Deutschland-Flagge am Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).
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Deutsche Flughäfen verzeichnen Passagierplus trotz geopolitischer Belastungen

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Die deutschen Flughäfen weisen für den März 2026 eine positive Verkehrsentwicklung auf, wenngleich externe Krisenfaktoren die vollständige Erholung bremsen.

Mit insgesamt 15,61 Millionen an- und abfliegenden Passagieren stieg das Aufkommen im Vergleich zum Vormonat um rund 2,9 Millionen Reisende. Wesentlicher Treiber dieser Dynamik war das Ostergeschäft, das insbesondere im Segment der Privatreisen für eine hohe Auslastung sorgte. Dennoch erreicht die Branche mit einer Erholungsrate von 81,7 Prozent noch immer nicht das Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Während der Europaverkehr mit 10,45 Millionen Passagieren bereits über 90 Prozent des ursprünglichen Volumens abdeckt, zeigen sich im Interkontinentalgeschäft erste deutliche Auswirkungen des jüngsten Konflikts im Nahen Osten.

Besonders im Segment der Langstreckenflüge machen sich die Verwerfungen durch den Iran-Krieg bemerkbar. Die Nachfrage bei interkontinentalen Verbindungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent auf 3,14 Millionen Passagiere. Die Blockade wichtiger Lufträume und die Einschränkungen an den großen Drehkreuzen am Persischen Golf führten bereits im März zu einem spürbaren Rückgang der Flugbewegungen in dieser Region. Experten des Flughafenverbands rechnen damit, dass sich diese strukturellen Störungen im April noch deutlicher in der Statistik niederschlagen werden, da die Umgehung der Krisengebiete zu längeren Flugzeiten und einer Reduktion der Kapazitäten führt.

Der innerdeutsche Luftverkehr zeigt mit zwei Millionen Passagieren im März zwar ein Wachstum von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, verharrt jedoch im langfristigen Vergleich auf einem niedrigen Niveau. Nur knapp 46 Prozent des Passagieraufkommens von 2019 werden in diesem Marktsegment derzeit erreicht. Die Luftfracht hingegen stabilisierte sich im ersten Quartal 2026 auf einem gesunden Niveau. Mit insgesamt 421.850 Tonnen im März verzeichneten die deutschen Flughäfen ein moderates Plus von 0,3 Prozent zum Vorjahr. Vor allem die Ausladungen entwickelten sich positiv, während die globalen Lieferkettenprobleme im Frachtsektor aufgrund der Seefracht-Verlagerungen auf den Luftweg teilweise kompensiert werden konnten.

Trotz der stabilen Zahlen im ersten Quartal bleibt der Kostendruck für die deutschen Flughafenstandorte durch die hohen Energiepreise und gestiegenen Personalkosten massiv. Die Anzahl der gewerblichen Flugbewegungen lag im März mit rund 142.000 Starts und Landungen nur minimal über dem Vorjahr, was auf eine effizientere Auslastung der Flugzeuge bei insgesamt gestrafften Flugplänen hindeutet. Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, wie flexibel die Fluggesellschaften auf die Treibstoffpreis-Volatilität und die operativen Herausforderungen durch die gesperrten Lufträume über dem Iran reagieren können, um die touristische Nachfrage für die Sommersaison zu sichern.

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