Militär

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Deutschland verkauft Airbus A340-300 gegen Höchstgebot

Die Bundesrepublik Deutschland stellt den Airbus A340-300 mit der militärischen Registrierung 16+01 gegen Höchstgebot zum Verkauf. Ab Jänner 2024 wird diese Maschine, die es zuletzt im Sommer 2023 in die Schlagzeilen geschafft hatte, über die Vebeg versteigert. Das Flugzeug wurde im Jahr 1999 gebaut und war zunächst bei Lufthansa im Liniendienst. Bis zum Verkauf an den Staat war es als D-AIGR registriert. Bei der Flugbereitschaft wurde dieser Airbus A340 im März 2011 offiziell in Dienst gestellt. Seither wurde der Vierstrahler hauptsächlich als Reisemittel hochrangiger Regierungsmitglieder der Bundesrepublik Deutschland genutzt. Im Sommer 2023 hatte Außenministerin Baerbock (Grüne) gleich doppelt Probleme mit dieser Maschine, denn sie strandete in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Kurz darauf wurde beschlossen, dass sowohl die 16+01 als auch die weitgehend baugleiche 16+02 nicht mehr für Regierungsflüge verwendet werden sollen. Nach der aus deutscher Sicht blamablen Pannenserie wurde es ruhig um die beiden Airbus A3450-300. Im September 2023 wurde dann die 16+02 in die Vereinigten Staaten von Amerika verkauft und nun versteigert man in Kürze die 16+01. Laut Mitteilung der Vebeg, einer staatseigenen Verwertungsgesellschaft, wird man ab Mitte Jänner 2024 Interessensbekundungen von Käufern entgegennehmen. Der Verkauf gegen Höchstgebot erfolgt eigenen Angaben nach „im Auftrag der Bundeswehr“.

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Downwash: Bundesheer-Helikopter entfernt Schnee von Stromleitungen

Das österreichische Bundesheer war am Sonntag, den 3. Dezember 2023 in der Obersteiermark im „Schneeräumeinsatz“. Dazu wurde führte ein Hubschrauber des Typs AB212 ein so genanntes „Downwash“-Mänöver durch. Es ist ein Flugmanöver, bei dem, durch den sehr niedrigen Überflug, durch die vom Rotor erzeugten Abwinde die Vegetation von Niederschlag befreit wird.  Auf Grund des Einsatzortes, wurden ebenfalls die Betriebsdienste am Fliegerhorst FIALA FERNBRUGG in Aigen im Ennstal zur Unterstützung des Einsatzes durch Betankung und Flugsicherung in den Dienst gestellt. Eine weitere AB212 wurde für eventuelle weitere Anforderungen alarmiert. „Wir zeigen hier als Bundesheer wieder unsere permanente Einsatzbereitschaft. Nicht nur die bereitgehaltenen Lawineneinsatzzüge, sondern auch unsere Hubschrauber sind in kurzfristigster Bereitschaft, um dort zu helfen, wo andere nicht mehr können. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse, sind wir froh, auch unsere Hubschrauberflotte modernisieren bzw. durch die neuen, in Zulauf befindlichen Leonardo AW169, ergänzen zu können“, so Verteidigungsministerin Tanner zum ausgelösten Assistenzeinsatz.

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Hawaii: U-Boot-Aufklärer „landet“ unfreiwillig im Meer

Vermutlich unfreiwillig hat die Cockpitcrew einer P-8A Poseidon der U.S.-Navy ihren Auftrag als U-Boot-Aufklärer “wortwörtlich” genommen. Bei der Landung auf einem Militärflughafen auf Hawaii schoss das militärische Fluggerät über das Pistenende hinaus und kam erst im Meer zum Stillstand. Offiziellen Angaben nach sollen zum Zeitpunkt der Landung schlechte Sichtbedingungen in der Kaneohe Bay geherrscht haben. Dazu kommt, dass lokale Medien von enorm starkem Regen berichten. Am Montagnachmittag könnte dies aber der Crew besagter Poseidon zum Verhängnis geworden sein, denn aus noch ungeklärter Ursache rutschte das Militärflugzeug über die Piste hinaus und steht seither im Meer herum. Die P-8A ist ein Aufklärungsflugzeug, das darauf spezialisiert ist mit modernster Technik U-Boote im Meer aufzuspüren. Es basiert auf der zivilen Boeing 737-800. Die verunfallte Maschine gehört zum Navy Patrol Squadron Four und war auf dem Weg von Washington zur Militärbasis Oahu. Die Landung scheint wegen einer Kombination aus starkem Regen – und daraus resultierender rutschiger Piste – und schlechter Sicht nicht gerade erfolgreich gewesen zu sein.

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Österreichisches Bundesheer trainiert wieder Überschall-Flüge

Das österreichische Bundesheer führt im Zeitraum von 6. bis 17. November 2023 wieder Überschalltrainings mit Kampfjets über dem Staatsgebiet durch. Pro Tag sind je zwei Trainings, die in der Zeitspanne zwischen 8 Uhr 00 und 16 Uhr 00 geplant sind, vorgesehen. Das Fliegen mit Überschall ist ein unverzichtbarer Teil des Trainings und der Ausbildung der Piloten. Es ist für eine funktionierende österreichische Luftraumüberwachung unumgänglich. Auch im Überschallbereich hat ein sicherer Flugbetrieb und die Flugsicherheit höchste Priorität. Die Piloten trainieren unter realen körperlichen Belastungen, welche im Simulator nicht dargestellt werden können. Die enge und äußerst zeitkritische Koordinierung zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren und der militärische sowie zivilen Flugsicherung ist einer der wichtigsten Inhalte des Trainings. Geflogen wird beinahe über dem gesamten Bundesgebiet mit Ausnahme von Ballungsräumen sowie den Bundesländern Tirol und Vorarlberg. Die Fluggebiete werden in Zusammenarbeit mit der zivilen Flugsicherung festgelegt. Um den Geräuschpegel möglichst gering zu halten, wird in großen Höhen geflogen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP): „Dieses Training ist für unsere Luftstreitkräfte unverzichtbar. Die sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa aber auch in Israel führen uns täglich vor Augen, wie fragil doch der Friede sein kann. Umso wichtiger ist es, in der Lage zu sein, seine Heimat zu schützen. Die Wahrung der Lufthoheit ist dabei für einen souveränen Staat von zentraler Bedeutung. Das muss laufend geübt werden und dies auch im Überschallbereich.“ Die Überschallgeschwindigkeit beginnt bei ca. 1.200 km/h. Nähert sich ein Eurofighter dieser Geschwindigkeit, kommt es zu Stoßwellen am Flugzeug. Diese Stoßwellen können am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Die (Laut-) Stärke

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Kasachstan versteigert 117 Kampfjets aus Sowjetzeiten

Einige Staaten, deren Streitkräfte militärisches Fluggerät, das aus Sowjetzeiten stammt, betrieben haben, haben diese als Spende an die Ukraine übergeben. Kasachstan geht einen anderen Weg, denn man bietet im Rahmen einer Versteigerung ausgemusterte Kampfjets quasi auf dem freien Markt an. Das Staatsunternehmen Kazspetsexport wurde mit der Durchführung einer Auktion, in der insgesamt 117 militärische Maschinen der Typen MiG-27, MiG-29, MiG-31 und Su-24 erhältlich sind, beauftragt. Laut Unterlagen wurden diese in den Jahren 1975 bis 1989 gefertigt. Der Startpreis wurde mit umgerechnet 3,85 Millionen U.S.-Dollar festgelegt. Die Dokumente erklären auch den vergleichsweise niedrigen Preis, denn es geht klar und deutlich hervor, dass die meisten Maschinen in einem so schlechten Zustand sind, dass diese nicht einmal mehr als Ersatzteilspender geeignet sind. Zahlreiche Kampfjets waren über viele Jahre ohne technische Betreuung unter freiem Himmel abgestellt und verrotteten vor sich hin. Auch wurde das eine oder andere „Souvenir“ entnommen. Dem Vernehmen nach sollen lediglich einige MiG-31 in einigermaßen gutem Zustand sein, denn diese waren noch bis April 2020 im Einsatz. Es handelt sich um die letzte Serie, die vor dem Zusammenbruch der UdSSR hergestellt wurde. Die anderen Jets, die im Rahmen der Auktion erhältlich sind, sollen schon wesentlich länger außer Dienst sein. Ein für den 26. Oktober 2023 geplanter Auktionstermin wurde ohne Angabe näherer Gründe kurzfristig abgesagt. Nun soll die Versteigerung am 11. November 2023 über die Bühne gehen, aber es gibt eine entscheidende Änderung: Das Mindestgebot wurde gegenüber dem ersten Termin halbiert. Dies ist ein Indiz dafür, dass es für den 26. Oktober

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Österreichisches Bundesheer verlängert Auslandseinsätze

Am 26. Oktober 2023 beschloss der österreichische Ministerrat die weitere Verlängerung der Auslandseinsätze des Bundesheeres. Etwa 770 Soldaten und 30 Soldatinnen sorgen derzeit in 16 Auslandsmissionen für Stabilität und Sicherheit in Krisenregionen Europas und Afrikas, im Nahen Osten und in der Kaukasusregion. Darüber hinaus hält das Bundesheer in Österreich Verstärkungskräfte für internationale Aufgaben bereit. „Österreich bekennt sich dazu, aktiv an der Bewältigung von Krisen und zur Sicherung des Friedens an internationalen Friedenseinsätzen teilzunehmen, um den neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Die Bewältigung aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen kann nur durch internationale Zusammenarbeit im europäischen Verbund erfolgen. Dies bedeutet, dass neben der Hauptaufgabe, der militärischen Landesverteidigung, auch die Teilnahme an internationalen Friedenseinsätzen eine bedeutende Priorität für das Bundesheer darstellt. Österreichs Soldatinnen und Soldaten haben sich dazu immer als verlässliche Partner erwiesen. Ich freue mich, dass wir als Regierung diesen Weg weiter konsequent beschreiten“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Die Auslandseinsätze des Bundesheeres Seit 1960 waren über 100.000 Frauen und Männer in über 100 verschiedenen Einsätzen im Ausland: unter der Obhut der UNO, zunehmend auch der EU, der NATO, der OSZE oder anderer Organisationen. So versehen Soldatinnen und Soldaten beispielsweise in den drei großen Auslandsmissionen Österreichs unter Leitung der Europäischen Union in Bosnien und Herzegowina, unter NATO-Führung in der Kosovo-Mission und in der Blauhelm-Mission der UNO im Libanon ihren Auslandseinsatzdienst. Mit Beginn der 1990er-Jahre gehören die Auslandseinsätze – nach der militärischen Landesverteidigung – zu den Hauptaufgaben des Bundesheeres. Diese hohe Bedeutung der Auslandseinsätze hat in vielen Bereichen Auswirkungen auf die militärische Organisation

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F-35A: Rumänien vor teuerstem militärischem Einkauf aller Zeiten

Das EU-Mitglied Rumänien steht vor der bisher teuersten militärischen Bestellung des Landes, denn der Verteidigungsausschuss des Parlaments hat grünes Licht für den Ankauf von 32 Lockheed Martin F-35A gegeben. Die Regierung lässt sich das Vorhaben etwa 6,5 Milliarden U.S.-Dollar kosten, berichtet die lokale Nachrichtenseite G4Media unter Berufung auf parlamentarische Dokumente. Die Übernahme der Kampfjets soll in zwei Phasen erfolgen: Zunächst sollen 16 Exemplare angeschafft werden. Diese dienen als Ersatz für die zur Ausflottung bestimmten F-16. In einer zweiten Phase sollen abermals 16 Stück übernommen werden. Seit 2016 hat Rumänien zahlreiche gebrauchte F-16 übernommen. Diese stammen beispielsweise aus Portugal und Norwegen und haben in die Jahre gekommene MiG-21 ersetzt. Dieser Prozess wurde am 15. Mai 2023 offiziell abgeschlossen. Mittelfristig will man die Gebrauchtflugzeuge durch neue Kampfjets des Typs F-35A ersetzen. In den budgetierten Anschaffungskosten in der Höhe von 6,5 Milliarden U.S.-Dollar sind auch Simulatoren, Munition und anfänglicher technischer Support durch den Hersteller enthalten. Nachdem die geplante Order schon verschiedene gesetzlich vorgesehene Ausschüsse positiv durchlaufen hat, ist damit zu rechnen, dass in Kürze der Kaufvertrag mit Lockheed Martin unterschrieben wird.

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Tschechien will zwei Embraer C-390 kaufen

Die Tschechische Republik beabsichtigt zumindest zwei Embraer C-390 Millennium für die Luftstreitkräfte anzuschaffen. Dazu ist man mit dem brasilianischen Hersteller in Kaufverhandlungen getreten. Laut Mitteilung habe man den Markt umfassend analysiert. Dabei habe sich herausgestellt, dass das Modell von Embraer für die Bedürfnisse der Tschechischen Republik optimal geeignet sein soll. Derzeit ist vorgesehen, dass zwei Exemplare angeschafft werden sollen. Damit will man die Lufttransportkapazitäten im militärischen Bereich signifikant verbessern.

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Nächste Airpower findet im September 2024 statt

Am 06. und 7. September 2024 veranstaltet das Österreichische Bundesheer gemeinsam mit den Partnern Land Steiermark und Red Bull am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg die Airpower24. Die Airpower24 wird aus einer militärischen Leistungsschau am Boden, sowie Vorführungen der österreichischen Luftstreitkräfte und internationaler militärischer Kunstflugstaffeln sowie der Flying Bulls und Teilnehmer aus dem Bereich der Zivilluftfahrt, einer statischen Schau ziviler Aussteller aus den Bereichen der Luftfahrtindustrie, Forschung und Lehre sowie einer umfangreichen Rahmenveranstaltung am Flugplatzgelände inklusive dem Militärluftfahrtmuseum bestehen. Die Teilnahme an der Airpower24 ist für die Besucherinnen und Besucher kostenlos. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit den Partnern Red Bull und Land Steiermark gerade in wirtschaftlich schwieriger werdenden Zeiten mit der Airpower24 in der Region auch wieder einen wichtigen Impuls geben werden“, erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner anlässlich einer Pressekonferenz mit den Partnern der Airpower24 in Zeltweg. „Die Besucherinnen und Besucher der Airpower24 werden sich aus erster Hand einen Eindruck verschaffen können, was unsere Luftstreitkräfte zu leisten im Stande sind. Und was wir auch in den nächsten Jahren an neuen Luftfahrzeugen bekommen werden“, präsentierte Tanner erste Fixpunkte im Programm zur Airpower24. So werden etwa auch ein Displaybeitrag des Transportflugzeugtyps C-390, Flugdemonstrationen möglicher Nachfolger der Saab 105, die aktuell ebenfalls vom Österreichischen Bundesheer im Zuge des Aufbauplanes 2032 beschafft werden, sowie erstmals auch der neue Mehrzweckhubschrauber AW-169 „LION“ in einem Flying Display zu sehen sein.  „Die Steiermark steht mit der Airpower24, Europas größter Flugshow, im Jahr 2024 wieder im internationalen Rampenlicht. Das stärkt die Bekanntheit unseres Bundeslandes und insbesondere des Murtals

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AB212-Unfall: Flugretter hat Krankenhaus verlassen

Am 19. Oktober 2023 hat kurz vor 20:00 Uhr ein Agusta Bell 212-Hubschrauber des Bundesheeres bei Pramet/Feitzing in Oberösterreich am Boden zu brennen begonnen. Die sechs Insassen, davon zwei Piloten (44 und 28 Jahre, beide aus Linz-Land), ein Techniker (35 Jahre, aus Linz) und drei Flugretter (54, 50 und 41 Jahre, aus St. Veit an der Glan, Klagenfurt-Land und Klagenfurt), konnten den Hubschrauber rechtzeitig verlassen. Sie wurden ins Spital gebracht. Fünf konnten das Krankenhaus bereits gestern wieder verlassen. Der Flugretter, welcher zur Beobachtung im Spital verblieb, konnte heute ebenfalls das Spital verlassen und befindet sich am Weg der Besserung. Allen beteiligten Soldaten wurde psychologische Unterstützung angeboten. Die Flugunfallkommission befindet sich derzeit vor Ort und untersucht den Vorfall. Sie erstellt innerhalb der nächsten Wochen einen Zwischenbericht. Der Endbericht wird innerhalb von 12 Monaten vorgelegt werden. Aufgabe der Flugunfallkommission ist, zukünftige Flugunfälle bzw. Flugvorfälle zu vermeiden und nicht die Klärung der Verantwortlichkeiten im gegenständlichen Fall. Eine Flugunfallkommission gibt keine Bewertungen, sondern Empfehlungen ab. Der Abtransport der verunglückten Maschine wird derzeit organisiert, es bedarf jedoch der Freigabe der Flugunfallkommission. Da die Absturzstelle in der Nähe eines Brunnen- und Wasserschutzgebietes liegt, könnte durch die Verunreinigung des Bodens ein Abgraben des betroffenen Bereichs von Nöten sein. Dies wird noch mit der zuständigen Behörde geklärt. Der betroffene Hubschrauber hatte vor dem Nachtflug eine Betriebszeit von 6.277 Flugstunden. Die letzte Wartung auf dieser Maschine erfolgte im Zeitraum von 4. bis 10. Oktober 2023. Das “Midlife-Update” (MLU) wurde auf dieser Maschine vom April 2015 bis April 2016 durchgeführt,

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