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VC: „Gipfel blieb deutlich hinter den Ewartungen zurück“

Auch die Vereinigung Cockpit ist mit dem Ausgang des vom deutschen Verkehrsminister einberufenen Luftverkehrsgipfel nicht glücklich. Die Gewerkschaft teilte mit, dass “das Treffen aus der Sicht der Pilotinnen und Piloten deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist”. Die Agenda und die Statements der politischen Vertreter lassen klarere Bekenntnisse zum Ziel des umfassenden Erhalts von Arbeitsplätzen in der Luftfahrt vermissen. Die VC kritisiert vor allem, dass Arbeitnehmerinteressen beim Luftverkehrsgipfel nur am Rande gestreift wurden. Die Politik hat sich stattdessen, wie auch aus der Teilnehmerliste ersichtlich ist, sehr stark auf die Unternehmen konzentriert. Die Anliegen der Hundertausenden Beschäftigten und ihrer Familien wurden weitgehend außer Acht gelassen. Der Berufsverband der Verkehrspiloten lehnt diesen einseitigen Fokus auf die Arbeitgeberinteressen ab. Die oftmals hochspezialisierten Fachkräfte und ihre Fähigkeiten werden dringend gebraucht. Ohne sie kann das Wiederhochfahren des Systems Luftfahrt nach der Krise nicht gelingen. Daher müssen dringend Initiativen zur Aufrechterhaltung von Qualifikationen und Berechtigungen gestartet werden. „Wir erwarten von der Politik, dass die Gewerkschaften stärker und enger eingebunden werden“, sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit, nach dem Gipfel, an dem er auch selbst teilnahm. „Für uns als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es völlig klar, dass wir durch diese Krise nur gesamtgesellschaftlich kommen. Wir brauchen den  Schulterschluss zwischen Politik, Unternehmen und Belegschaften. Wir müssen uns gemeinsam auf das Durchstehen der Krise und dann auf die Zukunft des Luftverkehrs konzentrieren. Die jetzige Situation darf von keiner Seite für eigene Zwecke ausgenutzt werden.“ADV-Präsident Stefan Schulte begrüßt die heutigen Ergebnisse des Spitzengespräches: „Heute ist ein wichtiger Tag für den

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UFO nach Luftfahrtgipfel enttäuscht

Die deutsche Flugbegleitergewerkschaft UFO zeigt sich nach dem Luftfahrtgipfel, der am Freitag abgehalten wurde, enttäuscht. Die Organisation vertritt eigenen Angaben nach rund 40.000 Kabinenmitarbeiter, die für diverse Airlines arbeiten. UFO-Chef Daniel Flohr beschreibt seine Eindrücke wie folgt: “Wir sind froh, dass die besondere Betroffenheit der Luftverkehrsbranche von Herrn Scheuer aufgegriffen wurde. Enttäuschend ist, dass die bisherigen und heute besprochenen Maßnahmen keinerlei Regelungen enthalten, Arbeitsplätze in der Branche zu sichern. Sozialverträglicher Umgang mit dem derzeitigen Personalüberhang in dieser arg gebeutelten Branche muss gemeinsames Ziel und Vorgabe der Regierung für die Unterstützung der Branche sein. Die in der gemeinsamen Erklärung geforderten Kostenkürzungen bedrohen im stark umkämpften Luftverkehrsmarkt nachhaltig Existenzgrundlagen von tausenden Arbeitnehmern, ohne im Gegenzug Absicherungen zu bieten. Die Abwärtsspirale für die Beschäftigten kann nicht mehr durch den Markt aufgehalten werden, es droht der Zusammenbruch von funktionierenden Sozialsystemen aufgrund einer unverschuldeten Krise. Unsere Volkswirtschaft wäre bei fast einer Million direkt und indirekt Betroffenen Arbeitnehmern auf Jahre geschädigt. Milliarden für die Luftverkehrsindustrie dürfen deshalb nicht dafür verwendet werden, Unternehmen wie Germanwings oder Sunexpress zu schließen und die öffentliche Hand doppelt zur Kasse zu bitten, indem durch Steuergelder Sozialpläne finanziert werden und am Ende noch Arbeitslosengeld gezahlt wird. Nur Geld geben reicht also nicht, es braucht einen solidarischen Pakt der Gesellschaft, um sowohl Industrie als auch Menschen durch diese Krise zu bringen. Die Gewerkschaften stehen dafür bereit. Der Dialog muss nach dem Gipfel mit den Verantwortlichen aus Branche und Politik weitergehen, um herauszufinden, wie dies gelingen kann“.

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„Neue Alitalia“ soll sich auf Langstrecke und Fracht fokussieren

Unter staatlicher Eigentümerschaft soll die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia neu aufgesetzt werden. Dazu wurde das Unternehmen „ITA“ gegründet. Nun wurde bekannt, dass die Flotte auf 75 Maschinen verkleinert werden soll. Die Struktur soll um 30 Prozent verkleinert werden. Etwa 7.000 Beschäftigte sollen von der heutigen Alitalia übernommen werden. Italia Transporto Aereo soll sich auf Langstrecken- und Frachtflüge konzentrieren. Das regionale Streckennetz wird künftig von Alitalia Cityliner betrieben, die in Richtung Lowcoster positioniert werden soll. Die Politik ist davon überzeugt, dass die „neue Alitalia“ innerhalb der nächsten fünf Jahre in die Gewinnzone fliegen kann. Allerdings werden beim alten Unternehmen noch rund 3.000 Mitarbeiter verbleiben. Diese können aus verschiedenen Gründen nicht gekündigt werden. Um Kündigungen vermeiden zu können, sollen diese bis auf weiteres auf der „Payroll“ des Staats stehen. Hinsichtlich der Flotte wird derzeit überlegt Boeing 787 und bis zu sechs reine Frachtflugzeuge anzuschaffen. Verbindliche Entscheidungen sind jedoch noch nicht gefallen.

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Ab Montag: Griechenland-Einreise nur mit negativem PCR-Befund

Ab 9. November 2020 müssen sämtliche Personen, die auf dem Luftweg nach Griechenland einreisen wollen, einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorweisen. Andernfalls kann die Einreise verweigert werden. Die „Online-Voranmeldung“ muss weiterhin getätigt werden und das Formular mit QR-Code digital oder auf Papier mitgeführt werden. Neu ist auch, dass dieses auch von Reisenden, die ab Griechenland fliegen – also das Land verlassen – ausgefüllt werden muss. Auch dies tritt am 9. November 2020 in Kraft. Zuwiderhalten gegen die genannten Vorschriften kann mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro geahndet werden. Die Regierung betont, dass man trotz des neuen Lockdowns, der am Samstag, den 7. November 2020 in Kraft treten soll, die Flughäfen offen bleiben sollen. Derzeit ist jedoch Thessaloniki temporär geschlossen. Aufgrund des Umstands, dass nun auch Österreicher, Deutsche und Schweizer bei der Einreise nach Griechenland einen negativen PCR-Test vorweisen müssen, ist damit zu rechnen, dass seitens der Airlines das Angebot neuerlich gekürzt wird. Ab Wien dürfte sich das primär auf die Athen-Strecke auswirken. Mit einer raschen Reaktion – beispielsweise von Ryanair und Wizzair – ist daher zu rechnen.

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Mitsubishi schließt U.S.-Testzentrum

Das Testzentrum in Moses Lake (USA) wird seitens Mitsubishi Heavy Industries geschlossen. An diesem Standort wurden Flugtests des Spacejet-Programms durchgeführt. Seit Beginn der Corona-Pandemie ruhen die Aktivitäten. In den letzten Wochen gab es wiederholt Gerüchte, dass Mitsubishi den Spacejet aufgeben könnte. Diese erwiesen sich als wahr, denn vor wenigen Tagen verkündete der japanische Konzern das Aus für das Programm. Jahrelange Verspätungen wirkten sich negativ auf den Absatz aus, jedoch gab die Coronakrise dann den sprichwörtlichen Rest. Erstkunde ANA benötigt die Maschinen auf absehbare Zeit nicht. Mitsubishi behält sich eine spätere Wiederaufnahme vor.

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Thai Airways sucht Käufer für Langstreckenflugzeuge

Das Star-Alliance-Mitglied Thai Airways bietet Maschinen der Typen Boeing 777-300, 777-200 und 747-400 zum Kauf an. Diese sind bereits seit März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie temporär stillgelegt. Laut Mitteilung will das Unternehmen durch die beabsichtigten Veräußerungen die Liquidität verbessern. Konkret sind sechs Boeing 777-300, sechs 777-200 und zehn 747-400 erhältlich. Diese sollen laut Ausschreibung ab dem zweiten Quartal 2021 zur Übergabe bereit sein. Laut CH-Aviation.com verfügt Thai Airways noch über eine weitere Boeing 747-400, jedoch ist diese seit November 2014 in der Mojave-Wüste abgestellt. Dieser Jet ist in den Verkaufsunterlagen nicht angeführt. Thai Airways versucht ältere Maschinen zu Geld zu machen. Das Durchschnittsalter jener Boeing 777-200, die zum Kauf angeboten werden, liegt bei fast 24 Jahren. Die 777-300 sind mit 21 Jahren kaum jünger. Die Boeing 747-400 sind im Schnitt 21,6 Jahre alt. In einer anderen Ausschreibung bietet der Carrier zwei Boeing 737-400 an. Diese Maschinen sind jedoch bereits seit etwa zwei Jahren nicht mehr im Einsatz gewesen und sind in Utapao abgestellt.

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Startup will mit Corona-Geldern Langstrecken-Lowcoster starten

Seit 2014 will das britische Startup Flypop Lowcost-Langstreckenflüge aufnehmen. Im Jahr 2021 soll es soweit sein und das ausgerechnet mit Finanzmitteln aus einem Corona-Hilfstopf. Dabei handelt sich um ein öffentlich-privates Investmentprogramm, das Startups Eigenkapital zur Verfügung stellen soll. Dass eine Fluggesellschaft mit Mitteln, die zum Aufbau und zur Stabilisierung aufgrund der Corona-Pandemie vorgesehen sind, in die Luft gebracht werden soll, ist durchaus ungewöhnlich. Flypop teilte jedenfalls mit, dass man unmittelbar vor dem Abschluss der letzten Finanzierungsrunde stehen würde und die Betriebsaufnahme im Laufe des Jahres 2021 erfolgen soll. Weiters befinde mit sich mit Flugzeugherstellern in Verhandlungen. „Die Finanzierung aus dem Future Fund der britischen Regierung wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, Flypop in die Lage zu versetzen, zunächst Flüge zwischen Großbritannien und Indien zu starten, was erheblich zum Wirtschaftswachstum und zu engeren kulturellen Verbindungen zwischen diesen beiden Commonwealth-Partnern und beitragen wird schließlich mit ganz Südasien“, sagte der Gründer und Chief Executive Officer von Nino Singh Judge. Zunächst will man mit einer Langstreckenmaschine starten und Verbindungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien anbieten. Potential sieht man für zehn bis 20 Maschinen. Wie viel Geld aus dem „Corona-Topf“ an Flypop fließen soll, teilte das Unternehmen nicht mit. Derzeit ist noch kein Antrag auf die Erteilung eines AOCs bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde eingereicht worden. Dies will man jedoch zeitnah durchführen.

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Frankfurt: Delta führt reine Frachtflüge durch

Die U.S.-amerikanische Delta Air Lines nahm reine Frachtflüge zwischen den Vereinigten Staaten und Europa sowie Indien auf. Laut Mitteilung reagiere man damit auf eine erhöhte Kundennachfrage. Zum Einsatz kommt ein Langstreckenjet des Typs Airbus A330 ab Atlanta und New York JFK nach Mumbai via Frankfurt am Main. Die Flüge transportieren dringend benötigte Pharmazeutika und Impfstoffe sowie medizinische Waren und generelle Fracht. Die Strecke zwischen JFK und Frankfurt bedient Delta dreimal pro Woche – die Verbindung zwischen Atlanta und der Main-Metropole zweimal. Darüber hinaus gibt es dreimal wöchentlich reine Frachtflüge zwischen Dublin und New York-JFK mit einem Airbus A330-300. Nicht zuletzt hat das Unternehmen tägliche Verbindungen zwischen Madrid und New York-JFK mit einer Boeing 767-400 aufgenommen, um Waren aus der Modebranche für die Weihnachtszeit in die USA zu transportieren. „Angesichts der Reisebeschränkungen innerhalb Europas bauen wir strategisch die Frachtkapazitäten in Deutschland, Irland und Spanien aus“, kommentiert Shawn Cole, Vice President Cargo bei Delta. „Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnen wir eine hohe Nachfrage für pharmazeutische Waren aus Indien. Mit unseren Verbindungen erhalten wir lebenswichtige Lieferketten in die USA.“ Delta Cargo hat im März Fracht-Charter gestartet, um einen sicheren und verlässlichen Transport von Gütern weltweit anzubieten. Dabei arbeitet die Airline mit Deltas bewährten Logistik-Partnern, die weltweit als führend gelten. Für die Frachtdienste hat die Airline nicht genutzte Flugzeuge eingesetzt, um schnell und sicher große Mengen von Versorgungsgütern zu transportieren. Dadurch konnte Delta seit Februar mehr als 1.600 Frachtflüge durchführen und bietet aktuell im Durchschnitt 20 reine Cargo-Verbindungen weltweit pro Woche an. Insgesamt transportiert Delta

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Iberia macht A330 zum Preighter

Zu einem geflügelten Wort in diesem Jahr dürfte wohl „Preighter“, die zeitweise Umwandlung eines Passagierflugzeuges zu einem Frachtflieger, werden. Einen solchen nahm nun Iberia in Form eines Airbus A330-300 für die kommenden Zeit, in denen ein kräftiger Zuwachs an nachgefragten Frachtvolumen erwartet wird, in Betrieb. „Wir erwarten in den kommenden Monaten einen Nachfrageanstieg bei der Luftfracht und diese Gelegenheit wollen wir nutzen. Unter den heutigen Umständen müssen wir uns besser als je zuvor an die Anforderungen des Marktes anpassen, und diese Operation wird dazu beitragen, unsere Einkommensströme zu diversifizieren und gleichzeitig unsere Mitarbeiter aktiv zu halten.“, so Iberia-Vertriebschef María Jesús López Solás. Auf insgesamt 33 Positionen können im bisherigen Kabinensegment für Economy und Economy Plus bis zu 18 Tonnen Fracht, zusätzlich zur belly cargo, befördert werden. Der umgerüstete A330-300 kommt bis auf Weiteres viermal pro Woche zwischen Madrid und Los Angeles in Einsatz.

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Nochmals weniger Passagiere in Berlin

Aufgrund der Schließung des Airports Berlin-Tegel wird letztmalig über die Passagierzahlen der Berliner Flughäfen (plural) berichtet: Schönefeld und Tegel zählten im Oktober 2020 gemeinsam 581.322 Passagiere. Gegenüber September 2020 bedeutet dies einen Rückgang um 16,2 Prozent. Die Flughafengeschäftsführung führt dies auf die Lockdown-Welle, die Europa nach und nach überzieht. Weiters wurde durch neuerliche Reisebeschränkungen die Nachfrage stark eingeschränkt. Der Standort Schönefeld (seit 25. Oktober 2020 als BER bezeichnet) zählte 181.962 Passagiere. In Tegel waren es 399.630 Reisende. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat verloren die Standorte fast 82 Prozent ihres Aufkommens. Für beide Flughäfen wurden 9.011 Flugbewegungen registriert, davon führte Schönefeld 3.428 und Tegel 5.583 Flüge durch. Verglichen zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 64,8 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis Oktober wurden bisher insgesamt 8.619.913 Passagiere befördert. Davon rund 2.782.139 in Schönefeld und 5.837.774 in Tegel. Damit liegt das Passagieraufkommen bis einschließlich Oktober gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei nur 28,3 Prozent. „Die äußerst schwierige Situation unserer Branche verschärft sich weiter. Angesichts massiver Reisebeschränkungen und der umfassenden Lockdowns in vielen Ländern wird es immer schwieriger, mit dem Flugzeug zu reisen. Flughäfen und Airlines stecken in einer Krise, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Dass die Hauptstadtregion mit dem BER jetzt beste Voraussetzungen hat, um die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie optimal zu unterstützen ist zur Zeit nur ein geringer Trost. Um die schwere Krise zu überstehen, sind wir wie alle Flughäfen in Deutschland, auf die Unterstützung der Gesellschafter angewiesen“, erklärt Flughafendirektor Engelbert Lütke Daldrup.

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