Flughafen London-Gatwick (Foto: Gatwick Airport).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Easyjet verbindet London-Gatwick im Winter häufiger mit Friedrichshafen

Werbung

Die britische Low-Cost-Fluggesellschaft Easyjet erweitert im kommenden Winterflugplan ihr Angebot am Bodensee-Airport Friedrichshafen.

Wie die Flughafenbetriebsgesellschaft bekannt gab, bedient die Airline ab dem 10. Dezember 2026 die Strecke zwischen London-Gatwick und Friedrichshafen mit zwei zusätzlichen wöchentlichen Frequenzen an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag. Das aufgestockte Flugangebot soll vor allem Reisenden aus Großbritannien die Anreise für Kurzreisen in der Advents- und Wintersaison ermöglichen. Ziel ist es unter anderem, den inbound-orientierten Städtetourismus sowie Besuche der regionalen Weihnachtsmärkte im Dreiländereck zu stärken.

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen sichert mit den zusätzlichen Frequenzen ein wichtiges Segment im internationalen Winterreiseverkehr. London gehört traditionell zu den nachfragestärksten Herkunftsmärkten für den Regionalflughafen in Süddeutschland. Neben dem Städte- und Kulturtourismus dient die Anbindung an das Drehkreuz London-Gatwick auch dem Zubringerverkehr für Wintersportler in die nahen Skigebiete in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. EasyJet konkurriert auf dieser Route im weiteren Sinne mit anderen Anbietern im süddeutschen Raum und den angrenzenden Schweizer Flughäfen wie Zürich und St. Gallen-Altenrhein.

Für den Flughafen Friedrichshafen kommt die Frequenzaufstockung zu einem wichtigen Zeitpunkt im Rahmen der Standortstabilisierung. Regionalflughäfen in Deutschland stehen unter anhaltendem wirtschaftlichen Druck durch hohe Standortkosten, Luftsicherheitsgebühren und eine veränderte Nachfragestruktur bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Die punktuelle Erhöhung von Kapazitäten in verkehrsstarken Saisonzeiten hilft dem Betreiber, die Auslastung der Terminalinfrastruktur zu verbessern und Bodenabfertigungserträge zu sichern, gleicht jedoch strukturelle Schwankungen im verbleibenden Ganzjahresbetrieb nur bedingt aus.

Luftfahrtanalysten betonen, dass saisonale Angebotserweiterungen von Billigfluggesellschaften stark von kurzfristigen Buchungstrends abhängen. Für den Standort Friedrichshafen bleibt die Herausforderung bestehen, den Flugplan auch außerhalb der Wintersaison stabil zu halten. Die Abhängigkeit von einzelnen Saisoneffekten wie dem Wintersport- und Adventsverkehr birgt für den Flughafen das Risiko hoher Schwankungen bei den Passagierzahlen, was die langfristige betriebswirtschaftliche Planbarkeit für den Flughafenbetreiber erschwert.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung