Bombardier CRJ-900 (Foto: AMISOM Public Information).
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Operative Krise bei Uganda Airlines: Passagiere sitzen tagelang in Dubai fest

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Die staatliche Fluggesellschaft Uganda Airlines sieht sich nach massiven Verspätungen und Flugausfällen im Dezember 2025 mit einer Untersuchung durch die nationale Zivilluftfahrtbehörde konfrontiert. Dutzende Reisende saßen am Flughafen Dubai fest, wobei sich der Rückflug nach Entebbe um mehr als drei Tage verzögerte. Betroffene Passagiere kritisierten lautstark das mangelnde Informationsmanagement der Fluggesellschaft; stundenlanges Warten ohne konkrete Auskünfte zu Ursachen oder neuen Abflugterminen prägte die Situation am Terminal. Fred K. Bamwesigye, Chef der ugandischen Zivilluftfahrtbehörde, betonte, dass zwar keine unmittelbaren Sicherheitsbedenken bestünden, die Häufung der Störungen jedoch eine detaillierte Prüfung der betrieblichen Abläufe und Kapazitäten erforderlich mache.

Die Konzernführung von Uganda Airlines führt die Probleme auf die begrenzte Flottengröße von derzeit lediglich sieben Flugzeugen zurück. Technische Defekte an einzelnen Maschinen lösen aufgrund fehlender Reservekapazitäten sofortige Kettenreaktionen im gesamten internationalen Streckennetz aus. Konzernchefin Jenifer Bamuturaki räumte die operativen Herausforderungen ein und entschuldigte sich öffentlich für die Unannehmlichkeiten. Branchenanalysen verdeutlichen, dass insbesondere die Wartungsintervalle der Langstreckenflotte vom Typ Airbus A330-800neo das Unternehmen vor logistische Schwierigkeiten stellen, da Ersatzteile oft aus Europa eingeflogen werden müssen, was die Standzeiten unplanmäßig verlängert.

Zusätzliche Recherchen im Umfeld des Verkehrsministeriums in Kampala deuten darauf hin, dass die Fluggesellschaft unter erheblichem finanziellen Druck steht und die Flottenexpansion langsamer voranschreitet als ursprünglich geplant. Um die Zuverlässigkeit auf prestigeträchtigen Routen wie nach Dubai oder Mumbai zu sichern, wird derzeit über die kurzfristige Anmietung von Ersatzmaschinen (Wet-Lease) nachgedacht. Experten weisen darauf hin, dass die Zuverlässigkeit ein entscheidender Faktor für den Erfolg der erst 2019 reaktivierten Airline ist, da sie in direktem Wettbewerb mit etablierten afrikanischen und arabischen Carrieren steht. Ein anhaltender Vertrauensverlust der Passagiere könnte die ehrgeizigen Wachstumsziele für das Jahr 2026 gefährden.

Trotz der aktuellen Krise hält Uganda Airlines an ihren Plänen fest, das Streckennetz in Westafrika und Europa auszubauen. Die Zivilluftfahrtbehörde mahnte jedoch an, dass die Expansion nur bei gleichzeitiger Stabilisierung der operativen Basis erfolgen darf. In den kommenden Wochen soll ein umfassender Bericht vorgelegt werden, der auch die internen Kommunikationsstrukturen der Airline unter die Lupe nimmt. Für die betroffenen Passagiere aus Dubai wurden laut Unternehmensangaben Entschädigungsverfahren eingeleitet, wobei die Abwicklung dieser Forderungen ebenfalls Teil der behördlichen Überprüfung sein wird.

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