Die deutsche Fluggesellschaft Condor setzt ihr Engagement auf dem chinesischen Markt fort und behält die Flugverbindungen zur Insel Hainan auch im Sommerflugplan 2026 bei. Wie aus aktuellen Branchendaten von Aero Routes hervorgeht, werden die Destinationen Haikou und Sanya im Zeitraum zwischen Anfang Mai und dem 24. Oktober 2026 weiterhin bedient.
Zum Einsatz kommt auf diesen Strecken das Langstrecken-Flaggschiff der Airline, der Airbus A330-900. Die Entscheidung zur Fortführung der Route unterstreicht die Strategie des Ferienfliegers, neben klassischen Urlaubszielen im Westen auch verstärkt Nischenmärkte im asiatischen Raum zu besetzen und die Marktpräsenz in Fernost zu festigen.
Das operative Konzept sieht vor, dass die Flüge ab Frankfurt am Main über das Drehkreuz Bangkok-Suvarnabhumi geführt werden. Insgesamt bietet Condor sieben wöchentliche Verbindungen in die thailändische Hauptstadt an, von denen ein Teil als Zubringer für die Weiterflüge nach China fungiert. Konkret sind zwei wöchentliche Umläufe nach Haikou, der Hauptstadt der Provinz Hainan, sowie drei wöchentliche Frequenzen in das touristisch geprägte Sanya geplant. Durch die Nutzung von Bangkok als Zwischenstopp kann die Fluggesellschaft die Auslastung der Maschinen optimieren und gleichzeitig Reisenden aus Deutschland den Zugang zu den wirtschaftlich aufstrebenden Freihandelszonen Südchinas ermöglichen.
Hainan hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Ziel für den internationalen Reiseverkehr entwickelt, da die chinesische Regierung die Insel massiv als steuerfreies Einkaufsparadies und regionales Wirtschaftszentrum ausbaut. Für Condor bietet die Fortführung der Flüge die Möglichkeit, von den gelockerten Visabestimmungen für deutsche Staatsbürger zu profitieren, die für Kurzaufenthalte auf der Insel oft kein reguläres Visum benötigen. Die Kooperation mit lokalen Partnern vor Ort sowie die Einbindung in das Streckennetz ab Frankfurt sichern der Airline zudem einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen europäischen Ferienfliegern, die Hainan bisher nicht direkt im Programm haben.
Technisch gesehen bietet der Airbus A330-900 für diese kombinierten Langstreckenflüge eine moderne Kabinenkonfiguration in drei Klassen, was insbesondere auf den Segmenten zwischen Bangkok und China für eine konsistente Produktqualität sorgt. Trotz der komplexen Logistik, die zwei Zielorte auf einer Insel umfasst, bleibt die Preisstruktur auf den Strecken stabil. Die Buchungssysteme für den Sommerzeitraum 2026 sind bereits geöffnet, wobei die Fluggesellschaft auf eine Mischung aus Individualtouristen und Geschäftsreisenden setzt, die die direkte Verbindung in die Sonderwirtschaftszone Hainan schätzen.