Boeing 737-Max-9 (Foto: Corendon Dutch Airlines).
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Corendon liebäugelt mit eigener Langstreckenflotte

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Der türkische Luftfahrtkonzern Corendon hat sich in den letzten Jahren als ein bedeutender Akteur auf dem europäischen Markt etabliert. Mit Tochtergesellschaften in der Türkei, den Niederlanden und Malta operiert Corendon mit einer Vielzahl von Flugzeugmodellen, die ein breites Spektrum an Routen abdecken.

Während die meisten ihrer Flugzeuge der Boeing 737-Serie angehören, hat Corendon Dutch Airlines kürzlich eine bemerkenswerte Ergänzung in ihrer Flotte vorgenommen: einen Airbus A350-900. Diese Entscheidung markiert den Beginn eines ehrgeizigen Vorhabens des Unternehmens, das künftig auch Langstreckenflüge anbieten könnte.

Corendon Airlines, Corendon Dutch Airlines und Corendon Airlines Europe bilden zusammen das Flottenportfolio des Konzerns. Jede dieser Fluggesellschaften betreibt hauptsächlich Boeing 737-Modelle:

  • Corendon Airlines nutzt sowohl Boeing 737-800 als auch die neuere Boeing 737 Max 8.
  • Corendon Dutch Airlines setzt auf Boeing 737 Max 9.
  • Corendon Airlines Europe fliegt überwiegend mit Boeing 737-800.

Zusätzlich haben die türkische und die niederländische Tochtergesellschaft einige Airbus A320 im Einsatz, die sie geleast haben. Diese Flottenstrategie erlaubt es Corendon, sowohl im Kurz- als auch im Mittelstreckenbereich flexibel zu agieren.

Der Airbus A350-900: Ein Blick auf die Langstrecke

Besonders auffällig ist der Einsatz eines Airbus A350-900 durch Corendon Dutch Airlines. Dieses Langstreckenflugzeug, das von der spanischen Fluggesellschaft World2Fly gemietet wird, hebt sich deutlich von den anderen Modellen ab, die Corendon nutzt. Der A350-900, der unter dem Kennzeichen EC-NTB fliegt, ist mit dem markanten Corendon-Logo in Rot und Gelb versehen.

Der Airbus A350-900 wird derzeit auf der Route zur niederländischen Karibikinsel Curaçao eingesetzt. Diese Route war früher Teil eines Kontingents, das Corendon von KLM, der niederländischen Nationalfluggesellschaft, erworben hatte. Der A350 hat zudem kürzlich auch Bonair und Hurghada angeflogen und wird voraussichtlich weiterhin auf diesen Langstrecken aktiv sein.

Ambitionen für eine eigene Langstreckenflotte

Das Interesse von Corendon Dutch Airlines an der Langstreckenluftfahrt zeigt sich nicht nur in der Anmietung des A350, sondern auch in den langfristigen Plänen des Unternehmens. Laut einem Interview mit dem Magazin *Luchtvaartnieuws* prüft Corendon Dutch Airlines derzeit den Aufbau einer eigenen Langstreckenflotte. Dies könnte eine bedeutende Erweiterung der bisherigen Betriebsstrategie darstellen und Corendon als ernsthaften Wettbewerber im Langstreckenflugmarkt positionieren.

Für den A350, der im November 2023 zur Flotte gestoßen ist, läuft der Mietvertrag über zwei Jahre. Nach Ablauf dieses Vertrags plant Corendon Dutch, einen ersten eigenen Langstreckenjet anzuschaffen. Als mögliche Modelle werden die Boeing 787 und der Airbus A330neo in Betracht gezogen. Diese Flugzeuge könnten Corendon nicht nur zusätzliche Flexibilität auf Langstreckenrouten bieten, sondern auch helfen, die Marktposition im internationalen Flugverkehr weiter auszubauen.

Corendons Schritt, sich im Langstreckenbereich zu engagieren, reflektiert eine größere Strategie, die darauf abzielt, das Geschäftsfeld zu diversifizieren und neue Marktsegmente zu erschließen. Während die Kernflotte des Unternehmens auf Kurz- und Mittelstreckenflüge ausgerichtet ist, könnte der Einstieg in den Langstreckenflugbereich neue Möglichkeiten für Wachstum und Expansion eröffnen.

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