Die malaysische Holdinggesellschaft Capital A Berhad, Muttergesellschaft der bekannten Billigfluglinie AirAsia, hat angekündigt, eine Kapitalherabsetzung in Höhe von bis zu 6 Milliarden Ringgit (etwa 1,36 Milliarden US-Dollar) vorzunehmen.
Dieser Schritt soll dazu dienen, angesammelte Verluste auszugleichen und die Bilanz des Unternehmens zu stärken. Die Aktionäre sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 7. Mai 2025 über diesen Vorschlag abstimmen. Nach Zustimmung der Aktionäre wird Capital A den Antrag auf Kapitalherabsetzung beim Obersten Gerichtshof Malaysias einreichen, mit dem Ziel, den Prozess bis Juni abzuschließen.
Capital A wurde im Januar 2022 von der malaysischen Börse unter den sogenannten Practice Note 17 (PN17)-Status gestellt, der Unternehmen betrifft, die als finanziell angeschlagen gelten. Dieser Status wurde aufgrund erheblicher Verluste während der COVID-19-Pandemie und eines Rückgangs des Eigenkapitals unter 50 % des gezeichneten Kapitals verhängt. Im Jahr 2024 meldete Capital A einen Verlust von 475,1 Millionen Ringgit, hauptsächlich bedingt durch Wechselkursverluste in Höhe von 1,4 Milliarden Ringgit im Luftfahrtgeschäft.
Regulierungsplan zur finanziellen Stabilisierung
Der vorgeschlagene Regulierungsplan von Capital A umfasst neben der Kapitalherabsetzung auch den Verkauf des Luftfahrtgeschäfts an die Langstrecken-Tochtergesellschaft AirAsia X Berhad. Diese Maßnahme wurde bereits von den Aktionären genehmigt.
Durch die Veräußerung des Luftfahrtsegments beabsichtigt Capital A, sich auf nicht-luftfahrtbezogene Geschäftsbereiche zu konzentrieren, darunter digitale Dienstleistungen und Logistik. Die Kapitalherabsetzung soll dazu beitragen, die angesammelten Verluste auszugleichen und das Eigenkapital zu stärken, wodurch das Unternehmen aus dem PN17-Status entlassen werden kann.
Zukünftige Ausrichtung und Geschäftsbereiche
Nach der Restrukturierung plant Capital A, sich auf sechs Kernbereiche zu konzentrieren: Asia Digital Engineering (ADE), Teleport (Logistik), AirAsia MOVE (digitale Plattform), Santan (Gastronomie), BigPay (Fintech) und Abc. International (Markenmanagement). Diese Diversifizierung soll das Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber Marktschwankungen machen und neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen.
Capital A strebt an, den PN17-Status bis Mai 2025 zu verlassen, vorausgesetzt, die Aktionäre und das Gericht genehmigen den Regulierungsplan. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Plans würde dem Unternehmen ermöglichen, wieder Zugang zu Kapitalmärkten zu erhalten und seine langfristige Wachstumsstrategie fortzusetzen. CEO Tony Fernandes äußerte sich optimistisch über die Zukunft des Unternehmens und betonte die Bedeutung der Restrukturierung für die finanzielle Gesundheit von Capital A.