Initiativen unterstreichen das Bestreben des Bundesheeres, sowohl die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern als auch seine operativen Fähigkeiten und Ausbildungsstandards zu verbessern.
Im Bereich der Kinderbetreuung bietet das Bundesheer in den Sommermonaten an 20 Standorten in sieben Bundesländern, darunter Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg und Tirol, eine Betreuung für über 765 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren an. Die Kinder sind in 32 Gruppen eingeteilt und werden von einem qualifizierten Dienstleister betreut. Dieses Angebot, das seit 2008 besteht, wurde aufgrund der stetig steigenden Nachfrage in den letzten Jahren erweitert. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte, wie notwendig dieses Angebot sei, um die Bediensteten zu entlasten und den Kindern eine gemeinsame Sommerzeit zu ermöglichen. Das Bundesheer plant, die Betreuung auch zukünftig weiter auszubauen, um eine optimale Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten.
Parallel zur Kinderbetreuung wurden zwei wesentliche Infrastrukturprojekte abgeschlossen. Am 4. Juli 2025 wurde der neue Taucherstützpunkt am Neufelder See feierlich eröffnet. Diese einzigartige Anlage in Österreich dient dem Jagdkommando zur Ausbildung seiner Kampfschwimmer und Pioniertaucher. Nach neunmonatiger Bauzeit ersetzt der 550 m² grosse Neubau einen baufälligen Altbau und bietet moderne Infrastruktur für Ausbildung und Einsatz, einschliesslich einer Bootsgarage mit direktem Seezugang und einer neuen Steganlage. Die Investition belief sich auf 2.5 Millionen Euro. Das Jagdkommando, als Spezialeinsatzkraft des Bundesheeres, agiert unter höchsten Belastungen und ist weltweit einsetzbar, was solche spezialisierten Ausbildungsstätten unerlässlich macht.
Des Weiteren wurden am selben Tage an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt zwei neue Gebäude offiziell übergeben. Die bauliche Weiterentwicklung umfasste ein neues Wohngebäude in Holzmodulbauweise sowie ein multifunktionales Wirtschaftsgebäude in Massivbauweise, wofür das Bundesheer insgesamt 45.6 Millionen Euro investierte. Das Wohngebäude bietet Platz für 220 Personen in 103 Doppel- und 12 Einzelmodulen sowie zwei barrierefreien Modulen, mit Baukosten von rund 29.5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsgebäude, ausgelegt für die Versorgung von über 600 Personen, beherbergt eine zentrale Verpflegungseinrichtung, das Bekleidungs- und Ausrüstungsmagazin sowie mehrere Fachwerkstätten. Die Baukosten hierfür betrugen rund 16.1 Millionen Euro. Beide Projekte, deren Planung 2021 begann und deren Bau im Juni 2023 startete, sollen die Infrastruktur des Bundesheeres zukunftsorientiert erweitern und den steigenden Anforderungen an Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Versorgung gerecht werden.