Die Systemgastronomiekette Burger King Österreich erweitert zum 1. September 2026 ihr Angebot an fleischlosen Produktvarianten um den sogenannten Plant-based Crispy Chicken. Die pflanzliche Alternative zum traditionellen Hühnerfleisch-Burger basiert auf Eiweißstrukturen von Soja und Weizen.
Um Verwechslungen im Zubereitungsprozess sowie bei der Ausgabe an die Kundschaft zu vermeiden, weist das pflanzliche Patty eine Panade mit eingearbeiteten Kürbiskernstücken auf. Das Unternehmen reagiert damit auf die veränderten Konsumgewohnheiten im Fast-Food-Segment und baut das Angebot an Produktalternativen auf der Speisekarte weiter aus.
Für die Rohwarenversorgung und Produktentwicklung arbeitet der Lizenznehmer in Österreich weiterhin mit dem Zulieferer The Vegetarian Butcher zusammen. Der Tochterkonzern des Unilever-Konzerns fungiert bereits seit mehreren Jahren als primärer Partner für die fleischlosen Menükomponenten der Gastronomiekette in Europa. Nach Unternehmensangaben des Geschäftsführers Georg Eder zielt die Einführung darauf ab, bestehende Markenprodukte in fleischloser Form anzubieten, um neue Käuferschichten im Bereich der flexitarischen Ernährung anzusprechen und das Sortiment schrittweise anzupassen.
Die Entscheidung fügt sich in die branchenweite Ausrichtung großer Systemgastronomiekonzerne ein, die Produktpalette im Bereich pflanzlicher Proteine kontinuierlich zu vergrößern. Wettbewerber im Fast-Food-Sektor setzen ebenfalls verstärkt auf fleischfreie Menüoptionen, um der stagnierenden Nachfrage bei konventionellen Fleischprodukten entgegenzuwirken. Die Integration pflanzlicher Alternativen in bestehende Küchenabläufe erfordert jedoch strikte Trennvorgaben bei der Fritteusennutzung und Lagerhaltung, um eine Vermischung mit tierischen Fettkomponenten im laufenden Filialbetrieb auszuschließen.
Kritische Branchenbeobachter verweisen auf die betriebswirtschaftlichen und kalkulatorischen Herausforderungen dieser Sortimentserweiterungen. Die Beschaffungskosten für verarbeitete Pflanzenproteine liegen im Großhandel oft oberhalb der Einkaufspreise für konventionelles Geflügelfleisch, was die Margen der einzelnen Filialen belasten kann. Zudem bleibt abzuwarten, ob die Nachfrage nach fleischlosen Hühnerfleisch-Alternativen im österreichischen Markt dauerhaft hoch genug ausfällt, um die zusätzlichen Logistik- und Bevorratungskosten in den Systemgastronomie-Betrieben langfristig zu rechtfertigen.