Ein EasyJet-Flug von Hurghada nach Manchester musste am 8. Februar 2025 außerplanmäßig in Athen landen, nachdem der Kapitän während des Fluges gesundheitliche Probleme bekam. Der Erste Offizier übernahm umgehend die Kontrolle über das Flugzeug und leitete die sichere Landung auf dem Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos ein.
Der Vorfall ereignete sich an Bord von EasyJet-Flug U2-2252, einer Airbus A320-200N-Maschine mit der Registrierung G-UZEE. Etwa zwei Stunden nach dem Start aus dem ägyptischen Badeort Hurghada befand sich das Flugzeug auf einer Flughöhe von 36.000 Fuß (FL360), als sich die Situation zuspitzte. Laut Passagierberichten eilte das Kabinenpersonal plötzlich nach vorne und forderte dringend medizinische Hilfe an Bord an.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Maschine rund 110 nautische Meilen süd-südöstlich von Athen. Nachdem der Zustand des Kapitäns bewertet wurde, entschied der Erste Offizier, den Flug zum nächstgelegenen geeigneten Flughafen umzuleiten. Etwa eine Stunde später setzte die Maschine sicher auf der Landebahn 03L des Athener Flughafens auf.
Einsatzkräfte warten auf dem Rollfeld
Nach der Landung standen bereits Rettungskräfte bereit. Feuerwehr, Polizei und Sanitäter eilten zum Flugzeug, um den Kapitän medizinisch zu versorgen. Sein aktueller Gesundheitszustand wurde von der Fluggesellschaft nicht näher erläutert.
Ein Sprecher von EasyJet bestätigte den Vorfall und betonte, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden, um die Auswirkungen für die Passagiere zu minimieren. „Der Flug wurde nach Athen umgeleitet, da der Kapitän medizinische Hilfe benötigte. Der Erste Offizier übernahm die Landung, und das Flugzeug wurde von Sanitätern in Empfang genommen.“
Verspätung und Betreuung der Passagiere
Da die planmäßige Weiterreise nach Manchester nicht sofort erfolgen konnte, wurden die Passagiere in Hotels untergebracht. „Wir haben alles getan, um die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten“, erklärte die Fluggesellschaft. Hotelzimmer und Mahlzeiten wurden für die gestrandeten Fluggäste organisiert.
Am Folgetag konnten die Passagiere schließlich ihre Reise nach Manchester fortsetzen. Die Airline entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und dankte den Reisenden für ihre Geduld und ihr Verständnis.
Sicherheit steht an erster Stelle
Notfälle in der Luft stellen für Fluggesellschaften eine besondere Herausforderung dar, doch die Besatzung von EasyJet bewältigte die Situation professionell. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer gründlichen Ausbildung von Piloten und Kabinenpersonal, um auch in unerwarteten Situationen schnell und entschlossen zu handeln.
Medizinische Zwischenfälle bei Piloten kommen selten vor, sind aber nicht ausgeschlossen. Internationale Vorschriften verlangen, dass alle Verkehrsflugzeuge mit mindestens zwei Piloten besetzt sind, um in einem solchen Fall die Sicherheit des Fluges zu gewährleisten. Laut Luftfahrtexperten sind Piloten regelmäßig gesundheitlichen Untersuchungen unterworfen, um ihre Flugtauglichkeit sicherzustellen. Dennoch gibt es Fälle, in denen unvorhersehbare medizinische Notfälle während eines Fluges eintreten. Da der Gesundheitszustand des Kapitäns nicht näher bekannt gegeben wurde, bleibt unklar, ob der Vorfall längerfristige Auswirkungen auf seine Einsatzfähigkeit haben wird.