Campingplatz (Foto: Campingpark Kühlungsborn).
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Campingbranche verzeichnet Höchststand bei Übernachtungszahlen im Sommer 2026

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Das Buchungs- und Informationsportal camping.info hat die Auswertung der Übernachtungszahlen auf deutschen Campingplätzen für die Sommermonate Juli und August 2026 vorgelegt.

Nach Angaben des Unternehmens wurden in den beiden Kernferienmonaten rund 19,5 Millionen Übernachtungen registriert. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,86 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Entwicklung verdeutlicht die anhaltend hohe Auslastung von Wohnmobil- und Wohnwagenstellplätzen sowie Zeltarealen im gesamten Bundesgebiet.

Der Zuwachs stützt sich sowohl auf die inländische als auch auf die internationale Nachfrage. Binnennachfragende machten mit etwa 16,8 Millionen Übernachtungen den Hauptanteil des Aufkommens aus, was einem Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zu Juli und August 2025 entspricht. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste stieg um 5,5 Prozent auf rund 2,7 Millionen. Die stärksten Herkunftsmärkte bildeten dabei Reisende aus den Niederlanden mit 1,36 Millionen, der Schweiz mit etwa 294.000 sowie Belgien mit rund 168.000 Übernachtungen.

Auf regionaler Ebene zeigt das Gesamtergebnis deutliche Disparitäten. Das Saarland verzeichnete einen Anstieg der Nächtigungen um 16,35 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 15,14 Prozent. Ebenso wiesen Bayern (+8,65 Prozent), Sachsen (+7,20 Prozent) und Hessen (+6,13 Prozent) überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Demgegenüber meldeten städtisch geprägte Regionen sowie etablierte Küstenstandorte Rückgänge: Berlin verzeichnete ein Minus von 13,78 Prozent, Hamburg einen Rückgang von 5,41 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern ein leichtes Minus von 0,80 Prozent.

Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Verschiebung der Präferenzen hin zu Binnendestinationen und ländlicheren Gebieten die Auslastung regionaler Infrastrukturen verändert. Während Betreiber durch Vorab-Onlinebuchungen und flexible Tarifmodelle versuchen, Spitzenzeiten abzufedern, führt der steigende Anteil an Kurzzeitaufenthalten zu einem höheren administrativen Betreuungsaufwand im Platzmanagement.

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