Die Verkehrsstatistik der deutschen Verkehrsflughäfen zeigt für den Monat September 2026 eine anhaltende Stagnation im Passagierverkehr. Mit 21,69 Millionen Fluggästen blieb das Aufkommen im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert, während die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen um 1,2 Prozent auf 172.649 Starts und Landungen zurückging.
Gemessen am Vorkrisenniveau des Jahres 2019 erreichten die deutschen Flughäfen im September lediglich eine Erholungsrate von 89,5 Prozent beim Passagiervolumen und 82,2 Prozent bei den Flugbewegungen. Im kumulierten Zeitraum von Januar bis September 2026 wurden 163,52 Millionen Passagiere gezählt, was einem leichten Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Besonders ausgeprägt zeigt sich der Rückgang im innerdeutschen Flugverkehr. Im September nutzten 2,19 Millionen Passagiere Inlandsverbindungen, was einem Minus von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Erholungsrate von lediglich 51,7 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Auch das Interkontinentalsegment verzeichnete im September einen Nachfragerückgang von 1,0 Prozent auf 3,78 Millionen Fluggäste. Einzig der Europaverkehr legte leicht um 1,1 Prozent auf 15,68 Millionen Passagiere zu und übertraf mit einer Erholungsrate von 104,3 Prozent erstmals das Aufkommen des Vergleichsmonats aus dem Jahr 2019.
Gegenläufig zur Entwicklung der Passagierzahlen verzeichnet die Luftfracht ein kontinuierliches Mengenwachstum. Im September 2026 schlug der Markt an den deutschen Flughäfen 419.107 Tonnen Fracht um, was einem Zuwachs von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und von 9,8 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. In den ersten neun Monaten des Jahres summierte sich das gesamte Luftfrachtaufkommen auf 3,64 Millionen Tonnen (+3,5 Prozent gegenüber 2025). Das Frachtsegment profitiert dabei von einer stabilen Nachfrage im internationalen Warenhandel und gleicht das geringere Flugangebot im Passagierverkehr durch eine höhere Auslastung reiner Frachtflugzeuge teilweise aus.