Januar 4, 2026

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Januar 4, 2026

Rechtsstreit um Klagenfurter Flughafen: Erstinstanzliches Urteil erschüttert Eigentumsverhältnisse

Die juristische Aufarbeitung der Privatisierung und anschließenden Rückverstaatlichung des Klagenfurter Flughafens hat eine überraschende Wende genommen. Das Handelsgericht Wien gab in einem erstinstanzlichen Urteil der Feststellungsklage der Lilihill-Gruppe des Immobilieninvestors Franz-Peter Orasch statt. Damit wurde die Wirksamkeit der sogenannten Call-Option infrage gestellt, mit der das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt im Jahr 2023 die Mehrheitsanteile am Flughafen zurückerworben hatten. Kernpunkt der gerichtlichen Entscheidung ist die Bewertung der Passagierzahlen während der Ausläufer der globalen Pandemie. Während das Land auf das Nichterreichen der vertraglich fixierten Mindestmarke von 100.000 Fluggästen pocht, wertete das Gericht die damaligen Einschränkungen als höhere Gewalt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, weshalb die operativen Eigentumsverhältnisse vorerst unverändert bleiben. Die Vorgeschichte des Konflikts reicht zurück in das Jahr 2018, als Lilihill die Mehrheit am Kärntner Landesflughafen übernahm. Die damaligen Pläne sahen massive Investitionen in die Infrastruktur und den Ausbau zu einem modernen Luftfahrt-Drehkreuz vor. In den Folgejahren kam es jedoch zu erheblichen Differenzen zwischen dem privaten Investor und den öffentlichen Anteilseignern. Kritiker warfen der Lilihill-Gruppe vor, das Hauptaugenmerk nicht auf den Flugbetrieb, sondern auf die Entwicklung der umfangreichen, nicht betriebsnotwendigen Grundstücke zu legen. Als die Passagierzahlen in den Jahren 2021 und 2022 deutlich unter der kritischen Marke von 100.000 blieben, sahen das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt die vertragliche Grundlage für einen Rückkauf gegeben und zogen die Call-Option. Juristische Bewertung der Pandemie-Folgen Das Handelsgericht Wien stützt seine 77 Seiten umfassende Entscheidung maßgeblich auf die Argumentation der Klägerseite, wonach der Flugverkehr im Jahr 2022 noch massiv unter

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Debatte um österreichische Flugabgabe: Verkehrsminister lehnt Abschaffung ab

Mit dem Beginn der Wintersaison rücken die österreichischen Regionalflughäfen in Innsbruck, Salzburg und Linz wieder in das Zentrum der wirtschaftlichen Aufmerksamkeit. Besonders in Innsbruck werden zwei Drittel des jährlichen Passagieraufkommens in den Wintermonaten abgewickelt, wobei Urlauber aus Großbritannien und den Niederlanden die wichtigste Kundengruppe darstellen. Vor diesem Hintergrund fordern die Tourismuslandesräte aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich eine vollständige Abschaffung der nationalen Flugabgabe, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Standorte zu sichern. Nach Ansicht der Landespolitiker belastet die Ticketsteuer, die Flüge pro Strecke um etwa 12 bis 15 Euro verteuert, den Tourismusstandort und schwächt die globale Anbindung der Regionen. Verkehrsminister Peter Hanke hat diesen Forderungen jedoch eine deutliche Absage erteilt. Unter Verweis auf die angespannte Haushaltslage des Bundes erklärte sein Büro gegenüber dem Kurier, dass man auf die Einnahmen aus der Flugabgabe nicht verzichten könne. Jährlich fließen durch diese Steuer rund 168 Millionen Euro in den Staatshaushalt. Die Argumentation der Politik steht dabei im Kontrast zur aktuellen Marktlage: Trotz der Abgabe bleiben Flugverbindungen von Regionalflughäfen nach London oder Amsterdam mit Preisen ab etwa 130 Euro für Hin- und Rückflug oft kostengünstiger als vergleichbare Bahnreisen innerhalb Österreichs. Branchenkenner beobachten, dass Billigfluggesellschaften die Steuerkosten bisher weitgehend abfedern konnten, ohne dass die Passagierzahlen im Wintersegment einbrachen. Luftfahrtexperten bewerten die Wirksamkeit einer möglichen Steuerstreichung für die Anbindung an große Drehkreuze skeptisch. Zwar könnte der Wegfall der Abgabe zusätzliche Billigflieger anlocken, das Kernproblem der Regionalflughäfen – der Verlust wichtiger Zubringerflüge – bliebe jedoch bestehen. So haben Innsbruck und Linz ihre direkten Verbindungen zum Drehkreuz Frankfurt verloren. Experten

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Cunard startet Weltumrundung 2026 mit der Queen Anne in Hamburg

Die Traditionsreederei Cunard Line hat am 5. Jänner 2026 den Auftakt für die Weltreise ihres neuesten Flottenmitglieds, der Queen Anne, im Hamburger Hotel Atlantic begangen. Nach einem Gala-Abend für die Passagiere bricht das Schiff am 6. Januar zu einer 117-tägigen Reise auf. Die Route umfasst Stationen entlang der afrikanischen Küste, Asien, Australien sowie die USA und die Karibik. Zu den über 30 angelaufenen Häfen zählen Metropolen wie Kapstadt, Singapur, Sydney und Los Angeles. An Bord befinden sich mehr als 200 Gäste aus dem deutschsprachigen Raum, die unter anderem die Überquerung der internationalen Datumsgrenze Ende März bei Honolulu erleben werden. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die logistische Dimension dieses Vorhabens. Die Queen Anne, die erst 2024 in Dienst gestellt wurde, bietet Platz für rund 3.000 Passagiere und verfügt über 14 Decks. Während sie ihre Reise ostwärts beginnt, startet am 11. Januar 2026 die Queen Mary 2 von Southampton aus zu einer 108-Nächte-Weltreise in westlicher Richtung. Dieses Schiff, der einzige verbliebene echte Ocean Liner der Welt, führt seine Route durch den Panamakanal. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach solchen ultralangen Kreuzfahrten im Luxussegment stabil bleibt, wobei Cunard durch die Kombination von Hotelübernachtungen und Zubringerdiensten eine spezifische Klientel anspricht. Wirtschaftlich gesehen stellt das Segment der Weltreisen für die Reederei eine zentrale Einnahmequelle dar. Für die kommenden Saisons 2027 und 2028 sind bereits umfangreiche Programme veröffentlicht worden. So wird die Queen Victoria 2027 eine 111-Nächte-Tour absolvieren, die in Hamburg endet. Die Preise für solche Expeditionen spiegeln das gehobene Niveau wider: Kabinen für die 90-tägige

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Handgreiflichkeiten: PIA-Personal am Flughafen Dschidda festgesetzt

Die staatliche Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) hat zwei Mitglieder ihres Kabinenpersonals mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert, nachdem es am 23. Dezember 2025 am Flughafen von Dschidda zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen war. Die beiden Flugbegleiter lieferten sich kurz vor dem Boarding eines Fluges nach Multan in der Abflughalle ein physisches Handgemenge, das von anwesenden Fluggästen gefilmt und in sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Die Fluggesellschaft erklärte, dass ein solches Verhalten massiv gegen die professionellen Verhaltensregeln verstoße und das Ansehen des Unternehmens schädige. Eine interne Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Hintergründe des Konflikts zu klären und weitere disziplinarische Schritte einzuleiten. Zusätzliche Recherchen im Umfeld des saudi-arabischen Flughafenmanagements deuten darauf hin, dass der Vorfall zu einer erheblichen Verzögerung des Flugbetriebs führte, da die betroffene Maschine aufgrund der fehlenden Mindestbesetzung zunächst nicht starten durfte. Die örtliche Polizei in Dschidda musste einschreiten, um die Situation in der Abflughalle zu beruhigen und die Personalien der Beteiligten aufzunehmen. Erst nach der Organisation von Ersatzpersonal konnte die Maschine mit mehrstündiger Verspätung die Reise nach Pakistan antreten. Branchenexperten weisen darauf hin, dass PIA bereits seit längerer Zeit mit internen Disziplinarproblemen und personellen Engpässen zu kämpfen hat, was den Druck auf die verbleibende Belegschaft erhöht. Der Vorfall ereignete sich während der Hochsaison für religiöse Reisen, in der die Flugverbindungen zwischen Saudi-Arabien und Pakistan besonders stark ausgelastet sind. PIA steht ohnehin unter scharfer Beobachtung der internationalen Luftfahrtbehörden, da die Airline versucht, nach jahrelangen Sperren ihre Marktposition in Europa und im Nahen Osten zurückzugewinnen. Ein solches Fehlverhalten des Bordpersonals

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Kassel-Calden verzeichnet weiterhin Millionenverluste trotz wirtschaftlicher Impulse

Der Regionalflughafen Kassel-Calden kämpft auch im Jahr 2026 mit seiner finanziellen Bilanz. Nach Angaben des Hessischen Finanzministeriums beläuft sich das jährliche Defizit konstant auf knapp fünf Millionen Euro, ein Betrag, der auch für das laufende Geschäftsjahr im Wirtschaftsplan veranschlagt wurde. Besonders der Linienverkehr bereitet Sorgen: Nachdem die Fluggesellschaft Sundair ihre einzige stationierte Maschine bereits 2024 abgezogen hatte, verzeichnete der Flughafen im Winterhalbjahr kaum regelmäßige Flugverbindungen. Erst ab Ende Januar finden sich vereinzelte Ziele wie Gran Canaria und Teneriffa im Flugplan wieder. Die Umsetzung von Kooperationen mit alternativen Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern gestaltet sich laut Branchenberichten weiterhin als schwierig. Trotz der roten Zahlen hält das Land Hessen, das mit 68 Prozent der größte Anteilseigner ist, am Standort fest. Das Ministerium argumentiert mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung und der sogenannten Umwegrentabilität. Eine aktuelle Studie des Zentrums für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL) belegt, dass sich seit der Eröffnung im Jahr 2013 die Zahl der direkten Arbeitsplätze am Flughafen um über 82 Prozent auf knapp 1.300 erhöht hat. Insgesamt werden dem Flughafen rund 3.400 Arbeitsplätze und eine jährliche Bruttowertschöpfung von etwa 291 Millionen Euro zugeschrieben. Das generierte Steueraufkommen von über 72 Millionen Euro pro Jahr fließt zu erheblichen Teilen an Bund, Länder und Kommunen zurück, was nach Ansicht der Befürworter die staatlichen Zuschüsse rechtfertigt. Kritik kommt hingegen von Luftfahrtexperten wie Professorin Yvonne Ziegler von der Frankfurt University of Applied Sciences. Sie bemängelt, dass der Flughafen seine ursprüngliche Bestimmung – den infrastrukturellen Anschluss Nordhessens an den internationalen Flugverkehr – angesichts der geringen Passagierzahlen völlig verfehlt

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Bundesnetzagentur verschärft Maßnahmen gegen mangelhaftes Baustellen-Management der Bahn

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hat das Baustellen-Management der Deutschen Bahn massiv kritisiert und weitere ordnungsrechtliche Schritte angekündigt. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ bezeichnete Müller die aktuelle Planungssicherheit für den Personen- und Güterverkehr als unzureichend. Hintergrund der Kritik sind die drastisch gesunkenen Quoten bei der rechtzeitigen Ankündigung von Baumaßnahmen. Während im Sommer 2025 noch 62 Prozent der Baustellen fristgerecht an die Wettbewerber kommuniziert wurden, sank dieser Wert im Spätherbst auf lediglich 55 Prozent. Müller betonte, dass die notwendige Modernisierung des Schienennetzes zwar eine gewaltige Herausforderung darstelle, der reibungslose Ablauf des Verkehrs jedoch oberste Priorität haben müsse. Infolge der anhaltenden Missstände hat die Bundesnetzagentur bereits Zwangsgelder in Höhe von 2,8 Millionen Euro gegen die Infrastrukturtochter DB InfraGO verhängt. Da diese Zahlungen bisher keine messbare Verbesserung der Planungsqualität bewirkt haben, setzt die Behörde nun auf ein verschärftes Instrumentarium: Geplante Strafzahlungen sollen dazu führen, dass die Bahn alle betroffenen Verkehrsunternehmen bei kurzfristigen Einschränkungen direkt entschädigen muss. In besonders schweren Fällen von verspäteter Kommunikation behält sich die Netzagentur zudem vor, Baumaßnahmen komplett zu untersagen oder zu verschieben. Gegen diese weitreichenden Befugnisse der Aufsichtsbehörde hat die Deutsche Bahn jedoch bereits rechtliche Schritte eingeleitet und Klage erhoben. Zusätzliche Recherchen im Branchenumfeld verdeutlichen, dass insbesondere private Güterbahnen unter der mangelnden Vorhersehbarkeit leiden. Kurzfristige Umleitungen oder Sperrungen führen zu erheblichen Mehrkosten und logistischen Problemen, da Lokführer und Trassenkapazitäten auf den Ausweichrouten oft nicht ad hoc verfügbar sind. Das Management der DB InfraGO verteidigt die kurzfristigen Eingriffe häufig mit dem Hinweis auf den akuten Sanierungsstau und

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Pünktlichkeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn erreicht neuen Tiefstand

Die Pünktlichkeitswerte der Deutschen Bahn im Fernverkehr haben im Jahr 2025 einen weiteren historischen Tiefpunkt erreicht. Laut aktuellen Erhebungen erreichten lediglich 60,1 Prozent der ICE- und Intercity-Züge ihre Ziele planmäßig, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet, in dem die Quote noch bei 62,5 Prozent lag. Ein Blick auf die langfristige Entwicklung verdeutlicht die Schwere der operativen Krise: Vor zehn Jahren, im Jahr 2015, lag der Anteil pünktlicher Züge noch bei 74,4 Prozent. Die Bahn definiert einen Zug offiziell als verspätet, wenn er mehr als sechs Minuten nach der fahrplanmäßigen Ankunftszeit eintrifft, wobei ausgefallene Züge in dieser Statistik oft gar nicht erst berücksichtigt werden. Als Hauptursachen für die mangelnde Zuverlässigkeit führt der Staatskonzern das veraltete und marode Schienennetz an, das derzeit an zahlreichen Stellen gleichzeitig saniert werden muss. Diese Baustellen führen zu massiven Kapazitätsengpässen, besonders an den hochbelasteten Fernverkehrsknoten wie Frankfurt, Köln oder Hamburg. Hier stauen sich die Züge regelmäßig, da die Infrastruktur für das aktuelle Verkehrsaufkommen nicht mehr ausgelegt ist. Zudem erschweren technische Defekte an den Fahrzeugflotten sowie Personalengpässe den stabilen Betrieb. Die Konzernleitung sicherte zu, dass eine Trendwende eingeleitet sei, räumte jedoch ein, dass das Ziel für das Jahr 2026 zunächst lediglich in einer Stabilisierung der Werte auf dem Niveau von mindestens 60 Prozent besteht. Zusätzliche Recherchen im Umfeld des Bundesverkehrsministeriums zeigen, dass der Druck auf das Management der Deutschen Bahn wächst. Kritiker werfen dem Konzern vor, die Modernisierung der Infrastruktur über Jahrzehnte vernachlässigt zu haben, während gleichzeitig das Angebot im Fernverkehr stetig ausgeweitet wurde. Um die Situation

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Operative Krise bei Uganda Airlines: Passagiere sitzen tagelang in Dubai fest

Die staatliche Fluggesellschaft Uganda Airlines sieht sich nach massiven Verspätungen und Flugausfällen im Dezember 2025 mit einer Untersuchung durch die nationale Zivilluftfahrtbehörde konfrontiert. Dutzende Reisende saßen am Flughafen Dubai fest, wobei sich der Rückflug nach Entebbe um mehr als drei Tage verzögerte. Betroffene Passagiere kritisierten lautstark das mangelnde Informationsmanagement der Fluggesellschaft; stundenlanges Warten ohne konkrete Auskünfte zu Ursachen oder neuen Abflugterminen prägte die Situation am Terminal. Fred K. Bamwesigye, Chef der ugandischen Zivilluftfahrtbehörde, betonte, dass zwar keine unmittelbaren Sicherheitsbedenken bestünden, die Häufung der Störungen jedoch eine detaillierte Prüfung der betrieblichen Abläufe und Kapazitäten erforderlich mache. Die Konzernführung von Uganda Airlines führt die Probleme auf die begrenzte Flottengröße von derzeit lediglich sieben Flugzeugen zurück. Technische Defekte an einzelnen Maschinen lösen aufgrund fehlender Reservekapazitäten sofortige Kettenreaktionen im gesamten internationalen Streckennetz aus. Konzernchefin Jenifer Bamuturaki räumte die operativen Herausforderungen ein und entschuldigte sich öffentlich für die Unannehmlichkeiten. Branchenanalysen verdeutlichen, dass insbesondere die Wartungsintervalle der Langstreckenflotte vom Typ Airbus A330-800neo das Unternehmen vor logistische Schwierigkeiten stellen, da Ersatzteile oft aus Europa eingeflogen werden müssen, was die Standzeiten unplanmäßig verlängert. Zusätzliche Recherchen im Umfeld des Verkehrsministeriums in Kampala deuten darauf hin, dass die Fluggesellschaft unter erheblichem finanziellen Druck steht und die Flottenexpansion langsamer voranschreitet als ursprünglich geplant. Um die Zuverlässigkeit auf prestigeträchtigen Routen wie nach Dubai oder Mumbai zu sichern, wird derzeit über die kurzfristige Anmietung von Ersatzmaschinen (Wet-Lease) nachgedacht. Experten weisen darauf hin, dass die Zuverlässigkeit ein entscheidender Faktor für den Erfolg der erst 2019 reaktivierten Airline ist, da sie in direktem Wettbewerb mit

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Biman Bangladesh Airlines forciert Flottenausbau mit Boeing-Großauftrag

Die Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines hat weitreichende Pläne zur Modernisierung und Erweiterung ihrer Flotte bekannt gegeben. Der Vorstand des Unternehmens genehmigte am 30. Dezember 2025 die Absichtserklärung zum Erwerb von 14 zusätzlichen Flugzeugen des US-Herstellers Boeing. Das Paket umfasst zwei Maschinen vom Typ Boeing 787-9, acht der größeren Variante Boeing 787-10 sowie vier Kurz- und Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737 Max 8. Diese Entscheidung markiert den Beginn formaler Preisverhandlungen und technischer Abstimmungen. Finanzielle oder rechtliche Verpflichtungen entstehen erst mit der Unterzeichnung der endgültigen Kaufverträge, die für das laufende Jahr 2026 erwartet werden. Dieser geplante Zuwachs ist Teil eines umfassenderen Handelsabkommens zwischen Bangladesch und den Vereinigten Staaten. Im Rahmen von Verhandlungen über gegenseitige Zolltarife verpflichtete sich die Regierung in Dhaka bereits im Vorfeld zum Erwerb von bis zu 25 Boeing-Flugzeugen. Mit dem Ausbau der Kapazitäten verfolgt Biman Bangladesh das Ziel, den Marktanteil gegenüber ausländischen Fluggesellschaften massiv zu erhöhen. Aktuell halten heimische Carrier lediglich etwa 25 Prozent des internationalen Verkehrsaufkommens in Bangladesch. Die neuen Langstreckenmaschinen sollen es der Fluggesellschaft ermöglichen, die Präsenz auf lukrativen Routen nach Europa, Nordamerika und in den Nahen Osten zu verstärken und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zusätzliche Branchenanalysen weisen darauf hin, dass die Entscheidung für Boeing eine Herausforderung für den europäischen Konkurrenten Airbus darstellt. Zwar gab es bereits im Jahr 2023 Absichtserklärungen über den Kauf von zehn Airbus A350, darunter auch Frachtmaschinen, doch der Status dieser Verhandlungen bleibt angesichts der jüngsten Boeing-Offensive unklar. Biman Bangladesh betreibt derzeit eine Flotte von 19 Flugzeugen, von denen 14 bereits von Boeing

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Wettbewerbsbehörde genehmigt Beteiligungserhöhung von United Airlines an Azul

Die brasilianische Kartellbehörde CADE (Conselho Administrativo de Defesa Econômica) hat grünes Licht für die Aufstockung der Kapitalbeteiligung von United Airlines an der brasilianischen Fluggesellschaft Azul gegeben. Ohne weitere Auflagen darf die US-amerikanische Fluggesellschaft ihre Anteile von bislang rund 2 % auf fast 8 % erhöhen. Diese Transaktion erfolgt im Rahmen einer Investition von etwa 100 Millionen US-Dollar und ist eng verknüpft mit dem laufenden Restrukturierungsprozess von Azul unter dem US-Insolvenzrecht (Chapter 11). United Airlines ist bereits seit 2015 Minderheitsinvestor und festigt durch diesen Schritt die langjährige strategische Partnerschaft, die auch umfassende Codeshare-Abkommen umfasst. Azul, die drittgrößte Fluggesellschaft Brasiliens, befindet sich seit Mai 2025 im Gläubigerschutzverfahren. Trotz der finanziellen Neuausrichtung wird der reguläre Flugbetrieb ohne Unterbrechungen fortgesetzt. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass das Unternehmen unter erheblichem Druck durch auf US-Dollar lautende Leasingverpflichtungen, schwankende Treibstoffpreise und Währungsvolatilität steht. Die durch die Anteilsaufstockung generierten Mittel sollen die kurzfristige Liquidität sichern und den Schuldenabbau unterstützen. Teil des Sanierungsplans ist zudem die Neuverhandlung von Leasingkonditionen sowie die Rückgabe älterer Flugzeuge an die Leasinggeber, um die Kostenstruktur effizienter zu gestalten. Die Flottenstruktur von Azul gilt als besonders vielfältig und deckt verschiedene Marktsegmente ab. Neben Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A330 betreibt das Unternehmen Maschinen der Airbus A320neo-Familie für stark frequentierte Inlandsrouten sowie Embraer-Jets für das Regionalnetz. Die Erschließung kleinerer Gemeinden erfolgt durch ATR-Turboprops und Cessna-Caravan-Maschinen. Experten werten die Entscheidung der CADE als positives Signal für den brasilianischen Luftverkehrsmarkt, da sie die Zuversicht ausländischer Investoren in die Sanierungsfähigkeit lokaler Carrier stärkt. United Airlines betont dabei, dass die Investition keine

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