Die Traditionsreederei Cunard Line hat am 5. Jänner 2026 den Auftakt für die Weltreise ihres neuesten Flottenmitglieds, der Queen Anne, im Hamburger Hotel Atlantic begangen. Nach einem Gala-Abend für die Passagiere bricht das Schiff am 6. Januar zu einer 117-tägigen Reise auf. Die Route umfasst Stationen entlang der afrikanischen Küste, Asien, Australien sowie die USA und die Karibik. Zu den über 30 angelaufenen Häfen zählen Metropolen wie Kapstadt, Singapur, Sydney und Los Angeles. An Bord befinden sich mehr als 200 Gäste aus dem deutschsprachigen Raum, die unter anderem die Überquerung der internationalen Datumsgrenze Ende März bei Honolulu erleben werden.
Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die logistische Dimension dieses Vorhabens. Die Queen Anne, die erst 2024 in Dienst gestellt wurde, bietet Platz für rund 3.000 Passagiere und verfügt über 14 Decks. Während sie ihre Reise ostwärts beginnt, startet am 11. Januar 2026 die Queen Mary 2 von Southampton aus zu einer 108-Nächte-Weltreise in westlicher Richtung. Dieses Schiff, der einzige verbliebene echte Ocean Liner der Welt, führt seine Route durch den Panamakanal. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach solchen ultralangen Kreuzfahrten im Luxussegment stabil bleibt, wobei Cunard durch die Kombination von Hotelübernachtungen und Zubringerdiensten eine spezifische Klientel anspricht.
Wirtschaftlich gesehen stellt das Segment der Weltreisen für die Reederei eine zentrale Einnahmequelle dar. Für die kommenden Saisons 2027 und 2028 sind bereits umfangreiche Programme veröffentlicht worden. So wird die Queen Victoria 2027 eine 111-Nächte-Tour absolvieren, die in Hamburg endet. Die Preise für solche Expeditionen spiegeln das gehobene Niveau wider: Kabinen für die 90-tägige Südamerika-Reise der Queen Anne im Jahr 2027 werden beispielsweise ab etwa 15.000 Euro angeboten. In der Branche wird beobachtet, dass die Vorausbuchungsfristen für diese Reisen oft über 18 Monate betragen, was der Reederei eine hohe Planungssicherheit für den Einsatz ihrer Kapazitäten ermöglicht.
Für das Jahr 2028 plant Cunard eine Rückkehr der Queen Elizabeth nach Japan. Im Rahmen einer 113-Nächte-Weltreise sollen Häfen wie Yokohama und Nagasaki sowie das südkoreanische Busan angelaufen werden. Die technische Ausstattung der Schiffe wurde für diese langen Passagen optimiert, um eine autarke Versorgung über viele Seetage hinweg zu gewährleisten. Während die Queen Anne auf moderne Kreuzfahrttechnologie setzt, bleibt die Queen Mary 2 aufgrund ihrer Bauweise das bevorzugte Schiff für die anspruchsvollen Transatlantik- und Pazifiküberquerungen. Die strategische Verteilung der vier „Queens“ auf unterschiedliche globale Routen soll die Marktführerschaft im Bereich der klassischen Weltumrundungen festigen.