Der Flughafen Dortmund blickt auf eine erfolgreiche Bilanz der Weihnachtsreisezeit zurück. Zwischen dem 20. Dezember 2025 und dem 6. Januar 2026 wurden insgesamt 158.521 Passagiere am östlichen Ruhrgebietsflughafen abgefertigt. Dies entspricht einer Steigerung von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis wurde erzielt, obwohl wetterbedingte Flugstreichungen Ende Dezember das Aufkommen um schätzungsweise 5.000 Fluggäste reduzierten. Besonders die Wochenenden erwiesen sich als verkehrsstark; an den Samstagen wurden Spitzenwerte von bis zu 11.400 Reisenden pro Tag registriert, was die Kapazitäten der Terminalinfrastruktur und der Bodenabfertigung intensiv forderte.
Der Fokus des Flugplans lag erneut auf osteuropäischen Zielen, die traditionell eine tragende Säule des Standorts darstellen. Die Verbindung nach Kattowitz in Polen war mit über 16.000 Fluggästen die meistfrequentierte Route, gefolgt von Tirana in Albanien und der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Diese Ziele profitieren primär vom starken Besuchsverkehr von Freunden und Verwandten sowie von der hohen Standortkonzentration der Fluggesellschaft Wizz Air. Die ungarische Airline weitete ihr Engagement zum Ende der Ferienzeit sogar noch aus: Am 5. Januar 2026 wurde die neue Direktverbindung in das serbische Niš aufgenommen, die fortan zweimal pro Woche bedient wird und die Bedeutung Dortmunds als wichtigstes Drehkreuz für Balkan-Verbindungen in Nordrhein-Westfalen festigt.
Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass der Dortmund Airport (DTM) seine Nische als spezialisierter Anbieter für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im Low-Cost-Segment erfolgreich besetzt hat. Im Gegensatz zu größeren Drehkreuzen profitiert der Standort von kurzen Wegen und einer effizienten Abwicklung, was insbesondere preisbewusste Privatreisende anspricht. Trotz der Herausforderungen durch kurzzeitige Wintereinbrüche am 28. Dezember blieb die operative Stabilität weitgehend erhalten. Branchenexperten weisen darauf hin, dass der Flughafen durch die kontinuierliche Netzerweiterung in Richtung Südosteuropa seine Marktanteile gegenüber den benachbarten Standorten Düsseldorf und Köln/Bonn stabilisieren kann.
Für das Jahr 2026 plant die Flughafenleitung weitere Optimierungen im Bereich der Passagierlogistik, um die steigenden Volumina bewältigen zu können. Die positive Entwicklung während der Ferienzeit dient als Indikator für das prognostizierte Gesamtwachstum des laufenden Geschäftsjahres. Neben dem Ausbau der osteuropäischen Routen wird auch eine stärkere Anbindung an touristische Destinationen im Mittelmeerraum angestrebt, um das saisonale Geschäft breiter aufzustellen. Mit dem aktuellen Zuwachs untermauert Dortmund seine Position als drittgrößter Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen und zeigt eine robuste Nachfrage im Segment des ethnischen Reiseverkehrs.