Croatia Airlines, die nationale Fluggesellschaft Kroatiens, plant, ihren Betrieb am Flughafen Zagreb (ZAG) im Sommer 2025 erheblich auszubauen. Mit der Einführung von fünf neuen Flugverbindungen will die Airline nicht nur ihre Präsenz in Europa stärken, sondern auch Städte anfliegen, die zuvor aufgrund der globalen Gesundheitskrise während der COVID-19-Pandemie gestrichen wurden.
Die neuen Ziele umfassen Direktflüge von Zagreb nach Prag, Bukarest, Madrid, Mailand und Hamburg. Die geplanten Routen spiegeln die Strategie von Croatia Airlines wider, sich auf zentrale europäische Destinationen zu konzentrieren, um ihre Position auf dem internationalen Luftfahrtmarkt zu festigen.
Einblicke in die neuen Strecken
Ab dem 2. Juni 2025 wird Croatia Airlines die ersten zwei neuen Routen nach Mailand (MXP) und Prag (PRG) aufnehmen. Beide Strecken werden dreimal pro Woche bedient. Ab Juli 2025 folgen drei weitere Verbindungen nach Hamburg (HAM), Bukarest (OTP) und Madrid (MAD). Der erste Flug nach Hamburg wird am 1. Juli 2025 starten, während der Flug nach Madrid einen Tag später, am 3. Juli, aufgenommen wird. Alle fünf neuen Verbindungen werden mit dem Airbus A220-300 durchgeführt, einem modernen Flugzeug mit einer Kapazität von 149 Passagieren in einer einzigen Kabinenklasse.
Interessanterweise handelt es sich bei einigen dieser Ziele um Strecken, die von Croatia Airlines bereits vor der Pandemie bedient wurden. So war die Airline bis 2019 unter anderem nach Prag, Mailand und Bukarest geflogen, bevor die Corona-Pandemie die Flugpläne der Gesellschaft zum Erliegen brachte. Der Flug nach Hamburg ist eine Premiere für die Airline, da die Route zuletzt 2012 bedient wurde und seitdem nicht mehr im Angebot war. Zum Vergleich: Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings hatte die Verbindung nach Hamburg 2019 wieder aufgenommen, die jedoch momentan nicht mehr aktiv ist.
Wettbewerb auf einigen Strecken
Auf einigen dieser neuen Routen wird Croatia Airlines mit anderen Airlines konkurrieren. So betreibt Iberia bereits eine Verbindung zwischen Madrid und Zagreb, was den kroatischen Anbieter direkt in Wettbewerb mit der spanischen Fluggesellschaft stellt. Auf der Strecke nach Mailand ist ebenfalls eine indirekte Konkurrenz durch Ryanair zu erwarten, die zwischen Zagreb und dem nahegelegenen Flughafen Bergamo (BGO) während der Sommermonate mehrmals pro Woche fliegt. Trotz dieser Konkurrenz bleibt Croatia Airlines optimistisch, was die Nachfrage auf diesen etablierten Strecken angeht.
Ein weiterer geplante Ausbau der Streckenführung von Zagreb aus betraf ursprünglich auch die Verbindung nach Lissabon, die jedoch aufgrund von Schwierigkeiten bei der Zuteilung von Flugzeiten am Flughafen Lissabon nicht realisiert werden konnte.
Modernisierung der Flotte
Die Erweiterung des Streckennetzes erfolgt gleichzeitig mit einer umfassenden Modernisierung der Flotte von Croatia Airlines. Das Unternehmen setzt auf die Einführung des Airbus A220-300, eines modernen, hocheffizienten Flugzeugs, das für mittlere Strecken konzipiert wurde. Die ersten zwei Exemplare dieses Flugzeugtyps sind bereits in Betrieb, und weitere elf Maschinen wurden bestellt. Insgesamt wird die Flotte von Croatia Airlines nach der vollständigen Lieferung 15 Airbus A220-300 und -100 umfassen. Die ersten sechs Flugzeuge werden 2025 erwartet, wobei vier weitere Maschinen 2026 und die letzten drei im Jahr 2027 hinzukommen sollen. Diese Erweiterung der Flotte erfolgt im Rahmen von Leasingvereinbarungen mit internationalen Finanzunternehmen wie Griffin Global Asset Management und Air Lease Corporation.
Die A220-Flotte von Croatia Airlines markiert einen strategischen Schritt in der Modernisierung der gesamten Luftfahrtflotte des Unternehmens. Im Juni 2024 präsentierte die Fluggesellschaft zudem ein neues Corporate Design mit einer überarbeiteten Farbgebung und einem neuen Logo, das an das historische Design der Fluggesellschaft anknüpft. Dieses Rebranding soll nicht nur das visuelle Erscheinungsbild der Airline stärken, sondern auch das nationale Erbe Kroatiens in der Markenidentität betonen. Laut Jasmin Bajić, dem CEO von Croatia Airlines, soll das neue Design die Sichtbarkeit und Anerkennung der Marke auf internationalen Märkten erhöhen und die Bedeutung von Croatia Airlines als nationale Fluggesellschaft Kroatiens unterstreichen.