Die österreichische Energieregulierungsbehörde E-Control hat ein umfassendes Update ihres Verzeichnisses für öffentlich zugängliche Ladestellen und des dazugehörigen Lade-Tarifkalkulators vorgestellt. Diese Neuerungen sollen Elektroautofahrern in Österreich eine erheblich verbesserte Transparenz und Benutzerfreundlichkeit beim Laden ihrer Fahrzeuge bieten. Ziel ist es, die Planung von Fahrten, insbesondere in der bevorstehenden Urlaubszeit, zu erleichtern und die Nutzung von Elektromobilität attraktiver zu gestalten.
Das aktualisierte Verzeichnis zeigt nun in Echtzeit die Verfügbarkeit von Ladepunkten an – ob frei oder besetzt. Zudem werden die Ladepreise sowohl für das Laden mit als auch ohne Ladekarte sowie eventuelle Zusatzkosten transparent dargestellt. Der Lade-Tarifkalkulator wurde ebenfalls benutzerfreundlicher gestaltet und ermöglicht es nun, favorisierte Ladekarten sowie kompatible Ladestellen in der Nähe zu speichern. Elisabeth Zehetner, Sekretärin der E-Control, betonte, daß Österreich mit diesem Informationsangebot europaweit führend und somit ein echter Vorreiter sei, um E-Mobilisten auf der Strecke schnell die passende Ladestelle zu finden.
Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control, erklärte, daß E-Autofahrern in Österreich damit erstmals unabhängig und objektiv alle Informationen online zur Verfügung stünden, die sie sich am dringendsten gewünscht hätten: transparente Informationen über Vertragstarife, den Status aller öffentlich zugänglichen Ladepunkte und die mit der eigenen Ladekarte oder per Ad-Hoc zu zahlenden Ladepreise. Diese Neuerungen sind das Ergebnis erweiterter Informationspflichten durch die österreichische Ladepunkt-Daten-Verordnung und die europäische Verordnung AFIR (Alternativ Fuels Infrastructure Regulation). Neben dem Betriebsstatus und Ad-hoc-Preisen sind nun auch Angaben zu Steckertypen, Ladeleistung, Öffnungszeiten, geeigneten Fahrzeugtypen, barrierefreien Parkplätzen und Zahlungsmöglichkeiten abrufbar.
Ein besonderes „Extra“ ist die Synchronisierung des Lade-Tarifkalkulators mit dem Ladestellenverzeichnis. Nutzer können nun ihre eigene Ladekarte im Kalkulator speichern und sich dann auf der Ladestellen-Website anzeigen lassen, welche öffentlich zugänglichen Ladestellen mit ihrer Karte kompatibel sind. Zudem können die Preise des Ladevorgangs mit dem Tarif der eigenen Karte im Vergleich zum Ad-Hoc-Preis direkt verglichen werden. Diese integrierte Lösung soll die Suche nach der optimalen Lademöglichkeit erheblich vereinfachen und somit zur weiteren Verbreitung der Elektromobilität in Österreich beitragen.