
Wechsel in der Führungsriege von Qantas nach schwerem Cyberangriff
Die für Kunden und Digitalisierung zuständige Chefin der australischen Fluggesellschaft Qantas, Catriona Larritt, wird das Unternehmen bis Ende Dezember 2025 verlassen. Dies geht aus einem internen Schreiben hervor. Der Abgang Larritts erfolgt nur wenige Monate, nachdem Qantas Ziel eines schwerwiegenden Cyberangriffs geworden war, bei dem sensible Kundendaten entwendet wurden. Im Zuge von Larritts Ausscheiden werden die Zuständigkeiten innerhalb der Führungsebene neu verteilt. Die bisherige Kommunikationschefin, Danielle Keighery, übernimmt künftig die Verantwortung für die Bereiche Marke und Marketing. Der Posten des Chief Digital Officer, den Larritt innehatte, wird voraussichtlich interimistisch oder neu besetzt. Die entscheidende Verantwortung für die Cybersicherheit – ein kritischer Punkt nach dem Angriff im Juli – geht an Andrew Monaghan, den Risikochef des Unternehmens. Diese Maßnahme unterstreicht die erhöhte Priorität, die Qantas dem Schutz ihrer IT-Systeme und Kundendaten einräumt. Der Cyberangriff auf Qantas im Juli 2025 hatte die Fluggesellschaft schwer getroffen. Wie das Unternehmen damals mitteilte, wurden sensible Daten von mehr als einer Million Kunden entwendet. Zu den betroffenen Informationen gehörten unter anderem Telefonnummern, Geburtsdaten und Wohnadressen. Vor dem Hintergrund dieses schwerwiegenden Vorfalls, der die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Datensicherheit des Konzerns erschütterte, ist der Abgang einer Top-Managerin aus dem Bereich Kunden und Digitalisierung bemerkenswert. Der Wechsel in der Führungsebene spiegelt somit die laufenden Bemühungen der Airline wider, die internen Strukturen und Sicherheitsmaßnahmen nach dem Datenleck neu aufzustellen und zu stärken.








