Das Oktoberfest in München lockt Besucher aus ganz Europa an, und der Fernbusanbieter Flixbus profitiert von diesem Zustrom. Das Unternehmen verzeichnete einen Buchungsanstieg von rund 50 Prozent auf seinen München-Linien während des diesjährigen Oktoberfest-Zeitraums.
Insgesamt verbindet das Busnetz die bayerische Hauptstadt mit über 300 Städten auf dem Kontinent, was eine erschwingliche und unkomplizierte Anreise ermöglicht. Die Daten von Flixbus zeigen, daß die Nachfrage aus benachbarten Ländern wie der Schweiz, Tschechien und Österreich besonders groß ist, aber auch Reisende aus fernen Ländern wie Spanien und Portugal den Weg zur Wiesn auf sich nehmen.
Internationale Anziehungskraft und beliebte Strecken
Die Analyse der Buchungszahlen von Flixbus unterstreicht die internationale Anziehungskraft des Oktoberfests. Die größte Nachfrage von Reisenden, die eine internationale Anreise wählen, kommt von der Strecke Zürich–München. Die Verkäufe für diese Route haben sich im Wiesn-Zeitraum nahezu verdreifacht. Auch aus der tschechischen Hauptstadt Prag ist ein deutlicher Anstieg der Buchungen zu verzeichnen, die sich verdoppelt haben. Dies spiegelt die enge Bierkulturverbindung zwischen den beiden Ländern wider. Von Wien aus reisen ebenfalls deutlich mehr Menschen mit dem Bus nach München, hier stiegen die Buchungszahlen um 50 Prozent.
Im Ländervergleich kommen die meisten Flixbus-Buchungen für das Oktoberfest erwartungsgemäß aus Deutschland, wobei die Verbindungen aus Berlin, Freiburg, Stuttgart und Nürnberg am stärksten frequentiert sind. Überraschend ist die hohe Beliebtheit des Oktoberfests in Italien, das im Flixbus-Ranking der internationalen Herkunftsländer den zweiten Platz belegt und somit Österreich, die Schweiz und Tschechien übertrifft.
Lange Reisen für ein kurzes Vergnügen
Einige Oktoberfest-Besucher scheuen auch vor einer längeren Anreise nicht zurück. Die Buchungen aus den Niederlanden haben sich verdoppelt, was die wachsende Popularität des Festes in diesem Land zeigt. Selbst aus entfernteren Städten wie Madrid und Alicante in Spanien oder Palermo auf Sizilien gab es einzelne Buchungen nach München. Die längste aufgezeichnete Reise zum Oktoberfest in diesem Jahr startete in Figueira da Foz an der portugiesischen Küste. Mit einer Reisedauer von über 40 Stunden und einer zurückgelegten Strecke von 2600 Kilometern demonstriert diese Reise die weitreichende Anziehungskraft der Wiesn.
Die Entscheidung, eine solche lange Busreise anzutreten, ist oft auf die Kostenersparnis im Vergleich zu anderen Reisemitteln zurückzuführen. Insbesondere in der Oktoberfest-Saison, wenn die Preise für Hotels und Flüge in München drastisch ansteigen, bietet der Fernbus eine erschwingliche Alternative.
Effiziente An- und Abreise zum Festgelände
Ein wesentlicher Vorteil der Anreise mit Flixbus ist die stressfreie Fahrt und die zentrale Lage des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in München. Die Theresienwiese, auf der das Oktoberfest stattfindet, ist nur etwa zehn Gehminuten vom ZOB entfernt, was die Anreise für Tagesausflügler besonders praktisch macht. Diese bequeme Anbindung hat dazu geführt, daß auch aus umliegenden Städten wie Regensburg, Nürnberg, Ulm, Innsbruck oder Salzburg Tagesausflüge mit dem Bus sehr beliebt sind.
Die steigende Nachfrage während des Oktoberfests hat zu einem zusätzlichen Angebot von Flixbus geführt, aber auch zu einer Empfehlung an die Reisenden, ihre Tickets frühzeitig zu buchen. Ein Platz im Bus zum Preis von bereits 5,99 Euro sichert die Anreise und hilft den Besuchern, die hohen Kosten für andere Transportmittel zu vermeiden.
Die Präsenz von Flixbus am Oktoberfest ist auch ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung des Fernbusverkehrs als Alternative zu Bahn- und Flugreisen. Die Fernbusbranche hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und bietet nun ein dichtes und preisgünstiges Netz, das Reisende quer durch Europa verbindet. Die steigende Anzahl von Oktoberfest-Besuchern, die diese Reiseform wählen, ist ein Beleg für ihre wachsende Akzeptanz und Attraktivität.