Die österreichische Reederei DDSG Blue Danube, eine der Nachfolgegesellschaften der legendären Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, bietet ganzjährig, insbesondere aber in der warmen Jahreszeit, so genannte Themenfahrten – unter anderem – ab Wien an. Diese unterscheiden sich von den Linienfahrten, denn im Fokus steht nicht nur die reine Beförderung, sondern Unterhaltung und gastronomische Kulinarik. Ein exemplarisches Beispiel hierfür sind die ABBA-Fahrten („Schwedische Nacht“), die derzeit ab dem Schiffahrtzentrum Wien-Handelskai durchgeführt werden. Dabei kommt das Flaggschiff MS Admiral Tegetthoff zum Einsatz. Doch was genau kann man sich unter einem ABBA-Abend auf einem DDSG-Schiff vorstellen und lohnt sich das überhaupt?
Die Fahrgäste erwartet beim Betreten der MS Admiral Tegetthoff zunächst eine freundliche Begrüßung durch Crewmitglieder der DDSG. Nach dem Vorzeigen der Reservierung auf dem Smartphone oder klassisch auf Papier wird ein etwaig noch zu zahlender Fahrpreis kassiert und anschließend wird der Tisch zugewiesen. Auf zwei Decks hat der Cateringbetrieb, den die Reederei beauftragt hat, bereits festlich gedeckt und die Speisekarte liebevoll als „Flaschenpost“ bereitgestellt.
Der Umstand, dass die DDSG das Catering nicht selbst anbietet, sondern die Gastronomie von Dienstleistern erbracht wird, hat eine sehr lange Tradition. Vereinfacht gesagt: Schon immer hat die Dampfschiffahrts-Gesellschaft dies verpachtet und das nicht mal einheitlich, denn je nach Schiff. Somit gibt es bis heute verschiedene Gastronomen, die auftischen, jedoch sind diese dem jeweiligen Schiff fix zugewiesen. Bei der MS Admiral Tegetthoff ist das die JP Donau Catering von Pal Szakal.
Nach einer humorvollen Begrüßung durch den Kapitän geht es auch schon gleich los und zwar im doppelten Sinn, denn der Kommandant gibt seiner Crew den Befehl „Leinen los“ und somit legt das Schiff ab. Gleichzeitig erklärt der Schiffschef das Buffet für eröffnet, was naturgemäß auf beiden Decks, auf denen dieses bereitgestellt wurde, gleich mal für Warteschlangen sorgt. Wenn es ums Essen geht, muss es bei vielen Menschen offensichtlich schnell gehen, denn es könnte ja sein, dass es sonst nichts mehr gibt. Diese Sorge ist vollkommener Schwachsinn, denn das gastronomische Personal der JP Donau Catering hatte stets ein Auge darauf, dass immer und für jeden mehr als ausreichend zur Auswahl ist.
Schwedisches Buffet: Klassisch oder vegetarisch oder einfach beides?
Was gehört zu einem ABBA-Abend? Richtig, schwedisches Essen und was darf nicht fehlen? Die klassischen Fleischbällchen, die viele Menschen untrennbar mit dem Möbelhaus Ikea verbinden. Auch ist die skandinavische Küche bekannt für guten Lachs sowie ansprechende Kartoffelvariationen. Auch hier sind die Passagiere voll auf ihre Kosten gekommen. Positiv anzumerken ist, dass es für Vegetarier stets eine Alternative gegeben hat, denn zum Beispiel wurden die Fleischbällchen sowohl klassisch als auch fleischfrei angeboten und die zuletzt genannten waren durchaus gut. Abgerundet wird das schwedische Buffet durch Obst sowie Apfelkuchen mit Vanillesauce sowie weiterer schwedischer Mehlspeisen. Hungrig geht definitiv niemand von Bord.
Die Speisen wurden stets in bester Qualität und wohlschmeckend zur Abholung am Buffet bereitgehalten. Somit kann man als Zwischenfazit festhalten, dass hinsichtlich des leiblichen Wohls alles bestens ist und unter Berücksichtigung der heutigen Gastronomiepreise in der „besseren Gastro“ der Fahrpreis von 75 Euro – inklusive dem schwedischen All-You-Can-Eat-Buffet – nicht wirklich teuer ist. In der gehobenen Gastronomie würde man auch so einiges bezahlen, aber eine Schiffahrt gibt es nicht dazu.

Flaschenpost (Foto: Jan Gruber). 
Flaschenpost (Foto: Jan Gruber). 
Drink (Foto: Jan Gruber). 
Drink (Foto: Jan Gruber). 
Tisch (Foto: Jan Gruber). 
Drink (Foto: Jan Gruber). 
Vorspeise (Foto: Jan Gruber). 
Beispiel eines Hauptgerichts (Foto: Jan Gruber). 
Gegrillter Lachs (Foto: Jan Gruber). 
Vegetarische Fleischbällchen (Foto: Jan Gruber). 
Deck (Foto: Jan Gruber). 
Beispiel eines Hauptgerichts (Foto: Jan Gruber). 
Suppe (Foto: Jan Gruber). 
Gurkensalat (Foto: Jan Gruber). 
Nachspeisen (Foto: Jan Gruber). 
Tisch (Foto: Jan Gruber). 
Speisekarte (Foto: Jan Gruber). 
Obst am Buffet (Foto: Jan Gruber).
ABBA-Interpreten sorgen für gute Stimmung
In mehreren Showblöcken treten im Bugbereich auf dem Deck die Interpreten von „ABBA Revival“ auf. Da allgemein bekannt ist, dass die „echte ABBA-Band“ schon lange nicht mehr selbst auftritt, ist es entbehrlich explizit darauf hinzuweisen, dass es sich um Künstler handelt, die mit offizieller Lizenz die Songs der Schweden spielen und singen. Die DDSG macht auf ihrer Homepage daraus keinen Hehl, sondern stellt die Künstler vor und verlinkt sogar auf deren Webseite. Somit kann man sich im Vorfeld genau informieren wer auftreten wird.
Die Interpreten machen einen sehr guten Job und verwandeln die MS Admiral Tegetthoff während der rund 2,5-stündigen Rundfahrt auf der Donau in ein regelrechtes Party-Schiff, jedoch auf hohem Niveau. Somit passen die besten Songs von ABBA und das schwedische Buffet sehr gut zueinander, eine Art Symbiose, die stimmig ist.
Es ist darauf hinzuweisen, dass im Fahrpreis von 75 Euro das Catering, die Show und die Fahrt inkludiert sind. Die Getränke hingegen müssen mittels Bankkarte oder Bargeld beim Kellner bezahlt werden. Preislich ist man bei den Durstlöschern und Drinks im Mittelmaß angesiedelt. Man ist nicht spottbillig, aber auch nicht überteuert. Einigermaßen normale Preise, die man auch am Land in der Gastronomie bezahlen würde.
Angenehme Schiffahrt, aber die Toiletten…
Die Schiffahrt startet beim DDSG-Schiffahrtzentrum am Wiener Handelskai. Von dort aus geht es während der nach und nach untergehenden Sonne zunächst Richtung Korneuburg. Alles in gemütlichem Tempo, so dass es schon vorkommen kann, dass beispielsweise ein Flusskreuzfahrtschiff überholt. Anschließend wendet die MS Admiral Tegetthoff und es geht zurück Richtung Wien. Kurz vor der Schleuse wird erneut gewendet und Kurs auf den Ausgangspunkt, wo die insgesamt rund 2,5-stündige Themenfahrt der DDSG endet.
Während die Innen- und Außendecks in sauberem, ordentlichem Zustand sind, kann man bei den Toiletten durchaus nachbessern. Diese riechen nach einer gewissen Zeit nicht mehr sonderlich frisch und demnach ist allein das Passieren des Nahebereichs der Zugänge zu den stillen Örtchen nicht gerade appetitlich. Hier ist aber nicht nur die Reederei gefragt, sondern auch an die Fahrgäste richtet sich der Appell: Hinterlasst das WC so wie ihr gerne hättet, dass ihr es vorfindet.

MS Admiral Tegetthoff (Foto: Jan Gruber). 
Blick auf Wien (Foto: Jan Gruber). 
Blick auf Wien (Foto: Jan Gruber). 
Tisch (Foto: Jan Gruber). 
DDSG-Logo (Foto: Jan Gruber). 
Deck (Foto: Jan Gruber). 
Sonnenuntergang (Foto: Jan Gruber). 
Sonnenuntergang (Foto: Jan Gruber). 
Sonnenuntergang (Foto: Jan Gruber). 
Sonnenuntergang (Foto: Jan Gruber). 
Dekoration (Foto: Jan Gruber). 
Flagge von Österreich (Foto: Jan Gruber).
Fazit: Empfehlung – Das Gesamtpaket stimmt
Der Fahrpreis in der Höhe von 75 Euro wirkt auf den ersten Blick durchaus hoch, denn es handelt sich um eine 2,5-stündige Schiffahrt und auf der Linie, beispielsweise in der Wachau, gibt es sowas ja auch, nur billiger. Allerdings: Berücksichtigt man, dass auf der Themenfahrt ein umfangreiches Dinner-Buffet nach dem Motto All You Can Eat und eine beeindruckende ABBA-Show inkludiert sind, dann ist es gar nicht mal wirklich teuer. Eintritte in ABBA-Shows kosten Geld und Speisen in der besseren Gastronomie sowieso. Rechnet man beides zusammen, dann steht das Angebot der DDSG wettbewerbsfähig da und kann sich sehen lassen. Eine Schiffahrt gibt es auch noch dazu.
Der einzige Kritikpunkt – die Toiletten – wurde bereits erwähnt. Ansonsten kann man den Künstlern, der DDSG-Crew und dem Gastro-Team ein Lob aussprechen, denn diese tagen dazu bei einen tollen Abend verbringen zu können. Wer auf der Suche ist Speisen und Shows mal auf der Donau und nicht auf dem Land zu genießen, macht mit dem schwedischen Abend der DDSG keinen Fehler und wird sicherlich viel Freude haben.
Diese Themenfahrten werden in der laufenden Saison noch am Samstag, den 16. August 2025 und am Samstag, den 4. Oktober 2025, jeweils auf der MS Admiral Tegetthoff ab Wien angeboten. Fahrkarten sind bei den DDSG-Verkaufsstellen, über die DDSG-Homepage und in Reisebüros erhältlich. Eine rechtzeitige Reservierung ist empfehlenswert.
Im Anschluss noch ein paar Worte zur Geschichte und Entwicklung der DDSG, denn es handelte sich einst um die größte Binnen-Reederei Europas, die in ihrer Blütezeit dermaßen dominant war, dass man von einer Fast-Monopolstellung auf der Donau – sowohl bei Passagieren als auch bei Fracht – sprechen könnte. Die beiden Weltkriege und der Eiserne Vorhang haben den Konzern, der 1990 zerschlagen und privatisiert wurde, für immer verändert.
Einst größte Reederei auf der Donau
Das Kürzel „DDSG“ ist ein regelrechter Gattungsbegriff für die Schiffahrt auf der Donau, denn die Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft war nicht nur „der“ Pionier in diesem Segment, sondern in der Blütezeit dermaßen erfolgreich und dominant, dass sich Mitbewerber nur schwer etablieren konnten. Das Unternehmen, das ursprünglich in privater Hand war, profitierte stark vom Umstand, dass zu Zeiten der k.u.k-Monarchie das Staatsgebiet äußerst groß war und sowohl Personen- als auch Frachttransporte auf der Donau wesentlich schneller und preisgünstiger als auf dem Landweg waren.
Den ersten kräftigen „Dämpfer“ bekam die DDSG nach dem Ersten Weltkrieg, denn das Gebiet Österreichs ist deutlich geschrumpft und die wichtigste Werft sowie das Kohlerevier befanden sich plötzlich im Ausland, also in Ungarn. Doch mit Diktator Miklos Horthy konnte man sich arrangieren, so dass weder der Fertigungs- und Wartungsbetrieb noch die Kohlemine enteignet wurden, sondern weiterhin im DDSG-Konzern verblieben sind. Dem Management der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft ist es gelungen sich mit dem veränderten Europa zu arrangieren und das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.
Das unter widrigen Umständen, denn in Österreich herrschten damals komplizierte Zustände, die in der Errichtung einer Diktatur durch Engelbert Dollfuß mündeten. Unter seinem Nachfolger Kurt Schuschnigg wurde erheblicher Druck ausgeübt, so dass aus „patriotischen Gründen“ die DDSG-Werft Korneuburg die überwiegende Mehrheit der Fertigungs- und Wartungsaufträge zugeteilt bekam. Als gesundes Unternehmen galt die Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft ohnehin nicht, vielmehr als eine Firma, die äußerst marode war, aber sich immer irgendwie über Wasser halten konnte und die Rechnungen und Löhne bezahlen konnte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg defacto am Ende
Kräftig angeschlagen versetzten die Folgen des Zweiten Weltkriegs der DDSG fast den Todesstoß, denn nun verlor man die ungarische Werft und das dortige Kohlerevier endgültig. Die meisten Schiffe wurden damals noch mit Kohle befeuert. Man musste das Feuermittel andernorts zu hohen Preisen beziehen, was letztlich die Umstellung auf Ölfeuerung und in weiterer Folge auf Dieselmotoren beschleunigt hat, aber auch nur langsam, weil es an so ziemlich allem mangelte, insbesondere an Geld und einsatzbereiten Schiffen, denn was fahren konnte, wurde von den Sowjets als „deutsches Eigentum“ beschlagnahmt. Die Nachkriegs-Schiffahrt der DDSG konnte zunächst nicht ab Wien, sondern ab Linz, das sich in der amerikanischen Besatzungszone befand, aufgenommen werden. Mit dem Abschluss des Staatsvertrags wurde geregelt, dass die „Sowjet-DDSG“ inklusive beschlagnahmter Schiffe an die österreichische DDSG zurückgegeben werden muss. In „werksneuem Zustand“ war so ziemlich gar nichts.
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren Teile der DDSG in die Rechswerke „Hermann Göring“ eingegliedert. Genau dies war maßgeblich dafür, dass die Sowjetunion die Reederei inklusive ihrer Tochtergesellschaften als deutsches Eigentum betrachtet hat. Die Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft bzw. der traurige Rest, der während der Besatzungszeit auf der Donau unterwegs war, war im Grunde reif für den Konkursrichter und es gab immer wieder Diskussionen den Konzern abzuwickeln. Es hingen aber viele Arbeitsplätze daran und besonders die Werft in Korneuburg hatte defacto nur die DDSG als Kunden.

Staatlich eingesetzte Managements und politische Wünsche
Mit der Republik Österreich als Eigentümer konnte die DDSG die nächsten Jahrzehnte nicht nur überleben, sondern sich stabilisieren und war wieder als stolze, profitable Reederei auf der Donau unterwegs. Man kam – selbstredend, weil sich die gesamte europäische Logistik verändert hat und auch der Eiserne Vorhang die Nachfrage im Passagierbereich massiv dämpfte – nie wieder an die einstige Größe und Dominanz heran. Das Segment Linienfahrten veränderte sich zunehmend, denn dies bekam mehr und mehr einen touristischen bzw. regionalen Charakter, beispielsweise in der Wachau. Ausgebaut wurden Themen- und Sonderfahrten, die sich seit jeher großer Beliebtheit erfreut haben. Im Frachtbereich ist die Nachfrage übrigens zunächst schwach geblieben, aber der Umstand, dass Österreich ein neutraler Staat ist, war für die DDSG hilfreich, denn es ist allgemein bekannt, dass die Alpenrepublik beste Geschäfte mit Ost und West gemacht hat und als ein Ort galt, an dem Kontakte geknüpft wurden und Deals eingefädelt wurden. Auch war Österreich ein Umschlagplatz, wovon die Frachtsparte profitierte.
Der Staat als Eigentümer war in der Alpenrepublik, besonders im dritten Trimester des 20. Jahrhunderts, oftmals kein nachhaltiger Eigentümer. Es ist allgemein bekannt, dass Posten nicht nach Qualifikation, sondern nach Parteibuch und Freundschaften vergeben wurden. Die Paradebeispiele hierfür waren die Österreichischen Bundesbahnen, Austrian Airlines, aber auch die DDSG. Bei der Reederei drückte es sich so aus, dass zwar in neue Schiffe investiert wurde, aber beim Einsatz nicht wirklich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien vorgegangen wurde. Das Beispiel „Donaupfeil“ ist sinnbildlich dafür, dass sich die Politik eine Art „Denkmal“ auf die Donau setzen wollte, aber durchdacht war nicht sonderlich viel. Einerseits war das Tragflügelboot von der Konstruktion her nicht so geplant worden, dass es mit den Gegebenheiten auf diesem Fluss klarkommt. Andererseits wollte man quasi um jeden Preis schnelle Fahrten zwischen Wien und Budapest etablieren, aber man hatte nebst dem „Donaupfeil“ kein baugleiches Schiff zur Verfügung. Wie wurde es gelöst? Man setzte dieses einfach regelrecht bis zum Anschlag ein und ein Backup hatte man nicht zur Verfügung. Die Folge waren viele Ausfälle, so dass nur drei Jahre später der Stecker gezogen werden musste. Ein weiteres Beispiel ist das Schiffahrtzentrum, das völlig an den Bedürfnissen vorbei geplant und gebaut wurde. Selbstredend: Die Baukosten sind aus dem Ruder gelaufen.
Bundesregierung hat DDSG zerschlagen und verkaufen lassen
Die Ende der 1980er-Jahre amtierende Bundesregierung verkannte das Potential der DDSG und entschied sich dafür das einheitliche Unternehmen zu privatisieren. Dazu wurde die ursprüngliche Gesellschaft in eine Holding verwandelt und die Bereiche Fracht und Passagiere in jeweils eigene GmbHs ausgegliedert. Somit war das Jahr 1990 das Ende der „alten DDSG“. Für die Cargo-Sparte fand man rasch einen Käufer, jedoch sah es für den Bereich Fahrgäste anders aus. Mehrere Anläufe sind gescheitert, so dass in 1995 die Liquidation beschlossen wurde. Die Schiffe wurden einzeln verkauft, wobei einige an private Reedereien gegangen sind. In Wien sah man akuten Handlungsbedarf, so dass der Hafen und das Verkehrsbüro (einst ebenfalls ein Staatsbetrieb) mit der DDSG Blue Danube GmbH eine Nachfolgegesellschaft gründeten und mit dieser der sich in Liquidation befindlichen DDSG Donaureisen GmbH fünf Schiffe, darunter auch das Flaggschiff MS Admiral Tegetthoff, abgekauft haben.
Der Fokus der Aktivitäten liegt auf Wien und der Wachau. Im Vorjahr wurde der Mitbewerber Brandner Schiffahrt übernommen und deren Flotte, die auch aus Beständen der „alten DDSG“ stammt, eingegliedert. Man bietet Linienschiffahrten, die einen starken touristischen Charakter haben, aber auch Themen- und Sonderfahrten an. Auch steht die DSSG Blue Danube als „Operating Carrier“ hinter dem Twin City Liner. Im Bereich Donau-Kreuzfahrten ist man nicht aktiv. Dies war eine Überlegung, die es in der „alten DDSG“ gab, jedoch nicht mehr umgesetzt werden konnte, da Zerschlagung und Privatisierung seitens des Eigentümers, also der Regierung, bereits beschlossene Sache waren.
Die DDSG Blue Danube ist neben First-DDSG eine der beiden operativen Reedereien, die als offizielle Nachfolgegesellschaften der legendären Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gelten. Darauf sind die Crews offensichtlich stolz, denn nicht gerade selten wird genau dieser Umstand von Kapitänen in ihren Ansprachen betont. Wenn auch gesellschaftsrechtlich anders organisiert, geht die Geschichte der DDSG weiter. Die Zeichen stehen auf sanftem Wachstum, so dass damit zu rechnen ist, dass in den nächsten Jahren die eine oder andere Neuigkeit kommen könnte. Mit „aggressiver Expansion“, die man aus der Luftfahrt kennt, ist aber nicht zu rechnen. Warum auch? Qualität geht bei der DDSG ganz offensichtlich vor Quantität.






