Kreuzfahrtschiff (Foto: Costa).
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Costa präsentiert globales Portfolio auf der Wiener Ferienmesse 2026

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Die internationale Kreuzfahrtbranche blickt im Jänner 2026 gespannt auf die Bundeshauptstadt Österreichs. Im Rahmen der Wiener Ferienmesse, die vom 15. bis zum 18. Jänner 2026 ihre Tore geöffnet hat, präsentiert das Traditionsunternehmen Costa Kreuzfahrten eine weitreichende Neuausrichtung seines Angebots für die kommende Saison. Das Programm für das Jahr 2026 zeichnet sich durch eine signifikante Erweiterung der Kapazitäten im asiatischen Raum, eine logistische Aufwertung der Anreisemöglichkeiten für österreichische Passagiere sowie die Fortführung exklusiver Weltreisen aus.

Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Stärkung der Fluganbindung ab Wien, insbesondere durch neue Charterverbindungen nach Norditalien, die den Zugang zum westlichen Mittelmeer erleichtern sollen. Neben den klassischen Destinationen in Nordeuropa und der Karibik setzt das Unternehmen verstärkt auf spezialisierte Tarife für Familien und Alleinerziehende, um die Marktanteile in diesem Segment weiter auszubauen. Die Vorstellung der Programme erfolgt vor dem Hintergrund eines stabilen Wachstums im Sektor der Seereisen, wobei die Integration von sogenannten Sea Destinations neue Akzente in der Routenführung setzt.

Optimierte Logistik für den österreichischen Markt

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Präsentation in der Wiener Messehalle C liegt auf der Verbesserung der Anreiseinfrastruktur. Um der steigenden Nachfrage nach komfortablen Gesamtpaketen gerecht zu werden, führt Costa für den Sommer 2026 ein spezielles Fly-and-Cruise-Angebot ein. Kernstück dieser Logistikoffensive ist ein Direkt-Charterflug von Wien nach Genua, der in der Zeit vom 2. Mai bis zum 31. Oktober 2026 wöchentlich jeweils samstags operiert wird. Als Partner für diese Verbindung fungiert die nationale Fluggesellschaft Austrian Airlines. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Transferzeiten für Passagiere aus der Alpenrepublik zu den norditalienischen Einschiffungshäfen wie Savona erheblich zu verkürzen.

Zusätzlich zu den Flugverbindungen werden die bewährten Busshuttles von verschiedenen Einstiegspunkten in Österreich nach Italien fortgeführt. Diese Multimodalität in der Reiseplanung ermöglicht es dem Unternehmen, unterschiedliche Kundensegmente – von zeitkritischen Flugreisenden bis hin zu preisbewussten Buspassagieren – gezielt anzusprechen. Die Bedeutung des österreichischen Marktes wird durch diese exklusiven Zubringerdienste unterstrichen, die eine lückenlose Reisekette vom Heimatflughafen bis zur Schiffskabine garantieren.

Mittelmeer-Klassiker und neue Konzepte in Nordeuropa

Das Flaggschiff Costa Smeralda wird in der Sommersaison 2026 das westliche Mittelmeer bedienen. Die Routenführung umfasst bedeutende Hafenstädte wie Marseille, Barcelona, Palermo und die Baleareninsel Ibiza. Dabei setzt das Unternehmen verstärkt auf längere Liegezeiten in den Zielhäfen, um den Passagieren umfassende Möglichkeiten für Landausflüge und kulturelle Erkundungen zu bieten.

Parallel dazu wird das Engagement in Nordeuropa massiv ausgeweitet. Mit der Costa Favolosa und der Costa Diadema kommen zwei Einheiten zum Einsatz, die unterschiedliche geografische Schwerpunkte abdecken. Während die Costa Diadema einwöchige Touren ab Kiel mit Zielen wie Kopenhagen und dem Geirangerfjord durchführt, startet die Costa Favolosa ab Hamburg zu spezialisierten Routen. Das Spektrum reicht hier von den norwegischen Fjorden über Island und das Nordkap bis hin zu den Lofoten und Schottland. Eine technische und navigatorische Neuerung stellt die Einbindung des Sognefjords dar, der aufgrund seiner Tiefe und Lage besondere Anforderungen an die Schiffsführung stellt. Die Einführung der Sea Destinations ergänzt die klassische Kreuzfahrt: Hierbei verharrt das Schiff an nautisch interessanten Punkten oder reduziert die Geschwindigkeit deutlich, um den Passagieren eine intensive Beobachtung der maritimen Umgebung direkt vom Deck aus zu ermöglichen, ohne dabei einen Hafen anzulaufen.

Expansion in Asien und die große Weltreise 2026

Ein strategischer Meilenstein für das Jahr 2026 ist die Erweiterung der Präsenz im asiatischen Raum. Die Costa Serena wird ab Juni 2026 zwei neue, jeweils elf Tage dauernde Routen befahren. Die erste Route verknüpft Südkorea mit verschiedenen Destinationen in Japan und China. Im Oktober folgt ein zweites Programm, das sich intensiv mit den unterschiedlichen Regionen des japanischen Archipels auseinandersetzt. Auch für diese Fernost-Einsätze bietet das Unternehmen Fly-and-Cruise-Pakete ab Österreich an, was die internationale Vernetzung des Standorts Wien im Bereich der Kreuzfahrtlogistik weiter stärkt.

Den Höhepunkt des nautischen Kalenders bildet jedoch die Weltreise der Costa Serena, die im Oktober 2026 in Tokio ihren Anfang nimmt. Über einen Zeitraum von 66 Tagen führt die Fahrt von Japan bis nach Buenos Aires in Argentinien. Diese Expedition verbindet drei Kontinente und führt durch insgesamt 15 Länder, wobei 26 unterschiedliche Reiseziele angelaufen werden. Solche Langzeitreisen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei einem Publikum, das eine kontinuierliche Reiseerfahrung über verschiedene Klimazonen und Kulturräume hinweg sucht.

Tarifstrukturen und ökonomische Rahmenbedingungen

Um die Wettbewerbsfähigkeit in einem preissensiblen Marktumfeld zu sichern, hat Costa Kreuzfahrten seine Preismodelle für 2026 angepasst. Ein Fokus liegt dabei auf der Zielgruppe Familie. Das Happy-Family-Comfort-Angebot ermöglicht es Familien mit bis zu vier Kindern, zwei Kabinen zu vorteilhaften Konditionen zu buchen, was den räumlichen Komfort an Bord deutlich erhöht. Gleichzeitig trägt der Single-mit-Kind-Tarif dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung, indem für die mitreisenden Minderjährigen signifikante Preisnachlässe gewährt werden, sofern die erwachsene Begleitperson den vollen Leistungsumfang bucht.

Wirtschaftlich flankiert werden diese Maßnahmen durch zeitlich befristete Vertriebsaktionen. Das bis Anfang Februar 2026 verfügbare All-Inclusive-Paket inkludiert gastronomische Zusatzleistungen, die die Nebenkostenrechnung für die Passagiere kalkulierbarer machen. Diese Transparenz in der Preisgestaltung wird in der Branche als notwendiges Instrument angesehen, um die Hemmschwelle für Erstkreuzfahrer zu senken und die Bindung von Stammkunden zu erhöhen. Die Präsentation auf der Wiener Ferienmesse dient somit nicht nur der Information, sondern ist ein gezielter Auftakt für die Buchungsphase des laufenden Geschäftsjahres, in dem das Unternehmen eine Rückkehr zu stabilen Auslastungsraten über alle Zielgebiete hinweg anstrebt.

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