Boeing 737-800 (Foto: Derya Rusuk CXI / MAviO News).
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Corendon Airlines führt neues vierstufiges Tarifmodell ein

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Die Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines hat eine umfassende Neugestaltung ihrer Tarifstruktur vorgenommen, um die Transparenz ihres Angebots zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Luftverkehr zu stärken.

Wie das Unternehmen im April 2026 bekannt gab, ersetzt ein neues Modell mit den vier Kategorien Lite, Eco, Comfort und Premium die bisherigen Tarife. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Differenzierung zwischen den einzelnen Buchungsklassen deutlicher hervorzuheben und den Passagieren eine gezieltere Auswahl der benötigten Serviceleistungen zu ermöglichen. Der Einstiegstarif „Lite“ beschränkt sich dabei auf die Mitnahme eines kleinen persönlichen Gegenstands, während die höheren Tarife gestaffelt Handgepäck, Aufgabestücke und zusätzliche Bordleistungen beinhalten.

Ein zentraler Aspekt der neuen Struktur ist die Förderung des „Comfort“-Tarifs, bei dem Kunden zugunsten eines größeren Aufgabegepäckstücks auf ein klassisches Handgepäckstück in der Kabine verzichten. Durch diese Regelung beabsichtigt die Airline, die Belegung der Gepäckfächer zu reduzieren und die Prozesse beim Ein- und Aussteigen zu beschleunigen, was die operative Effizienz im Turnaround-Management steigern soll. Im Gegensatz dazu umfasst der „Premium“-Tarif das umfangreichste Paket, welches neben einer Freigepäckmenge von bis zu 30 Kilogramm auch Zusatzleistungen wie Sitzplatzauswahl, Verpflegung sowie Priority-Services beim Check-in und Boarding abdeckt.

Trotz der Standardisierung bleibt eine Besonderheit bei den Gepäckregeln für Flüge nach Anatolien bestehen. Corendon Airlines berücksichtigt auf diesen Strecken die traditionell höhere Nachfrage nach Frachtkapazität und gewährt dort in den Tarifen Eco, Comfort und Premium deutlich höhere Freigepäckmengen als auf den klassischen europäischen Urlaubsstrecken. Dies ermöglicht es Reisenden in den türkischen Raum, je nach Tarifklasse bis zu 35 Kilogramm Gepäck ohne Zusatzgebühren aufzugeben. Branchenanalysen deuten darauf hin, dass Corendon mit dieser zweigleisigen Strategie sowohl preisbewusste Touristen als auch die Zielgruppe der ethnischen Verkehre gezielt binden möchte.

Für Inhaber bereits gebuchter Tickets ergeben sich durch die Umstellung keine Änderungen; alle zuvor vereinbarten Inklusivleistungen und Umbuchungskonditionen behalten ihre Gültigkeit. Für den Vertrieb bedeutet die Umstellung eine Vereinfachung der Systeme, da die Tariflogik nun stärker an den Standards anderer europäischer Low-Cost- und Ferienflieger ausgerichtet ist. Das Unternehmen betont, dass die operativen Abläufe stabil bleiben und die Modernisierung der Tarifwelt ein notwendiger Schritt zur Optimierung des Ertragsmanagements im laufenden Geschäftsjahr darstellt.

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