Die polnische Projektgesellschaft Centralny Port Komunikacyjny (CPK) hat in Warschau offiziell den Vertrag für die Planung, Lieferung, Installation, Inbetriebnahme, den Betrieb und die Wartung des Gepäckabfertigungssystems (BHS) für den neuen Großflughafen in Zentralpolen unterzeichnet. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium unter Führung der Vanderlande Logistics GmbH. Das Auftragsvolumen für das Gepäckfördersystem beläuft sich auf 115 Millionen Euro, zuzüglich Kosten für Betrieb und Wartung.
Das Gepäckförderzentrum, das als Herzstück des Terminals gilt, wird eine Fläche von rund 80.000 Quadratmetern umfassen und etwa 16 Kilometer Förderbänder beinhalten. Das System basiert auf der hochmodernen Individual Carrier System (ICS)-Technologie, bei der jedes Gepäckstück in einem eigenen Behälter transportiert wird. Laut CPK-CEO Dr. Filip Czernicki soll diese Technologie vom ersten Tag an einen effizienten und zuverlässigen Betrieb gewährleisten und Wartezeiten sowie Abfertigungsfehler minimieren. Maciej Lasek, stellvertretender Infrastrukturminister, hob hervor, dass der neue polnische Flughafen über modernste Gepäckabfertigungstechnologien verfügen werde, die höchsten internationalen Standards entsprächen.
Die Partnerschaft zwischen CPK und dem Vanderlande-Konsortium wird sich über mehr als ein Jahrzehnt erstrecken und soll dem Flughafen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Das System ist modular erweiterbar, um künftiges Passagieraufkommen zu bewältigen und ermöglicht die Echtzeit-Verfolgung des Gepäcks für Mitarbeiter und Fluggäste. Der Bau des CPK-Passagierterminals soll 2026 mit den Tiefgründungsarbeiten beginnen. Die Inbetriebnahme des Flughafens ist für Ende 2032 geplant. Der CPK gilt als strategische Investition, die darauf abzielt, das Transport-, Logistik- und Mobilitätsrückgrat Mitteleuropas durch die effiziente Integration von Luft-, Schienen- und Straßennetzen zu stärken.