Inmitten der majestätischen Bergwelt Tirols, im beschaulichen Ort Wattens, befindet sich ein Ort, der Kunst, Phantasie und Handwerkskunst auf einzigartige Weise vereint: die Swarovski Kristallwelten. Als Hommage an das 100jährige Bestehen des Unternehmens Swarovski im Jahre 1995 gegründet, entwickelten sich die Kristallwelten von einer Vision zu einem international renommierten Ausflugsziel.
Sie sind ein Gesamtkunstwerk, das Besucher aus aller Welt in eine glitzernde Welt der Wunder entführt und die Vielfalt und Schönheit des Kristalls in all seinen Facetten erlebbar macht. Die Geschichte der Kristallwelten ist untrennbar mit der des Familienunternehmens verbunden, dessen Erfolg auf einer revolutionären Erfindung beruht. Dieser Artikel beleuchtet die Entstehung der Attraktion, ihre faszinierenden Wunderkammern, den weitläufigen Garten und die aktuellen sommerlichen Höhepunkte.
Die Ursprünge: Von der Schleifmaschine zur Weltmarke
Die Geschichte des Unternehmens Swarovski beginnt mit Daniel Swarovski, einem visionären Glasschleifer aus Böhmen, der im Jahre 1892 eine bahnbrechende Erfindung machte: eine elektrische Schleifmaschine für Kristallglas. Diese Maschine ermöglichte es, Kristalle präziser und schneller zu schleifen als je zuvor. Daniel Swarovski erkannte das Potenzial seiner Erfindung und siedelte 1895 mit seiner Familie nach Wattens in Tirol über.
Die Wahl dieses Standortes war strategisch: Die Wasserkraft der Alpen bot die notwendige Energie für den Betrieb seiner Maschinen, und die Abgeschiedenheit des Ortes schützte ihn vor neugierigen Konkurrenten. Gleichzeitig sorgten die bestehenden Handelswege für eine gute Anbindung an die Modemetropole Paris, wo seine glitzernden Schmucksteine auf große Nachfrage stießen. Gemeinsam mit seinen Partnern Franz Weis und Armand Kosmann legte Daniel Swarovski den Grundstein für ein Unternehmen, das sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem Weltmarktführer für geschliffenes Kristallglas entwickeln sollte.

Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 

Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber).
Die Geburt der Kristallwelten: Ein Riese erwacht
Zum 100jährigen Firmenjubiläum im Jahre 1995 wurde der Multimediakünstler André Heller mit der Gestaltung einer einzigartigen Erlebniswelt beauftragt. Seine Idee war es, die Geschichte des Kristalls nicht in einem klassischen Museum, sondern in einer geheimnisvollen und phantastischen Umgebung zu erzählen. So entstand die Figur des Riesen, dessen Kopf den Eingang der Kristallwelten bildet. Mit funkelnden Augen und einem Wasserspeier-Mund wacht der Riese über die Besucher, die in sein Inneres eintreten.
Hinter der scheinbar steinernen Fassade verbirgt sich eine Welt der Wunder, eine Abfolge von Wunderkammern, die von namhaften Künstlern aus aller Welt gestaltet wurden. Jede Wunderkammer ist eine individuelle Interpretation des Kristalls und seiner vielfältigen Wirkung, ein Raum für Poesie, Kunst und Staunen. Seit ihrer Eröffnung haben die Kristallwelten über siebzehn Millionen Besucher in ihren Bann gezogen.

Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber).
Die Wunderkammern: Eine Reise ins Innere des Kristalls
Das Herzstück der Swarovski Kristallwelten sind die sechzehn Wunderkammern. In diesen Räumen verschmelzen Kunst, Licht, Klang und Kristall zu einem immersiven Erlebnis. Der Besucher bewegt sich durch eine Abfolge von Installationen, die seine Sinne ansprechen und ihn immer wieder überraschen. In der „Kristallkathedrale“ etwa taucht man in eine Kuppel aus tausenden funkelnden Kristallen ein, deren Glanz an einen Sternenhimmel erinnert.
Die „Eisgasse“ hingegen führt in eine kühle, glitzernde Welt, die an arktische Landschaften denken lässt. Eine besonders beeindruckende Kammer ist „Eden“, ein dichter Dschungel aus Kristallpflanzen, in dem das Licht auf geheimnisvolle Weise gebrochen wird. Hier können die Besucher in eine Welt der Phantasie eintauchen, die ihre Vorstellungskraft herausfordert. In der Wunderkammer „Crystallizing Identity“ von Chiharu Shiota, inspiriert von einer alten japanischen Legende, sind die Besucher von einem Netz aus roten Fäden umgeben, die die Verbindung zwischen Menschen symbolisieren.

Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber).
Der Riese und sein Garten: Wo Kunst auf Natur trifft
Nach der Erkundung der Wunderkammern im Inneren des Riesen können die Besucher in den weitläufigen Garten eintreten, der die Erlebniswelt ins Freie erweitert. Auch hier ist das Zusammenspiel von Kunst und Natur allgegenwärtig. Ein grünes Labyrinth in Form einer riesigen Hand lädt zum Erkunden und Versteckspielen ein. Die „Kristallwolke“, eine Installation aus 800.000 handmontierten Kristallen, schwebt über einem spiegelnden Gewässer und erzeugt ein faszinierendes Lichtspiel.
Ein weiteres Highlight ist das von Jaime Hayon entworfene Karussell, ein sich drehendes Kunstwerk, das mit 15 Millionen Kristallen verziert ist und mit seinen märchenhaften Figuren eine märchenhafte Atmosphäre schafft. Der Spielturm, eine architektonische Meisterleistung von Snøhetta, bietet mit seinen vier Ebenen Klettermöglichkeiten und Spielvergnügen für die jüngeren Gäste. All diese Elemente sind harmonisch in die alpine Landschaft integriert und bieten den Besuchern die Möglichkeit, die Kunst im Freien zu genießen.
Circus of Asia: Ein Sommer voller Artistik und Poesie
In den Sommermonaten vom 11. Juli bis zum 24. August 2025 verwandelt sich der Garten der Swarovski Kristallwelten in eine Manege. In Zusammenarbeit mit dem Circus-Theater Roncalli findet das Sommerfestival „Circus of Asia“ statt. Dieses Festival feiert die über 2000 Jahre alte Tradition der asiatischen Zirkuskunst, die für ihre feinsinnige Poesie und die unglaubliche Körperbeherrschung ihrer Artisten bekannt ist.
Täglich finden mehrere Shows statt, die im regulären Eintrittspreis enthalten sind. Artisten begeistern das Publikum mit ihren Darbietungen. Die Kontorsionistin Heejin Delane etwa zeigt ihre Kunst der Verbiegung, die nahezu unmöglich erscheint. Ihre Bühne ist ein überdimensionaler Kristall im Spiegelwasser, der die Darbietung in ein magisches Licht taucht. Eine weitere Attraktion ist die Kalligrafin Rie Horiuchi, deren sanfte Pinselbewegungen fast meditativ wirken. Sie fertigt persönliche Andenken für die Besucher an. Die gesamte Inszenierung wird von traditionellen Kostümen, stimmungsvoller Musik und authentischen Dekorationen begleitet. Kulinarisch wird das Erlebnis durch asiatisches Street Food und andere Spezialitäten abgerundet, die in den Foodtrucks und im Restaurant „Daniels Kristallwelten by DoN“ angeboten werden.

Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber). 
Swarovski Kristallwelten (Foto: Jan Gruber).
Fazit: Faszination bei sehr hoher Nachfrage
Die Swarovski Kristallwelten sind mehr als ein Ausflugsziel. Sie sind ein Ort, der die Geschichte eines traditionsreichen Unternehmens mit zeitgenössischer Kunst und architektonischem Design verbindet. Hier wird der Kristall nicht nur als schmückendes Accessoire präsentiert, sondern als vielseitiges Medium, das Gefühle wecken, Phantasie anregen und die Schönheit der Welt auf eine neue Weise sichtbar machen kann. Die Kombination aus den immersiven Wunderkammern, dem weitläufigen Garten und den temporären Ausstellungen und Veranstaltungen, wie dem aktuellen „Circus of Asia“, macht die Kristallwelten zu einem faszinierenden Ort für Besucher jeden Alters. Sie sind ein beeindruckendes Zeugnis der Innovationskraft und des kreativen Geistes, der das Unternehmen Swarovski seit über einem Jahrhundert prägt.
Im Außenbereich, in dem derzeit „Circus of Asia“ angeboten wird, gibt es zahlreiche interessante Möglichkeiten für junge Kinder. Der Innenbereich, in dem sich die eigentliche Ausstellung befindet, ist für die Jüngsten nicht optimal geeignet. Das liegt daran, dass diese zumeist mit den Themen, die in den Räumen gezeigt werden, nicht sonderlich viel anfangen können.
Eintrittskarten sind ab 21 Euro pro Erwachsenem unter anderem auf der Homepage von Swarovski und direkt an der Kassa erhältlich. Es macht bei dieser Attraktion besonders während der Hauptsaison viel Sinn sich das Ticket und vorab online zu kaufen, denn der Andrang und damit die Warteschlangen bei Kassa und Einlass können zu Stoßzeiten lange sein.