
Corona bei Ryanair in Porto: Kritik an Behörden und Airline
Der Billigflieger Ryanair steht in Portugal aufgrund des Umgangs mit Corona-Infektionen bei Flugbegleitern in der Kritik. Betroffen ist die Basis Porto, an der es zumindest einen positiven Fall gibt. Der betroffene Kabinenmitarbeiter befindet sich zwar in Isolation, jedoch wurden die Kollegen nicht getestet. Unter Berufung auf Flugbegleiter des Lowcosters, die in Porto stationiert sind, schreibt unter anderem das lokale Nachrichtenportal JN, dass mit einer höheren Dunkelziffer gerechnet wird. Dies führt man darauf zurück, dass Ryanair im Gegensatz zu anderen Anbietern auf die regelmäßige Vorlage negativer Coronatests verzichten würde. Auch hätte man im konkreten Fall keine systematischen Tests des Kabinenpersonals durchgeführt. Die Problematik soll aber nicht nur den Billigflieger betreffen, denn laut lokalen Medienberichten würde eine Vielzahl von Unternehmern im Falle positiver Coronatests die Arbeit der Gesundheitsbehörden erschweren. Teilweise würden diese gar keine oder gar falsche Personallisten übermitteln. Dies soll insbesondere mit der Sorge, dass die Belegschaft in Quarantäne gesteckt wird, zusammenhängen. Ryanair äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa bezüglich Porto dahingehend, dass es eine „kleine Anzahl positiver Fälle“ geben soll. „Ryanair hat vollständig mit der lokalen Gesundheitsbehörde zusammengearbeitet und jede Besatzung, die in engem Kontakt mit bestätigten Fällen stand, wurde in voller Übereinstimmung mit den Richtlinien der lokalen Gesundheitsbehörde sofort vom Roster gestrichen“, so ein Sprecher weiters. Contact-Tracing der Behörden läuft nur schleppend an Der jüngste Fall wirft aber auch weitere Fragen auf: Laut dem Flugbegleiter, der von JN zitiert wird, soll dieser allein an jenem Tag, an dem er positiv auf Covid-19 getestet wurde, zuvor mit 689 Passagieren Kontakt






