April 30, 2026

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April 30, 2026

EU plant Wegfall der A1-Bescheinigung für kurze Geschäftsreisen

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben eine vorläufige Einigung erzielt, die administrative Belastung bei grenzüberschreitenden Dienstreisen innerhalb des Binnenmarktes drastisch zu reduzieren. Kern der Vereinbarung ist der geplante Wegfall der sogenannten A1-Bescheinigung für kurze Auslandsaufenthalte. Bisher musste für jede noch so kurze berufliche Tätigkeit im EU-Ausland, in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz oder dem Vereinigten Königreich ein solches Dokument mitgeführt werden, um den bestehenden Sozialversicherungsschutz im Heimatland nachzuweisen. Die Neuregelung sieht vor, dass für Aufenthalte von bis zu drei Tagen innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen künftig keine Bescheinigung mehr beantragt werden muss. Dieser Durchbruch beendet einen jahrelangen Stillstand im Gesetzgebungsverfahren zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit. Insbesondere Wirtschaftsverbände und Organisationen wie der Geschäftsreiseverband BT4Europe hatten die bisherige Praxis als unverhältnismäßiges bürokratisches Hindernis kritisiert, da sie Millionen von Kurzreisen mit hohem Verwaltungsaufwand belastete. Die A1-Bescheinigung dient primär dazu, Doppelzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen zu vermeiden und Schwarzarbeit zu erschweren. Durch die geplante Bagatellgrenze wird nun eine pragmatische Lösung angestrebt, welche die Mobilität von Fachkräften und Beratern im europäischen Wirtschaftsraum fördern soll, ohne die soziale Absicherung zu gefährden. Trotz der Einigung auf politischer Ebene muss der Beschluss in den kommenden Monaten noch formell von den EU-Institutionen bestätigt werden. Erst nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU und dem Ablauf einer entsprechenden Umsetzungsfrist können Unternehmen und Beschäftigte von der Entlastung profitieren. Derzeit wird noch an den Details zur einheitlichen Anwendung in den Mitgliedstaaten gearbeitet, um sicherzustellen, dass nationale Kontrollbehörden die neue Drei-Tage-Regel konsistent auslegen. Bis zum Inkrafttreten der Reform

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Royal Caribbean erweitert Icon-Klasse auf sieben Mega-Kreuzfahrtschiffe

Die US-amerikanische Reederei Royal Caribbean Group hat die Optionen für ein sechstes und siebtes Kreuzfahrtschiff der Icon-Klasse in Festaufträge umgewandelt. Die Auslieferung der beiden Neubauten durch die finnische Werft Meyer Turku ist für die Jahre 2029 und 2030 geplant. Diese Entscheidung basiert auf einem im September 2025 geschlossenen Rahmenvertrag, der dem Unternehmen Werftkapazitäten bis ins Jahr 2036 sichert. Während die Bestellung des sechsten Schiffes bereits finalisiert wurde, steht die siebte Einheit noch unter den üblichen Finanzierungsvorbehalten. Mit dieser Erweiterung setzt Royal Caribbean konsequent auf das Segment der Megaschiffe, um die weltweit steigende Nachfrage im Hochseekreuzfahrtmarkt zu bedienen. Die Schiffe der Icon-Klasse repräsentieren mit einer Tonnage von rund 248.663 BRZ und einer Länge von über 364 Metern die derzeit größte Kreuzfahrtschiff-Klasse der Welt. Sie bieten Platz für bis zu 5.610 Passagiere bei Doppelbelegung und werden von modernen Dual-Fuel-Motoren des Herstellers Wärtsilä angetrieben. Innerhalb der Flottenstrategie markiert das Jahr 2026 einen Wendepunkt, wenn die „Legend of the Seas“ als drittes Schiff der Klasse erstmals im Mittelmeer stationiert wird. Zuvor wurden bereits die „Icon of the Seas“ (2024) und die „Star of the Seas“ (2025) in Dienst gestellt, gefolgt von der „Hero of the Seas“ im Jahr 2027. Die Namen für die Schiffe fünf bis sieben stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Der Ausbau der Icon-Klasse ist Teil eines branchenweiten Trends zur Vergrößerung der Schiffseinheiten. Marktanalysen zufolge wird sich die Anzahl der Megaschiffe mit mehr als 200.000 BRZ bis zum Jahr 2030 weltweit auf 23 Einheiten verdoppeln. Neben Royal Caribbean, die künftig

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Dertour Group forciert Expansion der Hoteldivision unter neuer Führung

Ingo Burmester, CEO der Hoteldivision der Dertour Group, hat eine umfassende Wachstumsstrategie für das kommende Jahrzehnt vorgestellt. Bis zum Jahr 2030 plant der Konzern, sein aktuelles Portfolio von 120 auf insgesamt 180 Hotels zu erweitern, was einer Steigerung von 50 Prozent entspricht. Die Expansion soll sowohl im Bereich der Eigenanreise in Mitteleuropa als auch auf der Mittel- und Fernstrecke erfolgen. Im laufenden Jahr 2026 sind bereits neun Neueröffnungen vorgesehen, wobei der Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum liegt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der jungen Marke Ananea, die aufgrund einer hohen Nachfrage von Hoteleigentümern bereits im laufenden Jahr zwölf aktive Anlagen zählen wird. Zur effizienten Steuerung dieses Wachstums hat die Dertour Group im März 2026 ein neues Hotel-Board unter der Leitung von Burmester installiert. Dieses Gremium bündelt zentrale Funktionen über alle zwölf Hotelmarken hinweg, die in 15 verschiedenen Destinationen operieren. Die Reorganisation sieht eine Zusammenführung der bislang getrennt geführten Bereiche Operations und Commercial vor. Während der Zentralbereich Operations markenübergreifend Häuser wie Aldiana, Sentido und Calimera betreut, steuert der Bereich Commercial nun Funktionen wie Brand Marketing, E-Commerce und Revenue Management zentral. Die mehrheitlich beteiligte DSR Hotel Holding in Hamburg bleibt von dieser Integration ausgenommen und behält ihre eigenständige Steuerung bei. Die finanzielle Basis der Hotelsparte, die aktuell 22.000 Zimmer umfasst und rund 600 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, soll durch eine stärkere Verknüpfung mit dem stationären Vertrieb gestärkt werden. Burmester plant, den Anteil des Reisebürovertriebs für die erdgebundenen DSR-Hotels von derzeit fünf auf bis zu 20 Prozent zu steigern. Bei den Betriebsmodellen setzt

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Amadeus plant Milliardeninvestition in biometrische Identitätstechnologien

Der spanische Reise-Technologiekonzern Amadeus hat seine Absicht bekannt gegeben, den französischen Spezialisten für biometrische Identifikationsdienstleistungen, Idemia Public Security (IPS), für 1,2 Milliarden Euro zu übernehmen. Nach einem intensiven Bieterverfahren sicherte sich das in Madrid ansässige Unternehmen den Zuschlag für den Geschäftsbereich der Idemia-Gruppe. Ziel der Akquisition ist es, die Marktposition im Bereich der Flughafeninfrastruktur und Grenzkontrollsysteme massiv auszubauen. IPS beschäftigt weltweit rund 3.300 Mitarbeiter und betreut über 600 Kunden, darunter staatliche Behörden sowie private Organisationen, die auf hochsichere Zugangslösungen angewiesen sind. Diese Übernahme markiert eine konsequente Fortführung der Expansionsstrategie von Amadeus, die bereits im Jahr 2024 durch den Kauf des biometrischen Anbieters Vision-Box eingeleitet wurde. Durch die Integration der Technologien von IPS strebt Amadeus an, zum zentralen Koordinator des globalen Reise-Ecosystems aufzusteigen. Die biometrische Identitätsprüfung soll dabei als technisches Rückgrat fungieren, um Prozesse von der Hotelbuchung über die Grenzkontrolle bis hin zum Boarding vollständig zu automatisieren. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und modernen Identitätsplattformen sollen Identitätsprüfungen in Echtzeit möglich werden, was die Abwicklungsgeschwindigkeit an internationalen Verkehrsknotenpunkten signifikant erhöht. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden, wobei ein Abschluss der Übernahme für Mitte 2027 prognostiziert wird. Idemia Public Security bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Kryptografie und im Datenmanagement in den Konzern ein, die weit über den klassischen Luftverkehr hinausgehen. So umfasst das Portfolio von IPS auch Lösungen für den Bürgerschutz und das Identitätsmanagement in regulierten Industriebereichen. Für Amadeus bedeutet dieser Zuwachs eine erhebliche Vertiefung der technischen Kompetenzen bei der Verknüpfung von physischer und digitaler Identität,

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Sundair weitet Kanaren-Angebot ab Bremen für den Winter 2026/2027 aus

Der Flughafen Bremen festigt seine Position als wichtiger regionaler Abflugort für touristische Langstrecken im europäischen Winter. Die Fluggesellschaft Sundair hat den Flugplan für die Wintersaison 2026/2027 vorzeitig zur Buchung freigegeben und bietet ab November 2026 regelmäßige Verbindungen zu den Kanarischen Inseln an. Das Programm umfasst die Destinationen Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa, die mehrmals wöchentlich bedient werden. Insbesondere für den Kreuzfahrtstandort Las Palmas auf Gran Canaria dient das Angebot als wichtige Zubringerleistung für Passagiere aus Norddeutschland, die dort ihre Seereisen im Atlantik beginnen. Die Flugplanung sieht vor, dass Fuerteventura ab dem 2. November montags und samstags angeflogen wird. Gran Canaria folgt ab dem 5. November mit Verbindungen am Donnerstag und Sonntag. Das Angebot nach Teneriffa startet am 6. November zunächst freitags und wird pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ab dem 16. Dezember um einen weiteren Flug am Mittwoch ergänzt. Diese Taktung bleibt bis April 2027 bestehen, womit die Fluggesellschaft auch die Osterferien abdeckt. Sundair setzt auf dieser Strecke vornehmlich Flugzeuge der Airbus-A320-Familie ein, die am Standort Bremen stationiert sind und eine Kapazität von etwa 150 bis 180 Sitzplätzen bieten. Neben den rein touristischen Aspekten spielt der Flughafen Bremen eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Anbindung der Hansestadt. Durch die täglichen Zubringerflüge zu internationalen Drehkreuzen wie Frankfurt, München und Istanbul ist die Region an über 500 Ziele weltweit angebunden. Der Ausbau der Direktverbindungen durch Ferienflieger wie Sundair ergänzt dieses Netzwerk und stabilisiert die Passagierzahlen in den Wintermonaten. Branchenanalysen unterstreichen die Bedeutung stabiler Flugpläne für Regionalflughäfen, um im Wettbewerb mit größeren Drehkreuzen wie Hamburg

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Korean Air übernimmt Führungsrolle im Sicherheitsausschuss von SkyTeam

Korean Air ist zur vorsitzenden Fluggesellschaft des Ausschusses für Sicherheit, Gefahrenabwehr und Qualität (SSQ) innerhalb der globalen Luftfahrtallianz SkyTeam gewählt worden. In dieser Funktion übernimmt die südkoreanische Fluglinie die strategische Leitung bei der Entwicklung und Implementierung allianzweiter Richtlinien für insgesamt 20 Mitgliedsfluggesellschaften. Als verantwortlicher Functional Executive wird Bennet Allen Walsh, Senior Vice President für den Bereich Corporate Aviation Safety & Security bei Korean Air, das Gremium für eine Amtszeit von zwei Jahren führen. Der SSQ-Ausschuss gilt als zentrales Organ zur Festlegung gemeinsamer Standards, um die operative Qualität und den Schutz innerhalb der Allianz sowie in der gesamten internationalen Luftfahrtbranche zu harmonisieren. Die Ernennung erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Bemühungen der Allianz, Sicherheitsinitiativen über nationale Grenzen hinweg zu vereinheitlichen. Während der zweijährigen Amtszeit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Verschärfung und Standardisierung internationaler Richtlinien für den Transport und die Nutzung mobiler Powerbanks in Flugzeugkabinen, um Brandrisiken zu minimieren. Zudem plant Korean Air die Einführung eines vollständig synchronisierten Notfallplans für alle SkyTeam-Mitglieder. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass bei unvorhersehbaren Ereignissen im globalen Streckennetz eine koordinierte und effiziente Reaktion aller Partnerfluggesellschaften gewährleistet ist. Korean Air hat in den vergangenen Jahren massiv in die Modernisierung ihrer Sicherheitssysteme investiert und setzt verstärkt auf den Austausch bewährter Verfahren innerhalb der Allianz. Durch die engere Zusammenarbeit mit dem SkyTeam-Vorstand sollen Synergieeffekte genutzt werden, um die Sicherheitskultur weltweit zu stärken. Die Führungsposition ermöglicht es der Fluggesellschaft zudem, direkten Einfluss auf die Gestaltung globaler Standards zu nehmen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Dies betrifft neben der Flugsicherheit auch

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Embraer vermeldet Rekordauftragsbestände und steigende Auslieferungszahlen

Embraer hat zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 eine beeindruckende Bilanz vorgelegt und damit seine Position als einer der weltweit führenden Flugzeughersteller gefestigt. Laut dem am 27. April 2026 veröffentlichten Quartalsbericht verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg des Auftragsbestands im Bereich der kommerziellen Luftfahrt um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Maßgeblich getragen wurde diese Entwicklung durch einen Großauftrag der finnischen Fluggesellschaft Finnair über bis zu 46 Maschinen des Typs E195-E2. Insgesamt beläuft sich der firmenweite Auftragsbestand auf den Rekordwert von 32,1 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 22 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht. Auch bei den physischen Auslieferungen konnte Embraer zulegen und brachte in den ersten drei Monaten des Jahres 44 Flugzeuge über alle Geschäftsbereiche hinweg zur Auslieferung. Diese Dynamik unterstreicht die robuste Nachfrage nach Regionaljets und Militärtransportmaschinen in einem sich wandelnden globalen Marktumfeld. Rekordwerte beim Auftragsbestand und strategische Erfolge in Europa Die aktuelle finanzielle Performance von Embraer markiert das sechste Rekordquartal in Folge. Der Sprung von 26,4 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf nunmehr über 32 Milliarden US-Dollar verdeutlicht, dass die Strategie des Unternehmens, verstärkt auf die effiziente E2-Serie zu setzen, Früchte trägt. Besonders der Abschluss mit Finnair im März 2026 wird von Marktanalysten als Meilenstein gewertet. Die Vereinbarung, die feste Bestellungen sowie Optionen und Kaufrechte umfasst, stärkt die Präsenz der Brasilianer auf dem kompetitiven europäischen Markt erheblich. Finnair plant mit den neuen E195-E2-Jets eine umfassende Flottenmodernisierung, um auf Kurz- und Mittelstrecken flexibler agieren zu können. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass die Auslieferungen im ersten Quartal 2026 bereits

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Ausbau des touristischen Angebots auf Mauritius für den Winter 2026

Der Reiseveranstalter Alltours intensiviert seine Aktivitäten im Indischen Ozean und erweitert das Hotelportfolio auf Mauritius für die kommende Wintersaison signifikant. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Wachstumsstrategie ist die exklusive Kooperation mit dem Hotel Villas Caroline in Flic en Flac. Die an der Westküste gelegene Anlage im Bungalow-Stil wird künftig auf dem deutschen Markt ausschließlich über Alltours vertrieben. Neben diesem Kernobjekt umfasst die Programmerweiterung weitere Häuser wie das Pearl Beach sowie das Boutique-Hotel Villas Mon Plaisir. Auch im Luxussegment verstärkt der Anbieter seine Präsenz durch eine engere Zusammenarbeit mit dem Maritim Resort & Spa und der Kette Beachcomber Resorts & Hotels, wodurch das Gesamtangebot auf rund 50 Beherbergungsbetriebe anwächst. Die Erreichbarkeit der Insel wird durch ein dichtes Netz an Flugverbindungen sichergestellt, das Alltours in Kooperation mit verschiedenen Partnern nutzt. Condor bietet ganzjährig Direktverbindungen ab Frankfurt an, während Discover Airlines die Kapazitäten saisonal anpasst. Weitere Optionen bestehen über die Drehkreuze Wien und Zürich mit Austrian Airlines und Edelweiss Air. Für Reisende aus Deutschland sind zudem tägliche Umsteigeverbindungen über Dubai mit Emirates oder über Paris mit Air France und Air Mauritius verfügbar. Um die Anreise zum Abflughafen zu erleichtern, integriert der Veranstalter standardmäßig Rail&Fly-Tickets in seine Pauschalangebote. Mauritius positioniert sich im internationalen Wettbewerb als vielseitiges Ganzjahresreiseziel, das insbesondere in den europäischen Wintermonaten stabile klimatische Bedingungen bietet. Die touristische Infrastruktur der Insel ist hoch entwickelt und zeichnet sich durch eine Kombination aus Korallenriffen geschützten Badebuchten und einem breiten kulturellen Hintergrund aus. Die Westküste rund um Flic en Flac gilt dabei als strategisch wichtiger Ausgangspunkt für

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Existenzkampf im US-Billigflugsektor: Spirit Airlines ringt um staatliches Rettungspaket

Die wirtschaftliche Lage im US-amerikanischen Luftverkehrsmarkt spitzt sich drastisch zu. Die Fluggesellschaft Spirit Airlines befindet sich in intensiven Verhandlungen mit der US-Regierung über staatliche Finanzhilfen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar, um einen drohenden Zusammenbruch abzuwenden. Das Unternehmen, das bereits seit August 2025 ein erneutes Insolvenzverfahren durchläuft, sieht sich durch die massiven Verwerfungen auf dem Energiemarkt infolge des bewaffneten Konflikts im Mittleren Osten in seiner Existenz bedroht. Während die Regierung in Washington grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, die rund 14.000 Arbeitsplätze der Airline zu sichern, stoßen die Pläne bei namhaften privaten Gläubigern auf erheblichen Widerstand. Streitpunkt ist vor allem die geplante Besicherung der Kredite durch Staatsanteile von bis zu 90 Prozent, was die Forderungen privater Investoren massiv entwerten könnte. Die Situation bei Spirit Airlines ist dabei kein Einzelfall: Steigende Betriebskosten und die Kerosinknappheit setzen das gesamte Segment der Ultra-Low-Cost-Carrier unter Druck, wodurch Forderungen nach einer breiter angelegten staatlichen Intervention laut werden. Die Treibstofffalle: Kalkulationsgrundlagen im Wandel Der Sanierungsplan, mit dem Spirit Airlines ursprünglich aus der Insolvenz fliegen wollte, basierte auf ökonomischen Rahmenbedingungen, die durch die geopolitischen Ereignisse des letzten Jahres hinfällig geworden sind. Das Unternehmen hatte seine Restrukturierung auf einen durchschnittlichen Kerosinpreis von rund 2,00 US-Dollar pro Gallone ausgelegt. Seit dem Ausbruch des Krieges im Iran und den damit verbundenen Störungen der globalen Förderketten haben sich die Preise für Flugtreibstoff jedoch mehr als verdoppelt. Für eine Fluggesellschaft, die ihr Geschäftsmodell auf extrem niedrigen Ticketpreisen und einer knappen Kostenkalkulation aufbaut, stellt diese Entwicklung eine unüberwindbare Hürde dar. Die Flotte, die im Zuge der

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Strategiewechsel bei Swiss: Ende des klassischen Bordverkaufs

Swiss International Air Lines , beendet zum 30. September 2026 den traditionellen Verkauf von zollfreien Waren an Bord ihrer Maschinen. Das Unternehmen reagiert damit auf eine umfassende Marktanalyse, die ein stark verändertes Kaufverhalten der Fluggäste belegt. Laut Unternehmensangaben informieren sich Passagiere zunehmend vorab online über Produkte und Preise, was den spontanen Erwerb von Parfüms, Uhren oder Kosmetika während des Fluges massiv zurückgehen liess. Mit diesem Schritt folgt die Airline einem globalen Trend in der Luftfahrtbranche, bei dem namhafte Fluggesellschaften wie United Airlines oder KLM den physischen Verkaufswagen bereits aus der Kabine verbannt haben. Der Rückzug aus dem klassischen Duty-Free-Geschäft an Bord bedeutet jedoch kein vollständiges Ende des Handelsangebots. Stattdessen verlagert die Swiss den Fokus auf den digitalen Vertriebskanal „Worldshop“ der Miles & More Gruppe. Dort steht den Kunden eine deutlich grössere Auswahl zur Verfügung, die über das logistisch begrenzte Sortiment in der Flugzeugkabine hinausgeht. Das Angebot umfasst neben Reiseaccessoires auch exklusive Sammlerstücke und Möbel aus ausgemusterten Flugzeugteilen. Für Luftfahrtenthusiasten bleibt zudem die limitierte Breitling-Sonderedition „Navitimer B01 Swiss“ bis zum Ende der Frist auf Langstreckenflügen verfügbar, sofern diese vorab reserviert wurde. Um den Lagerbestand vor der endgültigen Einstellung abzubauen, startet die Fluggesellschaft ab Juni 2026 eine Abverkaufskampagne. Ausgewählte Artikel des verbleibenden Sortiments werden mit Rabatten von mindestens 25 Prozent angeboten. Von der strategischen Entscheidung ausdrücklich nicht betroffen ist das gastronomische Angebot „Swiss Saveurs“. Passagiere in der Economy Class können somit weiterhin Speisen und Getränke gegen Bezahlung an Bord erwerben. Dieser Bereich bleibt eine wichtige Säule der Zusatzeinnahmen und des Servicekonzepts auf

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