Die Projektgesellschaft Centralny Port Komunikacyjny (CPK) hat ein umfangreiches Beschaffungsverfahren für die Sicherheitsausstattung des neuen polnischen Zentralflughafens gestartet.
Das unter dem Namen „Port Polska“ geführte strategische Investitionsprogramm sieht die Beschaffung von insgesamt 362 hochmodernen Kontrollgeräten vor. Das Verfahren umfasst nicht nur die Lieferung und Installation, sondern auch die langfristige Wartung der Systeme im Passagierterminal sowie in weiteren betriebsrelevanten Gebäuden. Ziel ist es, den künftigen Luftverkehrsknotenpunkt zwischen Warschau und Łódź mit modernster Technologie für die Passagier- und Gepäckkontrolle auszustatten, um den höchsten internationalen Sicherheitsstandards gerecht zu werden.
Der Auftrag ist in acht Lose unterteilt und wird in Form eines wettbewerblichen Dialogs durchgeführt, wobei für jedes Los bis zu fünf spezialisierte Unternehmen zur Teilnahme eingeladen werden. Zum technischen Anforderungsprofil gehören unter anderem integrierte Gepäckkontrollsysteme, Körperkontrollgeräte der neuesten Generation sowie Detektionssysteme für Sprengstoffspuren in Schuhen und Flüssigkeitsanalysatoren. Besonders hervorgehoben werden computergestützte Kabinengepäckkontrollgeräte mit automatisierten Tablettrückführungen, die den Durchlauf an den Kontrollpunkten beschleunigen sollen. Bewerbungen von interessierten Unternehmen werden bis Juni 2026 entgegengenommen, gefolgt von einer Dialogphase im August 2026.
Zusätzliche Branchenanalysen unterstreichen die Dimension dieses Infrastrukturprojekts, das eine Kapazität von zunächst 34 bis 44 Millionen Passagieren pro Jahr anstrebt. Die zeitliche Planung sieht die endgültige Auswahl der Auftragnehmer für August 2027 vor, um eine termingerechte Inbetriebnahme zum geplanten Eröffnungstermin im Jahr 2032 sicherzustellen. Das Projekt Port Polska fungiert dabei nicht nur als Flughafenbau, sondern als integrierter Verkehrsknotenpunkt, der den Luftverkehr mit einem neuen Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz und dem Straßenverkehr verknüpft. Die Flexibilität des Entwurfs soll zudem künftige Erweiterungen ermöglichen, falls die Passagierzahlen die aktuellen Prognosen übersteigen.
Hintergrundrecherchen verdeutlichen, dass Polen mit diesem Vorhaben seine Position im europäischen Luftverkehrsmarkt massiv stärken will. Der neue Flughafen soll die bestehenden Kapazitätsgrenzen des Warschauer Chopin-Flughafens überwinden und als zentrales Drehkreuz für Osteuropa fungieren. Die Investitionssummen für die Sicherheitsinfrastruktur sind Teil eines Milliardenpakets, das die Modernisierung der gesamten polnischen Verkehrslandschaft vorsieht. Durch die Einbindung internationaler Experten im Rahmen des wettbewerblichen Dialogs stellt die CPK sicher, dass zum Zeitpunkt der Eröffnung technologisch führende Systeme im Einsatz sind, die sowohl die Effizienz der Abfertigung als auch die Sicherheit am Boden maximieren.