Die deutsche Ferienfluggesellschaft Discover Airlines baut im Sommerflugplan 2027 ihr Angebot an Flügen nach Italien aus.
Der Ableger der Lufthansa Group nimmt dazu Erstverbindungen von München nach Alghero auf Sardinien sowie von Frankfurt am Main in die ligurische Hafenstadt Genua auf. Auf allen Routen setzt das Unternehmen Maschinen des Typs Airbus A320 ein. Durch die neuen Strecken und eine erhöhte Frequenz auf der bestehenden Verbindung nach Brindisi umfasst das Italien-Programm der Airline künftig bis zu zehn wöchentliche Flüge zu vier Zielen, wozu auch die süditalienische Stadt Bari gehört.
Die Strecke von München nach Alghero startet ab Juni 2027 und wird zweimal wöchentlich, jeweils montags und freitags, bedient. Damit ergänzt die Fluggesellschaft das Sardinien-Angebot des Mutterkonzerns, der von Bayerns Landeshauptstadt aus bereits Olbia und Cagliari anfliegt. Die Verbindung von Frankfurt nach Genua ist bereits ab Ende März 2027 vorgesehen und wird jeweils samstags und sonntags geflogen. Ein Teil des Sitzplatzkontingents auf dieser Strecke wird über eine Kooperation mit dem Kreuzfahrtanbieter Costa Cruises abgewickelt, um Passagiere zum Zubringerhafen Genua für Schiffsreisen im Mittelmeer zu befördern.
Discover Airlines wurde im Jahr 2021 als eigener Ferienflieger der Lufthansa Group gegründet und hieß bis Herbst 2023 Eurowings Discover. Die Flotte der Gesellschaft umfasst aktuell mehr als 25 Flugzeuge der Typen Airbus A320 und A330. Mit dem Ausbau von Strecken ab den Drehkreuzen Frankfurt und München versucht der Mutterkonzern, Marktanteile im touristenorientierten Mittelmeer-Verkehr gegenüber Wettbewerbern wie Condor, Sundair oder Ryanair zu sichern und gleichzeitig Zubringerleistungen für den Kreuzfahrtsektor bereitzustellen.
Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu kleineren italienischen Regionalflughäfen wie Genua oder Alghero stark saisonal geprägt sind. Die Auslastung hängt maßgeblich vom Urlauberverkehr in den Sommermonaten und von der vertraglichen Abnahme fester Kontingente durch Reiseveranstalter und Kreuzfahrtreedereien ab. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht birgt die Abhängigkeit von einzelnen Großabnehmern wie Costa Cruises jedoch Risiken, sollte die Nachfrage auf den Kreuzfahrtmärkten schwanken.