Airbus A400M (Foto: Aron Teppert).
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Mali-Flugbann macht deutscher Bundeswehr Probleme

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Für die deutsche Bundeswehr erweist sich das kürzlich seitens der Militärregierung ausgesprochene Flugverbot für ausländische Streitkräfte als problematisch. Ein Transportflugzeug des Typs A400M musste mangels Genehmigung umkehren und wieder nach Deutschland zurückfliegen.

Derzeit hat die Bundesrepublik rund 1.300 Soldaten im Rahmen der UN-Mission in diesem afrikanischen Staat stationiert. Zwischen der Militärregierung und der Minusma herrscht seit einiger Zeit dicke Luft. Die Staatsführung blockiert nun seit knapp über einer Woche Flugbewegungen der ausländischen Streitkräfte. Davon ausgenommen sind lediglich Bewegungen, die aus medizinischen Gründen durchgeführt werden.

Der betroffene Militärflug hob am Mittwoch gegen Nachmittag am Fliegerhorst Wunstorf ab und sollte unter anderem 74 Soldaten nach Mali bringen. Zuvor hatten diese eine zweiwöchige Hotelquarantäne zu absolvieren. Offiziellen Angaben nach waren alle Militärangehörige dreifach gegen Covid-19 geimpft und wurden mehrfach negativ getestet.

Der Airbus A400M machte sich auf den Weg zu einem Stützpunkt in Niger und sollte anschließend das deutsche Quartier bei Gao anfliegen. Allerdings wurde daraus nichts, denn die Militärregierung von Mali verweigerte den Überflug. Daher wich die Luftwaffe nach Las Palmas aus und dort wurden zunächst die Soldaten sowie die militärische Crew in Hotels untergebracht.

In der deutschen Politik wird die Fortführung des Bundeswehreinsatzes in Mali nun kontrovers diskutiert, da diese ohne regelmäßige militärische „Shuttleflüge“ kompliziert aufrechterhalten werden kann. Einige Oppositionspolitiker äußerten sich, dass kein Abzug erfolgen soll, während die Verteidigungsministerin zumindest sagte, dass man so nicht weitermachen kann.

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