Dertour Group in Frankfurt (Foto: DER Touristik).
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Dertour Group forciert Expansion der Hoteldivision unter neuer Führung

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Ingo Burmester, CEO der Hoteldivision der Dertour Group, hat eine umfassende Wachstumsstrategie für das kommende Jahrzehnt vorgestellt. Bis zum Jahr 2030 plant der Konzern, sein aktuelles Portfolio von 120 auf insgesamt 180 Hotels zu erweitern, was einer Steigerung von 50 Prozent entspricht.

Die Expansion soll sowohl im Bereich der Eigenanreise in Mitteleuropa als auch auf der Mittel- und Fernstrecke erfolgen. Im laufenden Jahr 2026 sind bereits neun Neueröffnungen vorgesehen, wobei der Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum liegt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der jungen Marke Ananea, die aufgrund einer hohen Nachfrage von Hoteleigentümern bereits im laufenden Jahr zwölf aktive Anlagen zählen wird.

Zur effizienten Steuerung dieses Wachstums hat die Dertour Group im März 2026 ein neues Hotel-Board unter der Leitung von Burmester installiert. Dieses Gremium bündelt zentrale Funktionen über alle zwölf Hotelmarken hinweg, die in 15 verschiedenen Destinationen operieren. Die Reorganisation sieht eine Zusammenführung der bislang getrennt geführten Bereiche Operations und Commercial vor. Während der Zentralbereich Operations markenübergreifend Häuser wie Aldiana, Sentido und Calimera betreut, steuert der Bereich Commercial nun Funktionen wie Brand Marketing, E-Commerce und Revenue Management zentral. Die mehrheitlich beteiligte DSR Hotel Holding in Hamburg bleibt von dieser Integration ausgenommen und behält ihre eigenständige Steuerung bei.

Die finanzielle Basis der Hotelsparte, die aktuell 22.000 Zimmer umfasst und rund 600 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, soll durch eine stärkere Verknüpfung mit dem stationären Vertrieb gestärkt werden. Burmester plant, den Anteil des Reisebürovertriebs für die erdgebundenen DSR-Hotels von derzeit fünf auf bis zu 20 Prozent zu steigern. Bei den Betriebsmodellen setzt das Unternehmen weiterhin auf einen Mix aus Eigentum, Pacht, Management und Franchise, wobei der Anteil an Management- und Eigentumsbetrieben sukzessive ausgebaut werden soll. Zukäufe von Immobilien werden dabei primär in stabilen Märkten wie Deutschland, Spanien oder Italien angestrebt, während in volatileren Regionen flexible Vertragsmodelle bevorzugt werden.

Ein zentraler Bestandteil der Markenidentität bleibt die Ausrichtung an aktuellen Markttrends. Ergebnisse umfangreicher Befragungen zeigen, dass Reisende vermehrt Wert auf Entspannung und authentische lokale Bezüge legen. Die Marke Ananea setzt dies durch minimalistische Architektur und hochwertige Materialien um, wie beispielsweise am Standort auf Kreta ersichtlich ist. Die Gruppe festigt damit ihre Position im Freizeitmarkt, indem sie die eigene Vertriebskraft mit einer wachsenden Zahl an Eigenbetrieben kombiniert. Bereits jetzt entfallen sieben der zehn umsatzstärksten Hotels im Programm der Gruppe auf konzerneigene Häuser, eine Quote, die durch künftige Projekte weiter erhöht werden soll.

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