Die staatliche Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) hat zwei Mitglieder ihres Kabinenpersonals mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert, nachdem es am 23. Dezember 2025 am Flughafen von Dschidda zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen war.
Die beiden Flugbegleiter lieferten sich kurz vor dem Boarding eines Fluges nach Multan in der Abflughalle ein physisches Handgemenge, das von anwesenden Fluggästen gefilmt und in sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Die Fluggesellschaft erklärte, dass ein solches Verhalten massiv gegen die professionellen Verhaltensregeln verstoße und das Ansehen des Unternehmens schädige. Eine interne Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Hintergründe des Konflikts zu klären und weitere disziplinarische Schritte einzuleiten.
Zusätzliche Recherchen im Umfeld des saudi-arabischen Flughafenmanagements deuten darauf hin, dass der Vorfall zu einer erheblichen Verzögerung des Flugbetriebs führte, da die betroffene Maschine aufgrund der fehlenden Mindestbesetzung zunächst nicht starten durfte. Die örtliche Polizei in Dschidda musste einschreiten, um die Situation in der Abflughalle zu beruhigen und die Personalien der Beteiligten aufzunehmen. Erst nach der Organisation von Ersatzpersonal konnte die Maschine mit mehrstündiger Verspätung die Reise nach Pakistan antreten. Branchenexperten weisen darauf hin, dass PIA bereits seit längerer Zeit mit internen Disziplinarproblemen und personellen Engpässen zu kämpfen hat, was den Druck auf die verbleibende Belegschaft erhöht.
Der Vorfall ereignete sich während der Hochsaison für religiöse Reisen, in der die Flugverbindungen zwischen Saudi-Arabien und Pakistan besonders stark ausgelastet sind. PIA steht ohnehin unter scharfer Beobachtung der internationalen Luftfahrtbehörden, da die Airline versucht, nach jahrelangen Sperren ihre Marktposition in Europa und im Nahen Osten zurückzugewinnen. Ein solches Fehlverhalten des Bordpersonals in aller Öffentlichkeit konterkariert die Bemühungen des Managements, das Vertrauen der Passagiere in die Professionalität und Zuverlässigkeit der Fluggesellschaft wiederherzustellen. Neben der Suspendierung droht den Beteiligten nun die dauerhafte Kündigung sowie der Entzug ihrer Fluglizenzen durch die pakistanische Zivilluftfahrtbehörde.
Das Management der PIA betonte in einer offiziellen Mitteilung, dass man keine Toleranz gegenüber Gewalt oder unprofessionellem Auftreten zeige, ungeachtet der individuellen Belastungssituationen der Mitarbeiter. Die Untersuchung soll auch prüfen, inwieweit Versäumnisse in der Personalführung oder mangelnde psychologische Betreuung zu diesem Eklat beigetragen haben könnten. Da das Video des Vorfalls weltweit Beachtung fand, wird der Fall auch im pakistanischen Luftfahrtministerium diskutiert. Es wird erwartet, dass die Sicherheits- und Verhaltensprotokolle für Auslandseinsätze der Besatzungen infolge dieses Zwischenfalls kurzfristig verschärft werden, um ähnliche Vorfälle an internationalen Drehkreuzen künftig zu verhindern.