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Trotz Gerichtsurteil: Orban-Regierung verbietet Lotsen-Streiks

In Ungarn sorgt ein Dekret der Orban-Regierung für Aufregung, denn obwohl ein Gericht einen für Donnerstag geplanten Streik der Fluglotsen bewilligt hatte, wurde dieser von der Staatsführung untersagt. Die Arbeitnehmervertreter sind der Ansicht, dass sich Viktor Orban und seine Minister über Gerichtsurteile hinwegsetzen würden. Der ungarische Ministerpräsident steht außerhalb Ungarns immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik, denn wiederholt gab es massive Angriffe gegen den Rechtsstaat und die Medienfreiheit. Auch gilt der Kurs von Orban als EU-feindlich, jedoch ist das von ihm geführte Land gleichzeitig einer der größten Netto-Empfänger von Geldern aus den vielen Töpfen der Europäischen Union. Jean-Claude Juncker bezeichnete während seiner Amtszeit als EU-Kommissionspräsident den ungarischen Politiker Viktor Orban gar als Diktator. „Es ist eine Bankrotterklärung der ungarischen Regierung, dass sie sich mit Hilfe einer Regierungsverordnung über ein Urteil des Arbeitsgerichtes hinwegsetzt. Das Urteil besagt, dass der für Donnerstag diese Woche geplante Streik der ungarischen Fluglotsinnen und Fluglotsen für bessere Arbeitsbedingungen rechtens gewesen wäre. An gerichtlichen Entscheidungen darf nicht gerüttelt werden, auch in Ungarn nicht“, so Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt der Gewerkschaft Vida, die sich mit ihren ungarischen Kollegen solidarisch zeigt. Das Orban-Regime untersagte in der am Montagabend mittels Dekret herausgegeben Verordnung auch künftige Lotsenstreiks. Liebhart hält das Vorgehen der Orban-Regierung für eine Erinnerung an „Diktaturen dunkler Vergangenheit“ und weist darauf hin, dass die ungarische Regierung sich in eine laufende Verhandlung eingemischt hat, die durch nationales Recht und internationale Verträge und Gremien geregelt ist. Die Regierung habe die vom ungarischen Parlament in Zusammenhang mit der Pandemie erteilte

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Malta: Ein Prozent der Passagiere kommt ohne Impfungen an

Die Republik Malta lässt seit Mitte Juli 2021 nur noch vollständig geimpfte Touristen einreisen. Allerdings geschieht es immer wieder, dass Reisende am Flughafen Luqa ankommen obwohl sie die Voraussetzungen für die Einreise nicht erfüllen. Charles Pace, Chef der Zivilluftfahrtbehörde, spielt das Problem herunter. Wer unvollständig oder gar nicht geimpft nach Malta fliegt, dem blühen 14 Tage Quarantäne zum Preis von 1.400 Euro. Alternativ kann die Einreise verweigert werden, so dass sofort und unverzüglich die Rückreise anzutreten ist. Eigentlich hat der Mittelmeerstaat sämtliche Airlines mittels Notam angewiesen die Dokumente vor dem Abflug zu prüfen. Das wird aber von einigen Ground Handling Agents nicht sonderlich ernst genommen. Beispielsweise wurden in Wien am vergangenen Mittwoch die Unterlagen nicht geprüft. Charles Pace erklärte dazu auf eine Journalistenfrage, dass weniger als ein Prozent der Passagiere mit unvollständiger Dokumentation am Flughafen Luqa ankommen würden. “An manchen Stationen, an denen Fluggesellschaften einmal pro Woche nach Malta fliegen, kann die Kontrollperson auch für eine andere größere Fluggesellschaft arbeiten und sich auf die Regeln konzentrieren, die ihrer Meinung nach für Malta gelten, aber für ein anderes Land gelten. Für Abfertigungsagenten, Behörden und Fluggesellschaften ist es schwierig, sich durch all diese unterschiedlichen Beschränkungen zu waten, die sich täglich ändern. Es ist schwierig, aber die Zahlen sind gut”, so der Chef der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde. Unbestätigten Meldungen nach soll die Mehrheit der Reisenden, die ohne vollständige Impfung nach Malta einreisen wollen, von Ryanair ins Land gebracht werden. David O’Brien, Geschäftsführer der Töchter Lauda Europe und Malta Air, wies dies scharf zurück. Er

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Air-Europa-Übernahme: EU-Kommission verlängert die Prüffrist

Die EU-Kommission verlängert das Prüfverfahren der geplanten Übernahme von Air Europa durch die International Airlines Group um 20 Arbeitstage. Die Frist läuft nun bis zum 3. Dezember 2021, teilten die Wettbewerbshüter mit. Ursprünglich wollte die IAG rund eine Milliarde Euro für den spanischen Mitbewerber bezahlen, jedoch wurde aufgrund der Coronapandemie der Kaufpreis neu verhandelt. Derzeit bietet die Iberia-Mutter rund 500 Millionen Euro für Air Europa. Es ist geplant, dass der Carrier in Iberia aufgehen soll. Um die EU-Kommission wohlwollend zu stimmen gab man bereits Slots in Madrid und Barcelona ab. Es handelt sich um Start- und Landrechte von Iberia, die unter anderem zu Volotea und World2Fly wechselten. Die Wettbewerbshüter wollen die geplante Transaktion vertieft prüfen, da man negative Auswirkungen auf die Preise im nationalen und internationalen Verkehr von/nach Spanien befürchtet. Es wird derzeit vermutet, dass die IAG noch weitere Zugeständnisse machen muss.

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ATC-Schulden: Mango muss den Flugbetrieb einstellen

Die South-African-Tochter Mango Airlines musste am Dienstag im Nachgang der Ankündigung des Antrags auf Gläubigerschutz den Flugbetrieb einstellen. Hintergrund sind Außenstände bei der südafrikanischen Flugsicherung. Interims-CEO William Ndlovu bestätigte, dass der Betrieb bis auf weiteres ruht. Man beabsichtigt so rasch wie möglich wieder zu starten, jedoch ist noch kein konkreter Termin in Aussicht. Drei Gewerkschaften stellten aufgrund von Lohnrückständen Anträge bei Gericht, die am 3. August 2021 verhandelt werden. In den letzten beiden Monaten sollen keine Gehälter ausbezahlt worden sein. Da zuvor nur Teilbeträge überwiesen wurden summieren sich die Rückstände mittlerweile auf bis zu sechs Monatslöhne.

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Vancouver führt Trennung von Geimpften und Ungeimpften ein

Der kanadische Flughafen Vancouver International will künftig geimpfte und ungeimpfte Passagiere trennen. Dies geschehe in Vorbereitung auf die Öffnung der Grenzen, die schrittweise bis zum 7. September 2021 vollzogen werden soll. Es wird nun nicht mehr nach Status-Karte oder In- oder Ausländer getrennt, sondern nach Geimpft oder Nichtgeimpft. Entsprechende Schilder wurden in den Fluggasthallen bereits angebracht. Welchen Sinn und Zweck das haben soll? Das ist durchaus unklar, denn spätestens im Flugzeug bzw. beim Verlassen des Terminals werden die Personengruppen ohnehin wieder zusammengeführt.

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Lufthansa Group schafft kostenlose Umbuchungen ab

Mit 2. August 2021 verabschieden sich die Fluggesellschaften der Lufthansa Group von kostenlosen Umbuchungen. Primär betroffen sind die Tarifklassen Business Saver (kontinental) und Economy light (streckennetzweit). Wie viel die Änderung nun kosten wird ist nicht sonderlich transparent. Zusätzlich zur Gebühr “ab 35 Euro” (Europa-Flüge) und “ab 75 Euro” (Langstrecken-Flüge) kassiert der Konzern dann auch die Tarifdifferenz. Somit kann keine klare Aussage gemacht werden wie viel eine etwaige Umbuchung eigentlich kostet. Tickets, die bis inklusive 1. August 2021 ausgestellt werden, sind nicht betroffen. Bei diesen fällt nur eine mögliche Tarifdifferenz an. Die Lufthansa Group ändert per 2. August 2021 auch den Begriff “Umbuchung”. Künftig wird zwischen einer Änderung des Datums (“Rerouting”) und Umbuchung unterschieden. Für erstere wird keine Gebühr erhoben, jedoch ist eine Tarifdifferenz nachzuzahlen. Wenn auch die Strecke geändert werden soll, erhebt Lufthansa wieder eine Bearbeitungsgebühr. Allerdings ist die Grundvoraussetzung für beides, dass der gebuchte Tarif überhaupt Änderungen zulässt. Die Änderungen treten mit 2. August 2021 bei Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines, Austrian Airlines und Eurowings Discover in Kraft. Die Lowcost-Tochter Eurowings will – zumindest vorläufig – weiterhin auf Umbuchungsgebühren verzichten. Es gilt darauf hinzuweisen, dass auch der Billigflieger eine etwaige Tarifdifferenz als Nachzahlung kassiert.

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EU-Kommission winkt Condor-Staatshilfe erneut durch

Die EU-Kommission gab erneut grünes Licht für die Condor-Staatshilfe. Das Gericht der Europäischen Union hatte die Bewilligung zuvor gekippt, jedoch den Wettbewerbshütern die Möglichkeit zur Nachbesserung der Begründung eingeräumt. Konkret wurde eine Beihilfe in der Höhe von 525 Millionen Euro durchgewunken. Zuvor hatte Condor bereits Kredite von rund 550 Millionen Euro erhalten. Ryanair klagte gegen die Bewilligung der staatlichen Hilfsgelder und obsiegte in erster Instanz. Die EU-Kommission besserte die Begründung nun nach. Laut Mitteilung der Behörde wurde das Urteil berücksichtigt und nun der tatsächliche Schaden, der durch die Corona-Pandemie entstanden ist, als Grundlage verwendet. Was darüberhinaus geht muss Condor samt Zinsen zurückführen. Gänzlich ausgestanden ist die Causa noch nicht, denn gegen den nachgebesserten Beschluss der EU-Kommission könnten Mitbewerber erneut Rechtsmittel ergreifen. Es gilt als durchaus wahrscheinlich, dass Ryanair diesen Schritt setzen wird.

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ACI Europe: Flughafenverband begrüßt Slot-Regeln

Der Flughafenverband ACI Europe befürwortet den Vorschlag der Europäischen Kommission, eine Slot-Nutzungsschwelle von 50 Prozent festzulegen. “Die Entscheidung der Kommission ist ein erster und entscheidender Schritt zur Wiedereinführung der Slot-Nutzungsregeln, da sich der Luftverkehr zu erholen beginnt”, teilte der Verband mit. Während die Impfungen weltweit weiter voranschreiten würden, würden auch die koordinierteren Maßnahmen zur Erleichterung des Personenverkehrs durch das digitale Covid-Zertifikat der EU zu einer allmählichen Stabilisierung und besseren Vorhersagbarkeit des Verkehrsaufkommens beitragen, hieß es. Im Sommer 2022 rät der Verband, zur normalen 80/20-Regel zurückzukehren. Während der Vorschlag bei den Flughäfen gut anzukommen scheint, verlieren die Fluggesellschaften kein gutes Wort darüber. So bezeichnete der internationalen Airline-Verband Iata die Entscheidung als realitätsfremd. „Wieder einmal stellt die Kommission unter Beweis, dass sie den Bezug zur Realität verloren hat“, sagte Iata-Generaldirektor Willie Walsh. Airlines würden so nur zu Leerflüge gezwungen werden. Schätzungen zufolge sei bis Ende des Jahres kein Vor-Krisen-Niveau in Sicht – ganz im Gegenteil. Nur 34 Prozent internationale Flüge werde es weltweit geben, wie airliners.de berichtet.

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Eurowings fliegt Baden-Württemberg in die Sommerferien

In Baden-Württemberg beginnen in Kürze die Sommerferien. Die Lufthansa-Tochtergesellschaft hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten gemeinsam mit dem Flughafen Stuttgart intensiv auf den Start in die schönste Zeit des Jahres vorbereitet. „Die Menschen wollen endlich wieder reisen – und wir sind bereit. Nach der langen Zeit des Lockdowns freuen wir uns als Eurowings-Team darauf, immer mehr Gäste sicher, zuverlässig und mit bestmöglichem Service an ihre Urlaubsziele zu fliegen“, so Jens Ritter, Geschäftsführer und Chief Operating Officer von Eurowings. „Wir haben die Zeit genutzt und uns in den vergangenen Monaten umfassend auf den Neustart vorbereitet, um unseren Gästen in Baden-Württemberg einen angenehmen Start in den Urlaub zu ermöglichen.“ Größe Vielfalt im Südwesten: Eurowings hebt in Stuttgart zu mehr als 60 Zielen ab Mit einer steigenden Impfquote hat die Nachfrage nach Flügen deutlich zugenommen. Gefragt sind dabei vor allem touristische Ziele – allen voran Mallorca, Griechenland, die Kanaren oder auch Kroatien. Darauf hat die Fluggesellschaft mit einer sukzessiven Ausweitung ihres Flugprogramm reagiert – und das Angebot in Stuttgart – dem größten Eurowings-Standort im Südwesten Deutschlands – in den Ferien nochmal um 40 Prozent aufgestockt.  Über 60 Destinationen in 18 Ländern stehen auf dem Programm. Am ersten Ferienwochenende werden rund 25.000 Passagiere am Flughafen der Landeshauptstadt erwartet. Insgesamt hebt der Lufthansa-Ferienflieger während der Sommerferien in Baden-Württemberg rund 1.800 Mal in Stuttgart ab. Auch wenn im Laufe des Sommers wieder ein Großteil des ursprünglichen Streckenportfolios angeboten wird, umfasse das Programm 2021 insgesamt nur rund zwei Drittel der Vor-Corona-Kapazität. Mit der Ausweitung des

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Rabattbetrug: Ryanair fordert zur Direktbuchung auf

Ryanair verdeutlicht noch einmal die Wichtigkeit direkter Buchungen, nachdem es weitere Hinweise auf verbraucherfeindliche Praktiken bestimmter Online-Reisebüros gegeben hat. Zu groß sei das Risiko betrügerischer Machenschaften im Netz. Der irische Low-Coster wurde von Kunden über eine betrügerische „Rabatt“-Masche informiert, bei der Kunden „ermäßigte“ Ryanair-Flüge über eine betrügerische Online Travel Agency buchen, der in keiner Verbindung zu Ryanair steht. Die Plattform verwende die Zahlungsdaten des Kunden, um die Flugbuchung zu sichern, und speichere diese anschließend, um sie zu einem späteren Zeitpunkt missbräuchlich zu verwenden, so das Unternehmen. „Dieser jüngste OTA-Betrug ist ein weiterer Grund, warum Passagiere immer direkt buchen sollten. Online-Reisebüros verkaufen unsere Flüge, haben dazu aber keine geschäftlichen Vereinbarungen mit uns, und jedes Screen Scraping unserer Website verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von www.ryanair.com. Als Reaktion darauf haben wir Anfang des Jahres das Verifizierungs-Siegel auf der Ryanair-Website und -App eingeführt, um Kunden dabei zu helfen, die Fallstricke bei Buchungen über Online-Reisebüros zu vermeiden, die oft überhöhte Preise verlangen und möglicherweise falsche Kundeninformationen bereitstellen, was Ryanair daran hindert, direkt mit seinen Fluggästen zu arbeiten“, informiert Dara Brady, Marketingdirektor bei Ryanair.

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