Militär

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Bundesheer führt notfallmedizinische Evakuierung mit C-130 „Hercules“ durch

Um 18:00 Uhr hob am Samstag, den 19. Februar, eine C-130 „Hercules“ des Bundesheeres in Linz-Hörsching mit Ziel Flughafen Pristina im Kosovo ab. Mit an Bord war ein intensivmedizinisches Notfallteam. Der Grund: Ein schwer an Covid-19 erkrankter Soldat musste dringend zur weiteren Behandlung nach Österreich ausgeflogen werden. Der Einbau eines speziellen Containers in die „Hercules“ ermöglicht einen Transport, um den Patienten auch in der Luft intensivmedizinisch betreuen zu können. Die „Hercules“ ist knapp vor Mitternacht wieder in Linz Hörsching gelandet. Der Patient wurde der Rettung übergeben und befindet sich zur weiteren Behandlung in einem Linzer Spital. „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir in der Lage sind, Personen die im Auslandseinsatz nicht ausreichend medizinisch versorgt werden können, unverzüglich nach Österreich heim zu holen. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen an der Evakuierungsaktion beteiligten Personen für ihren Einsatz. Dem erkrankten Soldaten wünsche ich eine baldige Genesung“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Zum Transport von infektiösen Patienten verfügt das Bundesheer auch über sogenannte „Mobile Quarantine Bags“. Das sind unter Unterdruck stehende Transportbehälter, die es erlauben, Patienten isoliert unter Aufrechterhaltung der intensivmedizinischen Betreuung im Flugzeug zu transportieren.

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U.S. Air Force verlegt B-52-Bomber nach Fairford

Die U.S. Air Force hat am Donnerstag vier B-52 Stratofortress des 5. Bombergeschwaders von der Minot Air Force Base nach Fairford im Vereinigten Königreich verlegt. Diese sollen an einer schon länger geplanten Bomber Task Force-Mission teilnehmen. Laut Erklärung der U.S. Air Force handelt es sich um ein gemeinsames Manöver der US European Command und des US Strategic Command. Diese Art Übungen führt man eigenen Angaben nach regelmäßig durch.  Auf dem Weg zur RAF Fairford werden US-Bomberflugzeuge in britische Typhoon-Flugzeuge und portugiesische F-16-Flugzeuge integriert, die derzeit der isländischen Air Policing-Mission der NATO zugeteilt sind. Bomberflugzeuge wurden auch in British Joint Terminal Attack Controllers (JTAC) integriert, um bilaterale Close Air Support-Schulungen durchzuführen. Die Mission konzentrierte sich auf die Verbesserung der Bereitschaft und Interoperabilität für die Lotsen, die für die Koordinierung von Luftangriffen zur Unterstützung der Bodentruppen verantwortlich sind. „Angesichts eines sich ständig verändernden globalen Sicherheitsumfelds ist es entscheidend, dass unsere Bemühungen mit unseren Verbündeten und Partnern vereint sind“, sagte General Jeff Harrigian, Kommandeur der USAFE-AFAFRICA. „Wir trainieren und kooperieren in Europa gemeinsam, denn durch konsequente Integration stärken wir unsere gemeinsame Luftmacht.“ Durch diese Rotation werden die Bomber von RAF Fairford aus operieren, um sich weiterhin mit unseren Partnern und Verbündeten zu integrieren. Derartige Rotationen werden seit dem Jahr 2018 in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

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USA: Lockheed Martin und Airbus wollen Tanker-Auftrag an Land ziehen

Die Flugzeugbauer Lockheed Martin und Airbus buhlen gemeinsam um einen Großauftrag seitens der U.S.-amerikanischen Streitkräfte. Man will mit dem A330MRTT-Tankflugzeug den Konkurrenten Boeing übertrumpfen. Die U.S. Air Force wird bis 2029 einige in die Jahre gekommene Tanker außer Dienst stellen. Für diese benötigt man Ersatz. Boeing ist mit der KC-46A in Stellung. Lockheed Martin und Airbus haben das Konsortium LMXT ins Leben gerufen und wollen mit einem Konkurrenzmodell, das eine besondere Ausführung des A330MRTT ist, punkten. Dieses soll in den Vereinigten Staaten von Amerika gebaut werden. Dadurch erwartet man sich bessere Chancen, um den Auftrag an Land ziehen zu können. Bei der letzten Ausschreibung, die rund zehn Jahre zurückliegt, ging Boeing mit der KC-46A als Sieger hervor. Airbus hatte damals mit Northrop Grumman einen anderen Partner. Die Kooperation mit Lockheed Martin, einem der größten Lieferanten der U.S.-amerikanischen Streitkräfte, mischt aber die Karten gänzlich neu. Laut U.S.-amerikanischen Medienberichten geht es um bis zu 160 Tanker, die geliefert werden könnten. Sowohl für Airbus/Lockheed Martin als auch für Boeing würde der Zuschlag Einnahmen von mehreren Milliarden U.S.-Dollar bedeuten. Laut Lockheed Martin ist vorgesehen, dass die „Grundlage“ in Form des A330 im Airbus-Werk Mobile gefertigt werden sollen. Anschließend geht es zu Lockheed Martin in Marietta, wo dann der Umbau in das Militärflugzeug LMXT (A330 MRTT) erfolgen soll. Diese Vorgehensweise soll, so Lockheed Martin-Geschäftsführer James Taiclet, sicherstellen, dass es sich um ein U.S.-amerikanisches Produkt handelt. In der Vergangenheit spielte der Produktionsort bei der Vergabe des Zuschlags eine durchaus große Rolle. Dem Vernehmen nach zog Airbus

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Bundesheer mit Hubschraubern im Lawinen-Einsatz

Das österreichische Bundesheer ist seit Donnerstag in den Alpen im Lawinen-Assistenzeinsatz. Dabei kommen auch Hubschrauber der Typen Agusta Bell 212 und Alouette III zum Einsatz. Weiters werden auch Erkundungs- und Transportflüge durchgeführt. Die Lawinensprengung in der Steiermark erfolgte durch die dreiköpfige Besatzung (Pilot, Bordtechniker und Lawinensprengbefugter), welche nach einer Prüfung der sogenannten Lawinenstriche einen Sprengpunkt angeflogen haben. Die Sprengung erfolgte mit Industriesprengstoff, der in Paketen zu je ca. fünf Kilogramm vom Hubschrauber aus abgeworfen wird. Der Explosionsdruck löst dann gezielt potenzielle Lawinen aus. Während der Sprengungen ist der Liftbetrieb aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Seit gestern sind am Hubschrauberstützpunkt in Vomp und in der Walgau-Kaserne jeweils ein Transporthubschrauber des Typs Agusta Bell 212 bis heute stationiert. Über das Wochenende stehen auf Alamierungsbasis nach Assistenzanforderung der Länder Tirol und Vorarlberg Luftfahrzeuge bereit. Während des Winters stehen drei Hubschrauber inklusive Besatzung, eine „Alouette“ III, ein S-70 „Black Hawk“ und ein Agusta Bell 212 auf Anforderung zur Verfügung. Diese unterstützen beim Transport der eingesetzten Kräfte in unwegsames Gelände, bei der Bergung von Personen oder Transport von notwendigen Gütern sowie bei der Erkundung von lawinengefährdeten Hängen. Bis Anfang April 2022 steht das Bundesheer für den Kampf gegen die Schneemassen bereit.  „Wie wichtig die militärische Unterstützung nicht nur zu Lande, sondern auch in der Luft ist, zeigt die momentane angespannte Lawinensituation in Österreich. Für Naturkatastrophen braucht es unter anderem die Hilfe unseres Bundesheeres. Unsere Soldatinnen und Soldaten kommen dann zum Einsatz, wenn zivile Hilfskräfte alleine nicht mehr ausreichen. Das Militär unterstützt dabei einen Ernstfall durch beispielsweise einen

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Deutsche Luftwaffe mit zwei A400M in Salzburg

Mit gleich zwei Airbus A400M war die deutsche Bundeswehr am Mittwoch auf dem österreichischen Flughafen Salzburg zu Gast. Sonderlich oft kommt es nicht vor, dass die Luftwaffe mit gleich zwei dieser Transportflugzeuge in die Alpenrepublik kommt. Die beiden A400M gehören dem Fliegerhorst Wunstorf an und wurden von diesem aus nach Salzburg eingeflogen. Dort stiegen zahlreiche Soldaten, die im Gebiet Berchtesgaden tätig waren, zu. Anschließend wurden flogen die beiden Turbopropflugzeuge in Richtung Skandinavien. Der Flughafen Salzburg bestätigte, dass die deutsche Bundeswehr einen Truppentransport durchgeführt hat. Aufgrund der Nähe habe man den österreichischen Airport genutzt. Auch die Bundeswehr bestätigte auf Anfrage, dass es sich Soldaten, die zuvor in Bayern waren, befördert wurden.

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Deutschland: Flugbereitschaft flog innerdeutsch zu 80 Prozent leer

Die Flugzeuge der deutschen Bundesregierung haben seit November 2020 allein auf der Strecke zwischen Köln/Bonn und Berlin 431 Flüge absolviert. Davon handelte es sich in 80 Prozent der Fälle um Positionierungsflüge, also ohne Passagiere an Bord. Aus einer parlamentarischen Anfrage der Linkspartei an das Verteidigungsministerium geht hervor, dass von den 431 Flugbewegungen stolze 336 Stück reine Ferryflüge waren. Weiters ist zu lesen, dass man diese nach Möglichkeit zu Ausbildungszwecken genutzt habe, jedoch vertieft man diese Aussage nicht weiter. In Deutschland stehen Kurzstreckenflüge immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Mitten in der Coronakrise wurde die Luftverkehrssteuer geändert, so dass innerdeutsche und europäische Kurzstreckenflüge stärker besteuert werden. Nicht zuletzt aufgrund politischem Druck stellte Lufthansa die Strecke Nürnberg-München auf eine Busverbindung um. Hintergrund der vielen Bewegungen der Flugbereitschaft der Bundeswehr auf der Strecke Köln/Bonn-Berlin ist, dass Deutschland sowohl in Berlin als auch in Bonn Ministerien unterhält. Für normale Mitarbeiter gibt es den so genannten „Beamtenshuttle“. Früher wurde dieser offiziell ausgeschrieben, jedoch greift man mittlerweile auf das normale Linienangebot zurück. Für die Airlines sind die vielen Reisen von Beamten zwischen den beiden Regierungssitzen eine beachtliche Einnahmequelle.

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Bundesheer mit kleiner Leistungsschau beim Nachtslalom

Das österreichische Bundesheer setzte am Dienstag anlässlich des in Schladming durchgeführten Nachtslaloms zwei Eurofighter-Kampfjets ein. Diese sollten einen Vorgeschmack auf die für Herbst 2022 geplante Airpower geben. Eröffnet wurde diese Darbietung mit einem Fahnenflug einer Alouette-III mit der steirischen Landesfahne. „Die Airpower22 ist bewusst als eine Veranstaltung für die ganze Familie konzipiert. Mit dem Einsatz von Experten im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz wird zudem bereits heute bei der Planung besonders auf alle Aspekte der Nachhaltigkeit geachtet und Maßnahmen werden umgesetzt. Die Airpower22 wird einmal mehr an den beiden Veranstaltungstagen zehntausende Menschen begeistern und eine enorme Wertschöpfung für die Region Murtal und die Steiermark leisten!“, erklärt dazu Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Die Flugschau wird aus einer militärischen Leistungsschau am Boden, sowie Vorführungen der österreichischen Luftstreitkräfte, der Flying Bulls und internationaler militärischer Kunstflugstaffeln und Teilnehmern aus dem Bereich der Zivilluftfahrt, einer Ausstellung aus den Bereichen der Luftfahrtindustrie, Forschung und Lehre sowie einer umfangreichen Rahmenveranstaltung am Flugplatzgelände inklusive dem Militärluftfahrtmuseum bestehen. Die Flugschau ist gleichzeitig eine Leistungsschau von rund 200 Zivil- und Militärluftfahrzeugen aus rund 20 Nationen und soll vor allem dem jungen Publikum die Karrieremöglichkeiten bei den Österreichischen Luftstreitkräften näherbringen. Die Teilnahme an der Airpower22 ist für die Besucherinnen und Besucher kostenlos.

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Bundesheer flottet neue Notarztwägen ein

Das österreichische Bundesheer hat am Donnerstag von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) 20 neue Rettungsfahrzeuge des Typs Volkswagen Crafter 4Motion übergeben bekommen. Es handelt sich um „handelsüblich ausgestattete Notarztwagen“, die im Sanitätswesen eingesetzt werden. Nachdem bereits Mitte des letzten Jahres 20 Krankentransportwägen „VW T6 4 Motion“ eingeführt wurden, wurden nun 20 weitere Fahrzeuge vom Typ „VW Crafter 4 Motion“ an die Truppe übergeben. Das Fahrzeug besitzt einen 4-Takt-Dieselmotor mit Turboaufladung; 130 kW/177 PS; 8-Gang-Wandlerautomatik und Allradantrieb. Somit hat das gesteigerte Budget auch für 2022 die Fortführung des Erneuerungskurses des Bundesheeres ermöglicht. „Vor allem während der Corona-Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig eine rasche und funktionierende Sanitätsversorgung ist und daher freue ich mich, die neuen Notarztwägen an die Truppe übergeben zu können. Mit diesen wichtigen Beschaffungsmaßnahmen werden wir den Investitionsrückstau der letzten Jahre schrittweise abbauen, um auch weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Republik und der Bevölkerung zu gewährleisten“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

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Mali-Flugbann macht deutscher Bundeswehr Probleme

Für die deutsche Bundeswehr erweist sich das kürzlich seitens der Militärregierung ausgesprochene Flugverbot für ausländische Streitkräfte als problematisch. Ein Transportflugzeug des Typs A400M musste mangels Genehmigung umkehren und wieder nach Deutschland zurückfliegen. Derzeit hat die Bundesrepublik rund 1.300 Soldaten im Rahmen der UN-Mission in diesem afrikanischen Staat stationiert. Zwischen der Militärregierung und der Minusma herrscht seit einiger Zeit dicke Luft. Die Staatsführung blockiert nun seit knapp über einer Woche Flugbewegungen der ausländischen Streitkräfte. Davon ausgenommen sind lediglich Bewegungen, die aus medizinischen Gründen durchgeführt werden. Der betroffene Militärflug hob am Mittwoch gegen Nachmittag am Fliegerhorst Wunstorf ab und sollte unter anderem 74 Soldaten nach Mali bringen. Zuvor hatten diese eine zweiwöchige Hotelquarantäne zu absolvieren. Offiziellen Angaben nach waren alle Militärangehörige dreifach gegen Covid-19 geimpft und wurden mehrfach negativ getestet. Der Airbus A400M machte sich auf den Weg zu einem Stützpunkt in Niger und sollte anschließend das deutsche Quartier bei Gao anfliegen. Allerdings wurde daraus nichts, denn die Militärregierung von Mali verweigerte den Überflug. Daher wich die Luftwaffe nach Las Palmas aus und dort wurden zunächst die Soldaten sowie die militärische Crew in Hotels untergebracht. In der deutschen Politik wird die Fortführung des Bundeswehreinsatzes in Mali nun kontrovers diskutiert, da diese ohne regelmäßige militärische „Shuttleflüge“ kompliziert aufrechterhalten werden kann. Einige Oppositionspolitiker äußerten sich, dass kein Abzug erfolgen soll, während die Verteidigungsministerin zumindest sagte, dass man so nicht weitermachen kann.

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Mali will ausländische Militärflüge unterbinden

Die Militärdiktatur im afrikanischen Mali hat den Umgang mit Flügen der UN-Mission Minusma deutlich verschärft und seit letztem Donnerstag die Durchführung wiederholt untersagt. Laut deutschem Außenministerium sind derzeit nur Flüge aus medizinischen Gründen ausgenommen. Zivilen Fluggesellschaften wurden kürzlich nur 72 Stunden Zeit für die Entscheidung, ob die Start- und Landerechte genutzt werden, gegeben. Andernfalls wurde mit dem dauerhaften Entzug gedroht. Fast alle Carrier entschieden sich dafür, dass sie das politisch instabile Land auch weiterhin nicht anfliegen werden. Die Minusma-Mission der Vereinten Nationen wird von zahlreichen Streitkräften unterstützt. Diese stammen beispielsweise aus Österreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten. Erst kürzlich führten die USA für das österreichische Bundesheer mehrere Transportflüge ab Linz-Hörsching durch. Deutschland hat etwa 1.300 Soldaten in Mali stationiert. Derzeit können keine Luftaufklärungen vorgenommen werden. Auch sonstige militärische Flüge sind laut Bundeswehr nur sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich. Die Militärjunta Malis erklärte unter anderem, dass man diese Flüge inklusive Drohneneinsätze nicht mehr haben möchte. Weiters befindet man sich mit den Nachbarstaaten in komplizierten Streitigkeiten. Teilweise haben diese auch Sanktionen verhängt.

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