Airbus A320 (Foto: Steffen Lorenz).
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Easyjet-Pilot fällt während des Fluges in Ohnmacht

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Am 27. Juli 2024 kam es auf einem Flug der britischen Billigfluggesellschaft Easyjet von London nach Lissabon zu einem ernsten Zwischenfall. Ein erster Offizier des Airbus A320-200 fiel während des Fluges in Ohnmacht, was die Notlandung des Flugzeugs und einen medizinischen Notfall auslöste. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit im Luftverkehr auf und zeigt, wie wichtig gut koordinierte Notfallprotokolle sind.

Der Airbus A320-200 mit der Flugnummer EZY2459 startete um 07:35 Uhr Ortszeit vom Flughafen London Luton (LTN) und hatte 193 Passagiere an Bord. Während des Fluges fühlte sich der erste Offizier unwohl und verlor schließlich das Bewusstsein. Der Kapitän, der in solchen Situationen für die vollständige Steuerung des Flugzeugs verantwortlich ist, übernahm sofort die Kontrolle und setzte den Flug fort. Die Landung erfolgte planmäßig um 10:10 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen General Humberto Delgado (LIS) in Lissabon, Portugal.

Notfallmaßnahmen und Reaktionen

Angesichts der kritischen Situation löste der Kapitän Alarmstufe Rot aus, ein Protokoll, das bei medizinischen oder technischen Notfällen zur Gewährleistung der Sicherheit aller an Bord eingesetzt wird. Diese Maßnahme signalisiert den Bodenstationen und Rettungskräften, dass sie sich auf einen möglichen Notfall vorbereiten müssen. Nach der sicheren Landung wurde der bewusstlose erste Offizier von Sanitätern in Empfang genommen und sofort in das Krankenhaus Santa Maria in Lissabon gebracht, wo er medizinisch versorgt wurde.

In einer Stellungnahme bestätigte Easyjet den Vorfall und betonte, dass die Sicherheit der Passagiere zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. „Die Sicherheit und das Wohlergehen der Passagiere und der Besatzung haben für Easyjet höchste Priorität“, so ein Sprecher der Fluggesellschaft. Die Passagiere konnten das Flugzeug normal verlassen und erhielten von der Fluggesellschaft alle notwendigen Informationen.

Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Zwischenfall im März 2024, als ein Pilot einer British Airways Boeing 777-200ER während eines Flugs von New York nach London arbeitsunfähig wurde. Auch in diesem Fall konnte der Kapitän die Kontrolle übernehmen und das Flugzeug sicher landen. Solche Ereignisse, obwohl selten, unterstreichen die Wichtigkeit von Sicherheitsprotokollen und die Notwendigkeit, dass Flugbesatzungen umfassend auf Notfälle vorbereitet sind.

Sicherheits- und Gesundheitsstandards im Luftverkehr

Die Gesundheit und Fitness von Piloten sind zentrale Aspekte der Luftsicherheit. Internationale Standards, wie sie von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) festgelegt werden, verlangen regelmäßige medizinische Untersuchungen für Flugbesatzungen. Diese sollen sicherstellen, dass Piloten sowohl physisch als auch psychisch in der Lage sind, ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Einhaltung dieser Standards ist besonders wichtig, da Piloten oft unter hohem Druck arbeiten und in kritischen Situationen schnelle und präzise Entscheidungen treffen müssen.

Der Vorfall auf dem Easyjet-Flug EZY2459 zeigt, wie wichtig eine gut ausgebildete Besatzung und klare Notfallprotokolle im Luftverkehr sind. Dank des schnellen Handelns des Kapitäns und der Bodencrew konnte eine potenziell gefährliche Situation sicher bewältigt werden. Fluggesellschaften und Aufsichtsbehörden müssen weiterhin darauf achten, dass alle Mitglieder der Flugbesatzung regelmäßig überprüft und auf mögliche gesundheitliche Probleme untersucht werden. Für die Passagiere ist es beruhigend zu wissen, dass selbst in unerwarteten Situationen, wie dem Ausfall eines Piloten, Maßnahmen existieren, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.

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