Boeing 767 (Foto: Jan Gruber).
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Delta Air Lines: Zwei Flüge müssen aufgrund von Rauchgeruch und Geruchsbelästigung umgeleitet werden

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Am 22. Februar 2025 ereigneten sich zwei Vorfälle innerhalb weniger Stunden bei Delta Air Lines, bei denen Flugzeuge aufgrund von Fume-Events (Rauchgeruch in der Kabine) umgeleitet oder zurückgekehrt sind.

In beiden Fällen gab es glücklicherweise keine Verletzten, jedoch mussten die betroffenen Flüge aufgrund der ungewöhnlichen Umstände schnell reagiert und sicher umgeleitet werden. Beide Vorfälle betreffen Maschinen, die auf internationalen Strecken unterwegs waren und während des Fluges auf potenzielle Gefahren reagierten.

Vorfall 1: Rückkehr eines Airbus A350-900 nach Los Angeles

Der erste Vorfall ereignete sich bei Flug DL43, der am späten Abend von Los Angeles International Airport (LAX) nach Sydney-Kingsford Smith Airport (SYD) starten sollte. An Bord des Airbus A350-900, mit der Registrierungsnummer N514DN, befanden sich 162 Passagiere sowie 15 Besatzungsmitglieder. Der Flug hatte um 21:04 Uhr die Startbahn 25R von Los Angeles verlassen und war auf dem Weg über den Pazifischen Ozean, als die Crew eine ungewöhnliche Entdeckung in der Kabine machte.

Während des Steigflugs berichtete die Kabinenbesatzung von einem Geruch von Rauch, der aus der Galley im hinteren Teil des Flugzeugs kam. Auf Grundlage dieser Information entschied sich die Cockpit-Crew, den Steigflug bei 10.000 Fuß (etwa 3.000 Meter) abzubrechen und unverzüglich zur Landung zurückzukehren. Das Flugzeug drehte um und kehrte nach Los Angeles zurück, wo es nur 28 Minuten nach dem ursprünglichen Startzeitpunkt wieder sicher auf der Startbahn 25R landete. Bei der Landung meldeten die Piloten, dass kein Rauch mehr an Bord festgestellt werden konnte und dass auch kein entsprechendes Rauchwarnsystem im Cockpit aktiviert wurde.

Obwohl die Situation beruhigt war, forderte die Crew die Feuerwehr und medizinische Dienste an, um sicherzustellen, dass keine Passagiere unter Rauchvergiftung oder ähnlichen Symptomen litten. Der Flug nach Sydney wurde annulliert und das Flugzeug kehrte nach einem kurzen Aufenthalt zur weiteren Untersuchung am Boden zurück. Am nächsten Tag, dem 23. Februar, wurde das Flugzeug für einen Flug von Los Angeles nach Atlanta eingesetzt.

Vorfall 2: Umleitung eines Airbus A330-300 nach Dublin

Der zweite Vorfall ereignete sich bei Flug DL135, der ursprünglich von Amsterdam-Schiphol nach Detroit-Metro in Michigan führen sollte. An Bord des Airbus A330-300 mit der Registrierungsnummer N819NW befanden sich mehrere Passagiere, als das Flugzeug gegen 13:24 GMT von Schiphol abhob und zunächst die Nordsee überflog. Nachdem das Flugzeug seine Reiseflughöhe von 35.000 Fuß erreicht hatte, trat etwa 320 Meilen (512 Kilometer) nordwestlich von Dublin ein weiterer Vorfall auf: Die Besatzung meldete, dass an Bord ein seltsamer Geruch wahrgenommen wurde, der mehrere Flugbegleiter gesundheitlich beeinträchtigte.

Angesichts der Symptome der Crew entschloss sich die Flugzeugcrew, eine Umleitung nach Dublin zu fliegen. Das Flugzeug drehte nach Süden und landete sicher auf dem Flughafen Dublin (DUB) um 15:01 GMT, etwa 1 Stunde und 37 Minuten nach dem Start in Amsterdam. Nach der Landung wurden alle Passagiere aus dem Flugzeug evakuiert, wobei einige bestätigten, dass der Geruch an Bord unangenehm war und für Unwohlsein bei mehreren Besatzungsmitgliedern gesorgt hatte. Das Flugzeug verblieb anschließend etwa 25 Stunden am Boden in Dublin, bevor es als Flug DL9935 am 23. Februar weiter nach Detroit aufbrach.

Ursachen und Auswirkungen

Beide Vorfälle werfen Fragen zu den Ursachen der Geruchsbelästigung und Rauchentwicklung auf, die in den Kabinen der betroffenen Flugzeuge festgestellt wurden. In der Luftfahrtindustrie bezeichnet der Begriff „Fume Event“ Vorfälle, bei denen schädliche Substanzen in die Kabine gelangen, was zu Rauch- oder Brandgeruch führen kann. Diese Ereignisse sind besonders besorgniserregend, da sie auf technische Störungen im Luftfahrtbetrieb hinweisen, die mit der Luftzirkulation und der Klimaanlage im Flugzeug zusammenhängen können. Solche Vorfälle sind selten, aber sie können die Sicherheit und das Wohlbefinden der Passagiere und Crew-Mitglieder beeinträchtigen.

Die betroffenen Maschinen von Delta Air Lines, ein Airbus A350-900 und ein Airbus A330-300, gehören zu den neuesten Modellen des europäischen Flugzeugherstellers und werden regelmäßig gewartet. Trotz der schnellen Reaktionen der Crews und der Unterstützung durch Flughafenfeuerwehr und medizinische Teams konnte keine unmittelbare Gefahr festgestellt werden, dennoch erfordert jedes solche Ereignis gründliche Untersuchungen, um die genaue Ursache für den Geruch und mögliche Gesundheitsrisiken zu ermitteln.

Reaktionen der Passagiere und der Fluggesellschaft

Trotz des beunruhigenden Vorfalls gab es keine Berichte über Verletzte oder schwerwiegende gesundheitliche Probleme. Dennoch wird Delta Air Lines sicherstellen müssen, dass sowohl die betroffenen Passagiere als auch die Crew-Mitglieder über die Ereignisse und die erzielten Sicherheitsmaßnahmen aufgeklärt werden. Auch die Tatsache, dass beide Vorfälle relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten, zeigt die gut ausgebildeten Crews und die sofortige Handlungsfähigkeit der Boden- und Luftteams.

Die Fluggesellschaft selbst äußerte sich nicht öffentlich zu den Details der technischen Ursachen, stellte jedoch klar, dass die Sicherheit und das Wohl der Passagiere immer oberste Priorität habe. Delta Air Lines arbeitet laut eigenen Angaben eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen, um die genauen Umstände der Fume-Events zu untersuchen.

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