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EASA könnte B737-Max-Upgrades verpflichtend vorschreiben

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Die EASA zieht in Betracht, dass unabhängig von einer etwaigen Ausnahmebewilligung die Maschinentypen Boeing 737 Max-7 und Max-10 mit den jüngsten Sicherheitssystemen nachgerüstet werden müssen. In den USA zeichnet sich derzeit ab, dass dem Hersteller eine Sondergenehmigung erteilt werden könnte.

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist der Kongress am Ball, denn ab Ende Dezember 2022 gilt ein neues Gesetz, das besagt, dass zusätzliche Sicherheitssysteme vorhanden sein müssen. Für Boeing hat dies einen entscheidenden Nachteil, denn die bereits zugelassenen Varianten Max-8 und Max-9 haben dieses nicht. Piloten würden beim Mischbetrieb mit den noch nicht zertifizierten Mustern Max-7 und Max-19 zusätzliche Schulungen benötigen. Dadurch würde für den Flugzeugbauer ein wichtiges Verkaufsargument verloren gehen.

Das Vertrauen in Boeing ist aufgrund der Max-Misere ohnehin beschädigt, so dass es im U.S.-Kongress zwei unterschiedliche Meinungen gibt. Die eine Seite ist der Ansicht, dass dem Hersteller – ungeachtet des neuen Gesetzes – eine Ausnahme gewährt werden soll und die andere spricht sich strikt dagegen aus. Somit hängt die Zertifizierung der beiden Modelle in der Luft.

Die Kommunikationschefin der EASA, Janet Northcote, erklärte unter anderem gegenüber der Seattle Times: „Die eigentliche Nachrüstung der in Betrieb befindlichen Flotte kann auf verschiedene Weise erreicht werden, einschließlich möglicherweise obligatorischer Maßnahmen der FAA oder EASA“. Weiters habe sich Boeing verpflichtet, dass die Upgrades für die Nachrüstung verfügbar gemacht werden sollen.

Im Falle einer Verabschiedung würde das Gesetz in den USA von Boeing verlangen, ein verbessertes Angle of Attack (AoA)-System nachzurüsten, das einen dritten Sensor beinhalten würde, der die Daten von zwei anderen AoA-Winkeln am Rumpf des Flugzeugs abgleichen würde, und eine Abschaltmöglichkeit für Piloten ein falsch aktivierter Stick Shaker. Der Shaker zeigt an, dass das Flugzeug ins Stocken gerät und eine fehlerhafte Aktivierung, die die Piloten auf den beiden tödlichen Flügen erschreckte, als einer der Faktoren für den Absturz der Flugzeuge von Lion Air und Ethiopian Airlines angesehen wurde.

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