Boeing 737-800 (Foto: Steffen Lorenz).
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Corendon Airlines übernimmt Flugroute von Graz nach Hurghada

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Am Flughafen Graz kommt es im kommenden Winterflugplan zu einer Umstrukturierung im touristischen Linienverkehr. Die Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines übernimmt die Flugverbindung zwischen der steirischen Landeshauptstadt und dem ägyptischen Badeort Hurghada am Roten Meer.

Wie die Flughafendirektion am 29. Juni 2026 mitteilte, wird die Strecke im Winterhalbjahr mit zwei wöchentlichen Rotationen an den Verkehrstagen Montag und Mittwoch bedient. Die Abflugszeit in Graz ist für 14:00 Uhr angesetzt. Christian Hein, Verkaufsleiter bei Corendon Airlines, bestätigte die Übernahme der Route, durch die das Unternehmen seine Präsenz auf dem österreichischen Markt festigt, wo es an insgesamt fünf Verkehrsflughäfen operiert.

Die Neuaufstellung der Flugverbindung wurde notwendig, da sich die Fluggesellschaft Eurowings kurzfristig von dieser Relation zurückgezogen hat. Für den Flughafen Graz unter der Leitung von Geschäftsführer Wolfgang Grimus bedeutet der schnelle Betreiberwechsel eine Absicherung des Chartergeschäfts für die Wintersaison, da Ägypten traditionell zu den stark nachgefragten Destinationen des regionalen Publikums in den kalten Monaten zählt. Corendon Airlines, eine im Jahr 2004 gegründete Fluggesellschaft mit Sitz im türkischen Antalya und einer maltesischen Tochtergesellschaft für europäische Streckenrechte, bedient ab Graz bereits im Sommerhalbjahr zweimal wöchentlich die griechische Insel Kreta.

Luftfahrtanalysten betrachten den häufigen Wechsel von Fluggesellschaften an kleineren Regionalflughäfen als Symptom eines volatilen Marktumfeldes. Die Konsolidierung im europäischen Ferienflugsegment zwingt Regionalflughäfen wie Graz vermehrt dazu, flexibel auf Kapazitätsverschiebungen der großen Airlines zu reagieren. Da Fluglinien ihre Flottenplanung stark an den kurzfristigen Buchungsdaten der großen Reiseveranstalter ausrichten, bergen touristische Einzelrouten stets das Risiko plötzlicher Streichungen, falls die wirtschaftlichen Erwartungen oder die Pauschalreisepakete nicht die gewünschten Margen erzielen. Für die Passagiere bedeutet der Wechsel zu Corendon Airlines zwar den Erhalt der Flugoption, aber auch eine Umstellung bei den Service- und Tarifstrukturen im Vergleich zum vorherigen Anbieter.

Zudem verweisen Branchenkenner auf die geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken im nordafrikanischen Raum. Flugbucheffekte nach Ägypten reagieren erfahrungsgemäß sensibel auf regionale Instabilitäten im Nahen Osten, was für Ferienfluggesellschaften eine ständige Kalkulationsunsicherheit darstellt. Die langfristige Stabilität der Verbindung ab Graz hängt somit nicht nur von der Kooperation zwischen dem Flughafen und der Corendon Group ab, sondern maßgeblich von einer konstant bleibenden Nachfrage im preissensiblen Urlaubssegment angesichts steigender Treibstoffkosten und Flughafengebühren.

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